Schweiz

Kanton Zug: Kanton setzt bei ÖV-Studie 2040 auf Ausbau des Bussystems statt Metro

An drei Workshops haben sich Behörden, Parteien, Transportunternehmen und Interessenverbände Gedanken über den öffentlichen Verkehr im Jahr 2040 gemacht. Dies im Hinblick auf die Auswirkungen der Eröffnung des Zimmerbergbasistunnels II auf den Kanton Zug. Die vorliegenden Ergebnisse bevorzugen den Ausbau des Bussystems. Die SBB planen im Rahmen des Ausbauschritts 2035 den Bau des Zimmerberg-Basistunnels II, der von der Litti in Baar direkt in den Zürcher Hauptbahnhof führt. Dies wird zu mehr Zugverbindungen auf der Achse Rotkreuz–Cham–Zug–Baar–Zürich führen und die Reisezeit zwischen den Zuger Bahnhöfen und Zürich verkürzen. Um die Chancen dieses Projekts für den öffentlichen Verkehr im Kanton Zug zu analysieren, wird die ÖV-Studie 2040 erstellt. Ziel ist es, vorausschauend die Grundlage für eine optimale ÖV-Infrastruktur und das entsprechende Angebotskonzept festzulegen. Als Vorgabe dient der kantonale Richtplan. Weiter liegen auch verschiedene Motionen und Interpellationen des Kantonsrats zur Zukunft des öffentlichen Verkehrs im Kanton Zug vor.

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Allschwil BL: Deckbelagseinbau – vom 1. bis 3. November ist die Oberwilerstrasse gesperrt

In Allschwil wird am Wochenende vom 1. bis 3. November 2025 an der Oberwilerstrasse der neue Deckbelag eingebaut. Während der Arbeiten ist der Abschnitt ab der Gemeindegrenze Allschwil / Oberwil bis und mit Kreuzung Herrenweg für den gesamten Verkehr gesperrt. Eine Umleitung ist signalisiert.

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Appenzell Innerrhoden: "AmiGo" bringt selbstfahrende Postautos in die Ostschweiz

PostAuto startet ein zukunftsweisendes Angebot mit automatisierten Fahrzeugen auf Abruf: Erste Testfahrten starten bereits diesen Dezember, bis 2027 sollen bis zu 25 Autos im Einsatz sein. „AmiGo“ wird von den Bundesämtern für Verkehr (BAV) und Strassen (ASTRA), den Kantonen St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau, dem Touring-Club Schweiz (TCS) sowie weiteren Partnern unterstützt. Technologiepartnerin ist Apollo Go, die in Asien heute bereits mehrere tausend automatisierte Fahrzeuge betreibt. Mit „AmiGo“ wird PostAuto zur Vorreiterin für eine neue Ära im öffentlichen Verkehr: Das Angebot ergänzt künftig das heutige Angebot dort, wo Gebiete mit dem klassischen Linienverkehr nicht optimal erschlossen sind – zum Beispiel in ländlichen und weniger gut erschlossenen Regionen oder zu Randzeiten. Ziel ist es, ein reguläres Mobilitätsangebot mit automatisierten Fahrzeugen im Einsatzgebiet aufzubauen und sukzessive weiterzuentwickeln. Bereits im Dezember werden die ersten Fahrzeuge Testfahrten durchführen – zum Start noch ohne Kunden und mit Sicherheitsfahrern an Bord.

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Waldstatt AR: Bauarbeiten für neue Fussgängerübergänge starten im November

Beim Schulhaus Waldstatt werden zwei Fussgängerübergänge saniert. Die Querung der Urnäscherstrasse beim Bahnübergang Böhl und der südliche Übergang über die Schulstrasse werden umgebaut. Die Bauarbeiten starten bei gutem Wetter noch im November. Der Fussgängerübergang Böhl wird um neun Meter in Richtung Dorf verschoben. Die neue Lage des Übergangs ermöglicht den Bau einer Mittelinsel. Die beiden Fahrspuren können somit separat überquert werden. Der Fussgängerstreifen wird wieder markiert. Dadurch wird die Sicherheit für die Fussgängerinnen und Fussgänger beim Queren der Kantonsstrasse deutlich verbessert.

