Schweizer Alpenpässe: Übersicht, Sperrungen und Hinweise zur aktuellen Lage

In den höheren Lagen der Schweizer Alpen hat der Winter am 24. Oktober 2025 deutlich Einzug gehalten. Schnee, Minusgrade und vereiste Strassen bestimmen das Bild ab etwa 1 500 Metern Höhe. Zahlreiche Alpenpässe sind bereits gesperrt, andere nur noch mit Winterausrüstung befahrbar. Die Lage kann sich schnell ändern. Wetterbedingte Sperrungen können kurzfristig erfolgen.

Einen authentischen Eindruck von der Situation vor Ort lieferte Toni Spitaleri, bekannt als „SchneeToni“ und Markenbotschafter von Polizei.news. Innerhalb einer zweistündigen Beobachtungszeit dokumentierte er die Bedingungen auf dem Klausenpass und am Urnerboden. Seine Fotos zeigen sowohl verschneite Passstrassen und winterliche Hochlagen als auch spätherbstliche Farben im Tal – ein Kontrast, der die Übergangsphase anschaulich macht.

Der folgende Bericht fasst die Passzustände zusammen und bietet praktische Hinweise zur Planung.



Übersicht: Aktueller Passzustand (Stand: Oktober 2025)

Derzeit gesperrt oder in Wintersperre:

  • Gotthardpass: seit 22.10. gesperrt
  • Furkapass: gesperrt wegen Glätte
  • Nufenenpass: gesperrt wegen Lawinengefahr
  • Grimselpass: gesperrt nach starken Schneefällen
  • Sustenpass: Wintersperre aktiv
  • Glaubenbielenpass: gesperrt
  • Grosser Sankt Bernhard & Grosse Scheidegg: in Wintersperre
  • San Bernardinopass: gesperrt

Offen mit Einschränkungen:

  • Klausenpass (−4 °C): offen, nur mit Winterausrüstung befahrbar
  • Oberalppass (−2 °C): schneebedeckt, Glättegefahr
  • Albulapass (−8 °C): schneebedeckt, Glättegefahr
  • Pragelpass: offen, mit Einschränkungen

Normal befahrbar (meist mit Winterausrüstung empfohlen):

  • Berninapass (−8 °C): offen, normal befahrbar (24.10.2025, 13:14)
  • Flüelapass (−8 °C): offen, normal befahrbar (24.10.2025, 10:17)
  • Julierpass (−7 °C): offen, normal befahrbar (24.10.2025, 08:27)
  • Splügenpass (−7 °C): offen, normal befahrbar (21.10.2025, 08:13)
  • Umbrailpass (−7 °C): offen, normal befahrbar (24.10.2025, 14:06)
  • Simplonpass (−1 °C): offen, normal befahrbar (24.10.2025, 10:02)
  • Ofenpass (−2 °C): offen, normal befahrbar (24.10.2025, 06:17)
  • Forcola di Livigno (−7 °C): offen, normal befahrbar (24.10.2025, 13:15)
  • Lukmanierpass (−1 °C): offen, normal befahrbar (29.09.2025, 06:44)
  • Malojapass (−5 °C): offen, normal befahrbar (27.08.2025, 08:25)
  • Brünigpass (+5 °C): offen, normal befahrbar (23.08.2025, 08:31)
  • Glaubenbergpass (+1 °C): offen, normal befahrbar (23.05.2025, 18:05)
  • Ibergereggpass (+2 °C): offen, normal befahrbar (15.04.2025, 13:56)

Klausenpass: Übergang zwischen Uri und Glarus

Mit 1 948 Metern ist der Klausenpass ein zentraler Übergang zwischen Altdorf und Linthal. Die Strasse ist aktuell offen, allerdings nur mit entsprechender Winterausrüstung befahrbar.

Minusgrade und Schnee machen den Einsatz von Winterreifen zwingend, Schneeketten können in steileren Bereichen notwendig sein. Aufgrund der kurvigen Streckenführung und schattigen Passagen besteht erhöhte Glättegefahr – besonders am Morgen und Abend.

Am 24. Oktober 2025 war Toni Spitaleri, besser bekannt als „SchneeToni“ und Markenbotschafter von Polizei.news, auf dem Klausenpass und am Urnerboden unterwegs. Er dokumentierte die aktuellen Bedingungen mit eindrücklichen Aufnahmen direkt von der Passhöhe sowie aus dem umliegenden Gelände.



Klausenpass und Urnerboden: Zwischen Herbstfarben und Wintereinbruch

Am 24. Oktober 2025 zeigten sich auf dem Klausenpass und dem Urnerboden markante Unterschiede innerhalb weniger Höhenmeter. Während im Bereich des Urnerbodens auf rund 1 300 Metern noch goldene Herbstfarben dominierten, herrschten weiter oben bereits winterliche Bedingungen mit Schnee, Nebel und Glätte.

Der Urnerboden, die grösste Alp der Schweiz, liegt eingebettet zwischen dem Schächental und dem Glarnerland und gehört geografisch zur Ostseite des Klausenpasses.  Fahrzeuge sollten auf Glätte vorbereitet sein, besonders Richtung Passhöhe.

Polizei.news Markenbotschafter Toni Spitaleri alias „SchneeToni“ dokumentierte die Situation an beiden Orten fotografisch. Seine Aufnahmen zeigen den Übergang vom Spätherbst zum Winter eindrucksvoll, von buntem Laub im Tal bis zur geschlossenen Schneedecke auf der Passhöhe.







Hinweise zur Routenplanung

Die aktuelle Wetterlage in den Schweizer Alpen verlangt Flexibilität und Vorbereitung. Wer Fahrten über die Pässe plant, sei es für den Alltag, den Wochenendausflug oder die Anreise in die Ferien, sollte sich vorab über den Zustand der jeweiligen Strecke informieren. Viele Übergänge sind bereits gesperrt oder nur noch mit Winterausrüstung passierbar.

Aufgrund der Höhenlage, der stark schwankenden Temperaturen und möglicher Lawinengefahr sind Sperrungen jederzeit möglich.

In vielen Fällen helfen alternative Routen durch tiefergelegene Täler oder Tunnelsysteme dabei, sicher ans Ziel zu gelangen.

Generell gilt: Ab etwa 1 500 Metern über Meer muss mit winterlichen Fahrbedingungen gerechnet werden. Winterreifen sind unerlässlich, Schneeketten können auf einzelnen Abschnitten erforderlich sein.

Besonders wichtig ist der Blick auf offizielle Verkehrs- und Wetterdienste, da dort tagesaktuelle Informationen zuverlässig abrufbar sind.

Wichtiges auf einen Blick:

  • Aktuellen Passstatus über offizielle Quellen prüfen
  • Winterausrüstung in allen Höhenlagen ab ca. 1 500 Metern erforderlich
  • Alternative Strecken durch Tunnel oder über tiefere Täler einplanen
  • Kurzfristige Sperrungen bei Wetterumschwung möglich

Wer vorbereitet ist, erlebt jetzt echte Winteratmosphäre. Und ein Stück Bergwelt, wie sie im Oktober schöner kaum sein kann.

 

Quelle: Polizei.news-Redaktion/SchneeToni/Interessengemeinschaft Alpenpässe IAP/TCS
Bildquelle: SchneeToni/Polizei.news

Für Uri

Publireportagen

Empfehlungen

MEHR LESEN