Schweiz

Zürich ZH: Britischer Unfallfahrer flieht mit Begleiterin – Festnahme am Flughafen-Gate

Am Sonntagnachmittag, 9. November 2025, kam es im Kreis 6 zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen, bei der drei Personen leicht verletzt wurden. Der Unfallfahrer und seine Begleitung verliessen den Unfallort, ohne sich um die Verletzten zu kümmern, und versuchten wenig später das Land über den Flughafen Zürich-Kloten zu verlassen. Die beiden wurden vor dem Abflug noch am Gate festgenommen.

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Olten SO: Einbruch mit Auto als Rammbock – Bijouterie-Inhaber verletzt

An der Baslerstrasse in Olten haben Unbekannte in der Nacht auf Dienstag, 11. November 2025, mit einem Auto als Rammbock einen Einbruch in eine Bijouterie verübt. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung mit dem Geschäftsinhaber, welcher dabei verletzt wurde.

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Zürich-Flughafen ZH: 128 Kilo Haschisch in Frachtsendung aus den USA entdeckt

Bei der Kontrolle einer Frachtsendung aus den USA am Flughafen Zürich haben Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) 128 Kilogramm Haschisch sichergestellt. Die Absuche von insgesamt 144 verdächtigen Kartons mit einem Betäubungsmittelspürhund verlief positiv. Bei genauerer Betrachtung entdeckten die BAZG-Mitarbeitenden die Drogen verteilt in 30 Kartons.

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Dagmersellen LU: Töff prallt mit E-Bike zusammen – zwei Personen verletzt

Am Montagnachmittag (10. November 2025, nach 16:45 Uhr) kam es auf der Sagenfeldstrasse in Dagmersellen zu einer Kollision zwischen einem Motorradfahrer und einem E-Bikefahrer. Beide wurden verletzt. Der E-Bikefahrer wurde mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen.

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Emmen LU: Autofahrer erfasst Fussgängerin in Emmenbrücke – Frau ins Spital gebracht

Am Dienstagmorgen (11. November 2025, ca. 07:15 Uhr) wurde auf der Neuenkirchstrasse im Ortsteil Emmenbrücke eine Fussgängerin von einem Auto erfasst und verletzt. Der Rettungsdienst 144 brachte die Frau ins Spital.

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Küssnacht SZ: Pfannen auf Herd lösen Feuerwehreinsatz aus – Gebäude evakuiert

Am Montagabend, 10. November 2025, gegen 17.15 Uhr, erhielt die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung, wonach es aus einer Wohnung in der Mülihalden in Küssnacht am Rigi stark rauchen würde. Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte evakuierten das Gebäude und stellten in einer Wohnung Rauch fest.

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Kirchberg SG: Einbrecher entwenden Schmuck im Wert von mehreren Tausend Franken

Am Montag (10.11.2025), zwischen 14:15 Uhr und 18:15 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Neudorfstrasse eingebrochen. Sie verschaffte sich durch eine Terrassentür gewaltsam Zutritt ins Innere der Wohnung.

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Biel/Bienne BE: Feuerwehr und Ambulanz trainieren spektakuläre Höhenrettung

Bei einem speziellen Ausbildungstag trainierte die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Biel gemeinsam mit der Ambulanz Biel (ARB AG) verschiedene Szenarien in schwierigem Gelände. Das Ziel: Personen auch in unwegsamem Gelände sicher und effizient retten – mit perfekter Abstimmung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.

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Chur GR: E-Scooterfahrer bei Kollision mit Motorrad verletzt – Spitaleinlieferung

In Chur ist es auf der Salvatorenstrasse zu einer Kollision zwischen einem E-Scooterfahrer und einem Motorradfahrer gekommen. Der E-Scooterfahrer wurde dabei verletzt.

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Wetter am Dienstag, 11.11.2025: Sonne nach Nebel, milde Luft durch Südwestströmung

Ein Zwischenhoch hat die Luftmasse im Alpenraum abgetrocknet, einzig die Grundschicht im Flachland ist weiterhin angefeuchtet. Ein Tief bei Schottland steuert eine Störung über Westeuropa, deren Ausläufer in der Nacht auf Dienstag auch die Alpennordseite streifen. In der Folge liegt die Schweiz am Rande eines Hochs mit Kern über Ost- und Südeuropa. Mit einer südwestlichen Strömung wird besonders in mittleren Höhenlagen sehr milde Luft zu uns geführt.

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Würenlos AG: Velofahrer bei Kollision mit Auto schwer verletzt – in kritischem Zustand

Am Montagmorgen kam es in Würenlos zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Fahrrad. Der 28-jährige Velofahrer wurde schwer verletzt und in kritischem Zustand ins Spital gebracht. Die genauen Umstände der Kollision sind derzeit noch unklar.