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Kapo Zug: Polizeihündin Unah gewinnt Prüfung mit Auszeichnung "sehr gut"

Beeindruckende Teamleistung der Zuger Polizei: Zusammen mit ihrer Hundeführerin hat die Polizeihündin "Unah vom hohen First" an der Polizeihundeprüfung ihr ganzes Können gezeigt und 264 von 300 möglichen Punkten erreicht. Mit dieser starken Leistung sicherten sich die beiden den Tagessieg und die Auszeichnung "sehr gut".

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Appenzell AI: Kantonspolizei ruft zu Wachsamkeit auf – so sichern Sie Ihr Zuhause

Schützen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus vor Einbruch! Gewisse Verhaltensweisen und organisatorische Massnahmen senken das Risiko eines Einbruchs bereits beträchtlich. Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden ruft die Bevölkerung auf, einfache Sicherheitsvorkehrungen konsequent umzusetzen:

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Schweiz: Polizei erinnert an Zeitumstellung – eine Stunde länger schlafen

In der kommenden Nacht steht wieder die Zeitumstellung an. Um 03:00 Uhr werden die Uhren eine Stunde zurück auf 02:00 Uhr gestellt. Das bedeutet: eine Stunde länger schlafen – zumindest für die meisten.

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Wetter am Sonntag, 25.10.2025: Polarluft bringt Regen, Schnee und frischen Nordwestwind

Die Schweiz befindet sich am Wochenende im Einflussbereich einer Tiefdruckzone über Nordeuropa. Eine kräftige Westströmung führt heute feuchte Luft zur Alpennordseite und zu den Alpen. Am Sonntag dreht di6 Strömung im Tagesverlauf auf Nordwest und es fliesst mässig feuchte und instabil geschichtete Polarluft zur Schweiz. Am Montag intensiviert sich die nordwestliche Höhenströmung und ein darin eingelagertes Randtief verstärkt die Feuchtezufuhr, so dass sich am Alpennordhang eine markante Staulage einstellt. Die Alpensüdseite ist im Schutz des Alpenbogens stets wetterbegünstigt.

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La Chaux-de-Fonds NE: Auto prallt in Felswand und überschlägt sich – drei Verletzte

Am Samstag, 25. Oktober 2025, gegen 11.05 Uhr, fuhr ein 27-jähriger Mann aus dem Kanton Waadt mit seinem Auto auf der Autobahn N20 in Richtung La Chaux-de-Fonds. Kurz vor dem Eingang zu den Seyon-Schluchten prallte er gegen die Felswand auf der linken Seite der Fahrbahn.

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Brittnau AG: Betrunkener Lieferwagenfahrer zerstört Bushaltestelle und flüchtet

Ein Lieferwagenfahrer kam ausserorts von der Strasse ab und prallte gegen das Häuschen einer Bushaltestelle. Ohne sich um den grossen Schaden zu kümmern, machte sich der Unbekannte aus dem Staub. Die Kantonspolizei fand ihn später betrunken vor.

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Rothrist SO: Motorradlenker (17) stürzt auf Autobahn und wird von Lastwagen erfasst

Ein Motorradlenker zog sich schwere Verletzungen zu und wurde mittels Ambulanz in ein Spital transportiert. Am Samstag, 25. Oktober 2025, kurz vor 7.55 Uhr, befuhr ein 17-jähriger Motorradlenker die Zufahrt Rothrist zur Autobahn A1, Fahrtrichtung Bern.

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Schüpfheim LU: Neue Kantonsstrasse durch Lammschlucht ein halbes Jahr früher eröffnet

Die Hauptarbeiten für den ersten Abschnitt des Ausbaus der Kantonsstrasse durch die Lammschlucht konnten ein halbes Jahr früher als geplant abgeschlossen werden. Die neue, sichere Verbindung zwischen Schüpfheim und Sörenberg wurde am 25. Oktober 2025 eröffnet. Nach rund drei Jahren Bauzeit sind der Ausbau und die Sanierung des ersten Abschnitts der Kantonsstrasse K 36 durch die Lammschlucht im Entlebuch abgeschlossen. Der Kanton Luzern erreicht damit einen wichtigen Meilenstein zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zum Schutz vor Naturgefahren. Dank mehrerer Vollsperrungen und effizienter Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte die Eröffnung rund ein halbes Jahr früher als geplant erfolgen.

