Grand-St-Bernard VS: Galerie, Brücken, Kreisel – umfangreiche A21-Arbeiten fertig
Polizei.news Redaktion +Instagram-CH Autobahn Polizeinews Regionen Schweiz Tunnel Verkehr & Katastrophen Verkehrsmeldungen Wallis
Als Eigentümerin der Route du Grand-Saint-Bernard (A21) hat das Bundesamt für Strassen (ASTRA) dieses Jahr umfangreiche Arbeiten durchgeführt, um mehrere Bauwerke zu erneuern sowie Sicherheit und Verkehrsfluss zu verbessern.
Hier ein Rückblick auf die Arbeiten 2025.
Seit 2020 ist das ASTRA Eigentümerin der Strassenachse zwischen Martigny und dem Eingang des Tunnels Grand-Saint-Bernard. Entsprechend hat das Amt bereits zahlreiche Projekte umgesetzt und jedes Jahr mehrere Millionen Franken investiert. In den vergangenen Monaten wurden drei zentrale Baustellen realisiert:
Umgestaltung der Verzweigung in Sembrancher zu einem provisorischen Kreisel
Die Abzweigung ins Val de Bagnes galt als komplexer Knotenpunkt und war besonders zu Spitzenzeiten regelmässig überlastet. Nach einer umfassenden Analyse entschied das ASTRA, den Knoten versuchsweise in einen Kreisel umzubauen, um Sicherheit und Verkehrsfluss zu verbessern. Die Arbeiten dauerten von Ende September bis Ende Oktober. Das Provisorium wird mindestens ein Jahr lang getestet. Bei positiven Ergebnissen folgt die Planung für einen definitiven Kreisel.
Sanierung der Galerie des Toules nach der Lawine im April
Im Frühjahr beschädigte eine Lawine einen Abschnitt der Galerie des Toules zwischen Bourg-Saint-Pierre und dem Tunnel Grand-Saint-Bernard. Sofort wurden Sicherungsmassnahmen umgesetzt, um die Strasse nach nur einer Woche wieder zu öffnen. Parallel begann die Planung für die vollständige Reparatur des betroffenen Teils, um den Lawinenschutz vor dem Winter wieder auf das erforderliche Niveau zu bringen. Die Arbeiten starteten im August und wurden in der vergangenen Woche abgeschlossen. Ein Grossteil der Arbeiten erfolgte einspurig mit Lichtsignalanlage, ergänzt durch einige notwendige nächtliche Sperrungen.
Sanierung von drei Kunstbauten bei Liddes
Das ASTRA hat rund dreissig sanierungsbedürftige Kunstbauten identifiziert, deren Erneuerung etappenweise bis 2030 erfolgt. 2025 wurden die ersten drei Bauwerke saniert: die Brücke Palasuit über den gleichnamigen Bach sowie der Tornafou-Passagenbereich mit Brücke und Stützmauer. Ziel war die vollständige Erneuerung und Anpassung an heutige Normen. Die Arbeiten begannen Mitte März und enden nun Mitte Dezember, womit der Verkehr wieder uneingeschränkt fliessen kann.
Laufende Unterhaltsarbeiten
Zusätzlich zu diesen grossen Projekten wurden wie jedes Jahr reguläre Unterhaltsarbeiten durchgeführt. 2025 investierte das ASTRA insgesamt 3,2 Millionen Franken in den Abschnitt des Grand-Saint-Bernard, davon 2,5 Millionen für die Erneuerung von Brücken und Über-/Unterführungen.
Weitere Informationen: www.a21-route-gsbernard.ch
Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
Bildquelle: Bundesamt für Strassen ASTRA