Furttal ZH: ASTRA bewilligt Testbetrieb für Robotaxis – Trainingsphase gestartet
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Meilenstein für das Pilotprojekt „iamo“: Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat die Bewilligung zum automatisierten Fahren im Furttal erteilt.
Damit werden die Fahrzeuge erstmals selbstfahrend im Strassenverkehr eingesetzt – vorerst noch mit Sicherheitspersonen und ohne Fahrgäste an Bord. Nun wird die Automatisierungstechnologie optimal auf den späteren Betrieb vorbereitet.
Die SBB und die Kantone Zürich und Aargau sind im Projekt beteiligt, damit Innovationen im Bereich des automatisierten Fahrens mit den Bedürfnissen des öffentlichen Verkehrs und der Fahrgäste in Einklang stehen.
Die Bevölkerung wird das Angebot voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 nutzen können.
Projekt hat ASTRA-Bewilligung erhalten
In den vergangenen Wochen wurden entscheidende Vorarbeiten abgeschlossen. Projektmitarbeitende haben das Pilotgebiet im Furttal mehrfach abgefahren. Dabei wurde eine präzise digitale Karte erstellt, die als Grundlage für den selbstfahrenden Modus dient. Auch wurde die Technologie zum automatisierten Fahren auf Privatgelände sorgfältig geprüft.
Die Fahrzeuge meisterten dabei anspruchsvolle Verkehrssituationen, etwa den sicheren Umgang mit Velofahrenden, mit Fussgängerinnen und Fussgängern sowie mit unerwartet auftretenden Hindernissen auf der Fahrbahn. Das ASTRA hat diese Vorbereitungen eng begleitet und dem Projekt die Bewilligung zum automatisierten Fahren erteilt.
Nun wird trainiert und getestet
Mit der ASTRA-Bewilligung werden die Fahrzeuge erstmals selbstfahrend im regulären Strassenverkehr mit bis zu 80 km/h unterwegs sein. Vorerst sitzt noch ein Sicherheitsfahrer am Steuer, der bei Bedarf eingreifen kann. Nun beginnt eine mehrwöchige Trainingsphase. Die eingesetzte Technologie zum automatisierten Fahren von WeRide hat sich international bereits bewährt – mit über sechs Jahren Betriebserfahrung in über zehn Ländern, rund dreissig Städten und mit über vierzig Millionen gefahrenen Kilometern. Während der Trainingsphase geht es darum, diese internationale Fahrerfahrung gezielt auf die schweizspezifischen Verkehrssituationen in der Pilotregion Furttal zu übertragen. Die Trainingsfahrten finden zu unterschiedlichen Tageszeiten und bei variierendem Verkehrsaufkommen statt und werden von einer ortsansässigen Fahrschule begleitet.
Danach folgt eine längere Testphase, in deren Verlauf die Fahrzeuge erstmals ohne Sicherheitsfahrerin oder -fahrer unterwegs sein werden. Geschultes Personal übernimmt dann die Fernüberwachung der Fahrzeuge aus einer zentralen Leitstelle bei Eurobus. Der Übergang vom Betrieb mit Sicherheitsfahrerin bzw. -fahrer zum fernüberwachten Betrieb erfolgt erst nach Freigabe durch das ASTRA und auf Basis des erbrachten Nachweises, dass die Fahrzeuge sicher selbstfahrend betrieben werden können.
Ausblick: Öffentlicher Betrieb im Jahr 2026
Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase wird das neue Mobilitätsangebot der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Laut aktuellem Projektstand ist dies voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 geplant. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Pilotflotte mit automatisierten Kleinbussen ergänzt werden, wozu eine weitere Bewilligung des ASTRA eingeholt wird.
Quelle: Swiss Transit Lab, Kanton Zürich, Kanton Aargau, SBB
Bildquelle: Swiss Transit Lab