St.Gallen: Gewalt erkennen, bevor sie eskaliert – Kapo setzt auf Prävention

212 Gefährdungsüberprüfungen wurden im Jahr 2024 von der Kantonspolizei St.Gallen durchgeführt.

Sogenannte „Gefährdungsüberprüfungen“ sind Teil des Gewaltschutzes der Abteilung Bedrohungs- und Risikomanagement (BRM) der Kantonspolizei St.Gallen. Die Abteilung ist im proaktiven und präventiven Gewaltschutz tätig und verfolgt das Ziel, schwere Gewalt möglichst zu verhindern.

Im Rahmen dieser Überprüfungen werden Personen auf ihre mögliche Gewaltbereitschaft und ihr Eskalationspotential hin beurteilt. In bestimmten Fällen führt die Polizei Gespräche mit Risikopersonen, um die Situation zu deeskalieren und Betroffenen Wege aus der Gewaltspirale aufzuzeigen.

Wichtig ist: Nicht nur von Gewalt betroffene Personen, sondern auch gewaltausübende Personen können sich an Fachstellen wenden. Im Fokus steht dabei insbesondere die Beratung im Umgang mit eigenen Gefühlen wie Wut oder Verzweiflung. Ziel ist es, potenziell betroffene Personen vor schwerer Gewalt zu schützen und risikorelevante Situationen zu stabilisieren.

Das BRM ist zudem Anlaufstelle für Ämter, Behörden, Firmen und Hilfsorganisationen wie Frauenhäuser oder Beratungsstellen, wenn es um Bedrohungssituationen geht. Rund 65 % der Arbeit entfallen auf Fälle häuslicher Gewalt und Stalking.

Weitere Informationen: fokus-kaposg.ch/proaktiver-gewaltschutz
Hilfsangebote für Betroffene: kaposg.link/m/hilfsangebote

 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Kantonspolizei St.Gallen

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