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Kestenholz SO: Auffahrunfall auf der A1 – eine Person verletzt, Stau Richtung Bern

Auf der Autobahn A1 bei Kestenholz, Fahrtrichtung Bern, hat sich am Freitag, 24. Oktober 2025, ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen ereignet. Dabei wurde mindestens eine Person leicht verletzt.

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Roveredo GR: Zusammenstoss zwischen Velo und Lieferwagen – Mann verletzt

Gegen 13.40 Uhr beabsichtigte ein 61-jähriger Lieferwagenlenker in Roveredo bei einer Verzweigung nach links abzubiegen. Zur selben Zeit fuhr ein 40-jähriger Fahrradfahrer von rechts kommend in die Verzweigung ein.

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Liestal BL: Ehemaliges Firmengebäude in Flammen – Polizei vermutet Brandstiftung

Am Samstagmorgen, 25. Oktober 2025, um ca. 08.00 Uhr, kam es in einem leerstehenden Gebäude an der Oristalstrasse in Liestal BL zu einem Brandausbruch. Personen wurden dabei keine verletzt. Der Brand führte zu einer starken Rauchentwicklung.

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St.Gallen SG: Polizei zieht sechs alkoholisierte Autofahrer aus dem Verkehr

Zwischen Freitagabend und Samstagmorgen (25.10.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen insgesamt sechs fahrunfähige oder alkoholisierte Fahrzeulenker angehalten. Den sechs Männern wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen, gesperrt oder er war bereits aberkannt. Sie werden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht.

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Oberägeri ZG: 33-Jähriger bei Überholmanöver in Bach gestürzt – schwer verletzt

Am Freitagabend sind auf der Sattelstrasse in Morgarten zwei Autos beim Überholen kollidiert. Ein Fahrzeuglenker wurde dabei erheblich verletzt und mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Am Freitagabend (24. Oktober 2025), um ca. 19.55 Uhr, fuhren drei Autos hintereinander von Sattel SZ herkommend auf der Sattelstrasse in Morgarten Richtung Oberägeri.

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Stein AG: Schwerer Crash zwischen BMW und MG – Auto kracht in Gebäude

Bei einer Einmündung in Stein stiessen in der Nacht zwei Autos heftig zusammen. Ein Beteiligter wurde schwer verletzt ins Spital gebracht. Zudem entstand grosser Sachschaden. Der Unfall ereignete sich am Samstag, 25. Oktober 2025, um 2.15 Uhr auf der Schaffhauserstrasse in Stein.

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Grenchen SO: Betrunkene Autofahrerin prallt in Kandelaber – Führerausweis weg

Bei der Verzweigung Niklaus Wengistrasse/Archstrasse in Grenchen kam es am Freitagnachmittag, 24. Oktober 2025, zu einem Selbstunfall mit einem Auto. Die Fahrzeuglenkerin dürfte das Auto in einem mutmasslich nicht fahrfähigen Zustand gelenkt haben.

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Glarus GL: E-Roller-Fahrerin bei Kreuzungskollision mittelschwer verletzt

Am Freitag, 24. Oktober 2025, ca. 17.30 Uhr, wollte eine 42-jährige Fahrzeuglenkerin mit ihrem Personenwagen von der Gerichtshausstrasse in Glarus die Kreuzung zur Burgstrasse überqueren und auf der Gerichtshausstrasse weiter Richtung Hauptstrasse fahren. Dabei übersah sie einen von links auf der Burgstrasse nahenden Elektroroller und konnte eine Kollision nicht mehr vermeiden.

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Weinfelden TG: 30-Jähriger fährt betrunken durch die Stadt – Führerausweis weg

Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Samstag in Weinfelden einen alkoholisierten Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Eine Patrouille der Regionalpolizei der Kantonspolizei Thurgau kontrollierte kurz nach 3 Uhr an der Tellstrasse einen Autofahrer, der zuvor durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen war.

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Bottenwil AG: Bewaffneter Überfall auf Senior (86) scheitert – Polizei startet Grossfahndung

Vor dem Haus eines Seniors erschienen am Freitagnachmittag plötzlich zwei Vermummte und bedrohten ihn mit Pistolen. Ohne Beute flüchteten sie kurz danach und blieben trotz Fahndung verschwunden. Die Polizei sucht Augenzeugen.

