Schweizer Armee: Drohnenabwehr bei KFOR – Armee stärkt Verteidigungsfähigkeit
Polizei.news Redaktion Beitrag
Der Einsatz moderner Drohnenabwehrsysteme im Rahmen des Engagements der Schweizer Armee zugunsten der KFOR zeigt, wie internationale Friedensförderung und nationaler Fähigkeitsaufbau ineinandergreifen.
Mit der SWISSCOY leistet die Armee nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Stabilität im Einsatzraum, sondern gewinnt zugleich wertvolle Erkenntnisse für die gezielte Stärkung ihrer Verteidigungsfähigkeit im Bereich der Bedrohungen aus der Luft.
Die Schweizer Armee leistet im Rahmen ihres Engagements mit der SWISSCOY in der multinationalen und NATO-geführten Kosovo Force (KFOR) einen bedeutenden Beitrag zu einem sicheren und stabilen Umfeld auf dem Balkan und damit einer Region im geografischen Umfeld der Schweiz. Zugleich nutzt sie die Möglichkeit ihm Rahmen dieser multinationalen Mission zur Weiterentwicklung ihrer eigenen Fähigkeiten. Mit dem Einsatz eines Schutzsystems zur Abwehr von Mini-Drohnen zeigt die Armee, wie moderne Technologien in einem internationalen Umfeld wirksam zum Schutz von Truppen und Infrastruktur eingesetzt werden können. Diese Systeme gewinnen angesichts der zunehmenden Verbreitung unbemannter Luftfahrzeuge immer mehr an Bedeutung, da sie eine reale Bedrohung für die Truppe darstellen.
Systematische Nutzung des Return on Investment
Ein zentraler Aspekt besteht darin, dass die im Einsatz gewonnenen Erkenntnisse direkt in die nationale Weiterentwicklung fliessen. Der Einsatz in der KFOR ist ein wertvoller Erfahrungsraum, in dem Technologien unter realen Bedingungen eingesetzt werden können. Dieser Return on Investment ermöglicht es der Schweizer Armee, aus praktischer Anwendung gewonnene Erkenntnisse systematisch in die nationale Ausbildungs-, Beschaffungs- und Fähigkeitsplanung einfliessen zu lassen. Dadurch wird der Mehrwert des internationalen Einsatzes für die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Schweiz nachhaltig gesichert.
Im internationalen Einsatzumfeld können Systeme genutzt werden, deren Einsatz im Inland aufgrund nationaler gesetzlicher Rahmenbedingungen nur eingeschränkt möglich wären. Gerade bei sensiblen Technologien wie Drohnenabwehrsystemen eröffnet die militärische Friedensförderung die Chance, diese unter realen und dynamischen Bedingungen im operationalen Einsatz zu betreiben und Erfahrungen zu gewinnen, die andernfalls im Inland nicht oder nur begrenzt möglich wären.
Vernetzte Zusammenarbeit und Interoperabilität
Eine wesentliche Rolle beim systematischen Umgang mit diesen Erkenntnissen spielt die enge Zusammenarbeit des Kompetenzzentrum SWISSINT mit dem Einsatzkontingent der SWISSCOY und dem Kompetenzzentrum Drohnen und Robotik Verteidigung (DRV). Hier wird der Austausch zwischen Einsatz und Entwicklung sowie der nationalen Beschaffung sichergestellt. Dieser enge Dialog garantiert, dass Erfahrungen aus dem Einsatz gezielt ausgewertet, dokumentiert und in die nationale Projektarbeit eingebettet werden, was einen direkten Beitrag zur Weiterentwicklung technologischer und taktischer Fähigkeiten leistet. Auch die Zusammenarbeit zwischen der SWISSCOY und den internationalen Partnern innerhalb der KFOR spielt in diesem Bereich eine wichtige Rolle und funktioniert professionell und zuverlässig. Das Schweizer Einsatzkontingent ist als kompetenter und verlässlicher Partner anerkannt – ein Umstand, der nicht nur das Ansehen der Armee stärkt, sondern auch die Interoperabilität mit anderen Nationen fördert. Multinationale Übungen und die gemeinsame Auftragserfüllung, wie sie im Rahmen der KFOR regelmässig stattfinden, tragen dazu bei, dass Erfahrungen und bewährte Verfahren zwischen den Partnern geteilt werden, was wiederum die Leistungsfähigkeit aller Beteiligten erhöht.
Ausbau nationaler Fähigkeiten
Parallel zur Nutzung dieser operativen Erfahrungen treibt die Schweizer Armee den Aufbau umfassender Fähigkeiten zur Abwehr von Drohnen auch im nationalen Kontext voran.
Insgesamt zeigt dieses Engagement, wie die Schweizer Armee ihre Fähigkeiten zur Abwehr von Bedrohungen aus dem bodennahen Luftraum kontinuierlich weiterentwickelt und wie der Einsatz in internationalen Missionen wie der KFOR einen Beitrag zur eigenen Fähigkeitsentwicklung leistet. Gleichzeitig bleibt das oberste Ziel unverändert: die Sicherstellung und Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Schweizer Armee.
Quelle: Schweizer Armee/Text: Stefanie Waltenspül, Kommunikation SWISSINT
Bildquelle: © SWISSINT