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Baar ZG: Lkw bleibt unter Brücke stecken – Velofahrer von herabfallenden Teilen verletzt

Aufgrund einer nicht berücksichtigten Fahrzeughöhenbegrenzung ist ein Sattelmotorfahrzeug unter einer Eisenbahnbrücke stecken geblieben. Durch herabfallende Fahrzeugteile wurde ein Velofahrer verletzt.

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Weinfelden TG: Slowenischer Raser flüchtet vor Polizei – fahrunfähig gestoppt & festgenommen

Am Sonntagnachmittag wurde in Weinfelden ein fahrunfähiger Autofahrer nach mehrfachen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz aus dem Verkehr gezogen. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Bellinzona TI: Frau mit über 300 Gramm Drogen festgenommen – Verdacht auf Handel

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 6. November 2025 im Rahmen einer Ermittlung in Zusammenarbeit mit dem Drogendienst der Stadtpolizei Bellinzona eine 33-jährige Schweizerin verhaftet wurde. Die Frau mit Wohnsitz in der Region Bellinzona steht im Verdacht, in den lokalen Drogenhandel – insbesondere mit Kokain und Heroin – involviert zu sein.

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Bellinzona TI: Polizei und Personalverbände beraten Verbesserungen im Arbeitsalltag

In Bellinzona fand am 10. November 2025 das halbjährliche Treffen zwischen der Leitung der Kantonspolizei Tessin und den Vertreterinnen und Vertretern der Personalverbände statt. Das Treffen verlief in einem von Dialog geprägten Klima und diente der Weiterführung eines seit Jahren etablierten Austauschs über zentrale Anliegen des Polizeikorps.

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Stadt Basel BS: Herbstmesse bleibt friedlich – weniger Vorfälle und vermisste Kinder

Die Kantonspolizei Basel-Stadt verzeichnete auch in diesem Jahr einen insgesamt friedlichen Verlauf der Herbstmesse. Die Einsatzkräfte waren sowohl in Uniform als auch in Zivil auf dem Messegelände präsent. Es mussten nur vereinzelt Streitigkeiten geschlichtet werden.

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Appenzell AI: Fussgänger auf Zebrastreifen angefahren – Polizei sucht Lenker und Zeugen

Auf einem Fussgängerstreifen wurde am 23. Oktober 2025 ein Fussgänger angefahren – die Polizei sucht Zeugen. Am Donnerstag, 23. Oktober 2025 kurz nach 12.00 Uhr ging ein 39-jähriger Mann über den Fussgängerstreifen beim Hirschbergkreisel in Appenzell.

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Altdorf UR: Puppentheater "tiramisü" begeistert 400 Kinder mit Verkehrserzählungen

Verkehrserziehung kann auch spannend, unterhaltsam und vielseitig sein. Das zeigt das Puppentheater «tiramisü», das in diesem Jahr an zwei Tagen aufgeführt wurde. Das Ensemble bietet den Urner Kindergartenkindern eine besondere Form der Verkehrserziehung und ergänzt damit das bestehende Angebot der Kantonspolizei Uri.

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Buchrain LU: Stau auf A14 nach Auffahrunfall mit vier Fahrzeugen und Verletzten

Am Montagmorgen (10. November 2025, kurz vor 07:00 Uhr) ist es auf der Autobahn A14 in Fahrtrichtung Süden nach der Einfahrt Buchrain zu einem Auffahrunfall gekommen. Insgesamt waren drei Lieferwagen und ein Auto involviert.

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Würenlos AG: Albaner flüchten vor Polizei – Crash nach Verfolgungsjagd auf A1

Die Kantonspolizei Zürich hat am Montagmorgen (10.11.2025) in Würenlos nach einer Verfolgungsfahrt, mit Unterstützung der Kantonspolizei Aargau, zwei Personen festgenommen. Diese hatten versucht, sich einer Kontrolle durch Flucht zu entziehen und dabei einen Selbstunfall verursacht.

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Gefahren an Kreuzungen und Bushaltestellen – Prävention für Kinder im Strassenverkehr

Täglich sind in der Schweiz tausende Kinder auf ihrem Schulweg unterwegs – zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem Bus. Gerade Kreuzungen und Bushaltestellen gehören dabei zu den gefährlichsten Orten. Hier treffen verschiedene Verkehrsteilnehmer aufeinander, und das Geschehen ist oft unübersichtlich. Kinder sind besonders gefährdet, weil sie Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht sicher einschätzen können. Der folgende Beitrag zeigt, wie Eltern, Lehrpersonen und Polizei auf dem Schulweg unterstützen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.