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Klingnau AG: Auslaufende Kartusche verursacht Gasalarm – Gebäude evakuiert

Aufgrund starken Gasgeruchs musste heute Abend ein Industriegebäude an der Parkstrasse in Klingnau evakuiert werden. Nach Abklärung durch die Feuerwehr Döttingen-Klingnau-Koblenz konnte rund 45 Minuten später Entwarnung gegeben werden. Quelle des Gasgeruchs war offenbar eine ausgelaufene Grillgas-Kartusche im Keller.

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Schweiz: TCS warnt vor Herbstgefahren – Reflektoren können Leben retten

Es ist Herbst und die Tage werden kürzer und es wird früh dunkel. Die Zeitumstellung verschärft dieses Phänomen zusätzlich. Bei Dunkelheit steigt das Unfallrisiko auf dem Velo, dem E-Trottinett oder zu Fuss stark an. Laut Suva ist es dreimal höher als tagsüber, bei Regen oder Schnee sogar bis zu zehnmal höher. Einfache Massnahmen, wie reflektierende Kleidung oder geeignete Beleuchtung, erhöhen die Sichtbarkeit erheblich und können Unfälle vermeiden. Anlässlich des 19. Tags des Lichts am 6. November erinnert der TCS mit seiner Kampagne MADE VISIBLE an bewährte Massnahmen für mehr Sicherheit im Strassenverkehr.

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Schweizer Armee: Verwundete Kinder aus Gaza evakuiert – erste Gruppe landet in der Schweiz

Im Rahmen einer humanitären Operation evakuiert die Schweiz eine erste Gruppe von sieben verletzten Kindern aus dem Gazastreifen in die Schweiz. Diese Kinder und ihre Begleitpersonen werden von sieben verschiedenen Kantonen aufgenommen und in den dortigen Universitäts- und Kantonsspitälern medizinisch behandelt. Sie durchlaufen ein Asylverfahren in der Schweiz.

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Schweizer Alpenpässe: Übersicht, Sperrungen und Hinweise zur aktuellen Lage

In den höheren Lagen der Schweizer Alpen hat der Winter am 24. Oktober 2025 deutlich Einzug gehalten. Schnee, Minusgrade und vereiste Strassen bestimmen das Bild ab etwa 1 500 Metern Höhe. Zahlreiche Alpenpässe sind bereits gesperrt, andere nur noch mit Winterausrüstung befahrbar. Die Lage kann sich schnell ändern. Wetterbedingte Sperrungen können kurzfristig erfolgen. Einen authentischen Eindruck von der Situation vor Ort lieferte Toni Spitaleri, bekannt als „SchneeToni“ und Markenbotschafter von Polizei.news. Innerhalb einer zweistündigen Beobachtungszeit dokumentierte er die Bedingungen auf dem Klausenpass und am Urnerboden. Seine Fotos zeigen sowohl verschneite Passstrassen und winterliche Hochlagen als auch spätherbstliche Farben im Tal – ein Kontrast, der die Übergangsphase anschaulich macht.

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Wetter am Samstag, 25.10.2025: Zwischen Föhnfenstern und stürmischen Westwinden

Ein Randtief, in einer lebhaften Westströmung eingebettet, führt am Wochenende wieder feuchtere Luft zum Alpenraum. Nach vorübergehender, leichter Erwärmung am Samstag dreht die Strömung am Sonntag auf Nordwest, wobei wieder feuchtkalte Polarluft zur Schweiz fliesst und sich am Alpennordhang staut. Die Alpensüdseite ist im Schutz des Alpenbogens stets wetterbegünstigt.

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Buchs ZH: Lastwagen kracht in sieben Autos – hoher Schaden, ein Verletzter

Am Freitagnachmittag (24.10.2025) ist in Buchs ein Lastwagen mit mehreren Autos kollidiert, wobei grosser Sachschaden entstand. Ein Autofahrer wurde leicht verletzt.

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Ebikon LU: Crash auf A14 Richtung Zug – Auto prallt nach Tunnel gegen Mittelleitplanke

Am Freitagnachmittag (24. Oktober 2025, kurz vor 14:55 Uhr) war ein Autofahrer auf dem linken Fahrstreifen der Autobahn A14 von Luzern in Richtung Zug unterwegs. Nach dem Tunnel Rathausen prallte er aus noch ungeklärten Gründen gegen das Heck des vorausfahrenden Fahrzeugs.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.