Chamoson VS: Lawine reisst drei Skitourengänger mit – Schweizer (42) stirbt
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Am Donnerstag, 15. Januar 2026, hat sich im Gebiet der Pointe de Chemo auf dem Gemeindegebiet von Chamoson eine Lawine gelöst.
Eine Person kam ums Leben, zwei weitere wurden verletzt.
Gegen 12.15 Uhr befand sich eine Gruppe von vier Skitourengängern im Gebiet der Pointe de Chemo auf dem Gemeindegebiet von Chamoson. Während der Abfahrt über die Ostflanke, auf einer Höhe von rund 2’500 Metern, löste sich eine Lawine und riss drei von ihnen mit.
Nach der Alarmierung durch den vierten Tourengänger konnten die Rettungskräfte der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO), unterstützt von zwei Helikoptern von Air-Glaciers sowie einer Maschine von Air Zermatt, zwei verschüttete Personen lokalisieren und bergen.
Ein 42-jähriger Mann verstarb trotz der geleisteten ersten Hilfe noch am Unfallort. Ein 41-jähriger Mann wurde verletzt und mit dem Helikopter ins Inselspital Bern geflogen. Eine 53-jährige Frau, die sich ausserhalb der Schneemasse befand, wurde ebenfalls verletzt und per Helikopter ins Spital Sitten transportiert. Alle drei Personen sind Schweizer Staatsangehörige.
Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.
Tragischer Jahresbeginn – Aufruf zur Vorsicht
Die Gefahr ist anhaltend und wird sich lokal an diesem Wochenende weiter erhöhen. Die Gefahrenstufe 3 (orange) stellt die kritischste Situation für Tourengänger und Freerider dar: 65 % der tödlichen Lawinenunfälle ereignen sich bei dieser Stufe.
Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF weist darauf hin, dass die Lawinensituation im Wallis an diesem Wochenende kritisch ist. In der vergangenen Woche wurden zahlreiche, oft grosse Lawinen durch Skitourengänger oder Freerider ausgelöst, teils mit tragischen Folgen. Der Aufbau der Schneedecke weist persistente Schwachschichten auf, welche eine gute Verbindung mit den grossen Neuschneemengen vom vergangenen Wochenende verhindern.
Seit Jahresbeginn standen die Rettungsdienste bereits 20-mal im Zusammenhang mit Lawinenereignissen im Einsatz.
Quelle: Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis