Schweiz

Engelburg SG: Einbruch in Einfamilienhaus – Schmuck im Wert von Tausenden gestohlen

Am Mittwoch (01.10.2025), kurz vor 17:45 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft an der Höhenstrasse in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Sie verschaffte sich über ein Fenster gewaltsam Zutritt zum Haus, durchsuchte verschiedene Räume und stahl Schmuck im Wert von mehreren tausend Franken. ...

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Gotthard TI: Behinderung auf A2 – rechter Fahrstreifen gesperrt wegen Pannenfahrzeug

Gotthard TI: Auf der A2 in Richtung Gotthard kommt es zwischen dem Pardorea‑Tunnel und dem Piottino‑Tunnel zu Verkehrsbehinderungen. Zwischen Pardorea‑Tunnel und Piottino‑Tunnel ist der rechte Fahrstreifen gesperrt aufgrund eines Pannenfahrzeuges. Der Verkehr wird einspurig geführt. Betroffen ist die...

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Wetter am Donnerstag, 02.10.2025: Sonnig, teils Nebel am Morgen, kühl mit Bise und Bodenfrost

Die Schweiz kommt heute Mittwoch am südwestlichen Rand eines Hochs mit Kern bei Finnland zu liegen und es stellt sich eine Bisenströmung ein. Dabei fliesst bis Donnerstag zunehmend trockene und recht kühle Luft zur Alpennordseite. Am Freitag dreht im Vorfeld eines Tiefs der Wind über der Schweiz auf West und es gelangt wieder feuchtere Luft zur Alpennordseite.

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Zürich ZH: Stadtpolizei zeigt September-Einsätze im Fotodump

Die Stadtpolizei Zürich präsentiert einen Rückblick auf ihre September-Einsätze in Bildern. Unter dem Titel "Fotodump September" wurden Impressionen aus verschiedenen Anlässen geteilt.

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St. Gallen SG: Polizei warnt – sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz beginnt oft subtil

Sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz beginnt oft subtil – ein "Witz", ein Blick, eine unerwünschte Berührung. Doch nichts davon ist harmlos.

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Kollbrunn ZH: Polizei-Hündin Kaya rettet unterernährten Igel – Einsatz für Stachelritter

Stachelige Rettungsaktion: Gestern Abend fand unsere Diensthündin Kaya einen kleinen, hilflosen Igel – viel zu klein und zu schwach für diese Jahreszeit. Dank Kayas Spürnase und der schnellen Hilfe ihrer Diensthundeführerin konnte der Kleine die Nacht gut überstehen und wurde heute Morgen der Igelstation übergeben.

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Wil SG: Schwerverletzter bei Auffahrunfall mit drei Autos auf der A1 Richtung Zürich

Am Mittwoch (01.10.2025), kurz vor 8 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 zu einem Auffahrunfall und einer Folgekollision zwischen drei Autos gekommen. Ein 46-jähriger Mann wurde eher schwer verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Schweiz: So leicht schlagen Einbrecher zu – Beispiel zeigt typischen Einschleichdiebstahl

Einbrecher schlagen nicht nur in der Nacht zu. Oft nutzen sie alltägliche Routinen und kleine Unachtsamkeiten, um schnell und unbemerkt zuzuschlagen. Anhand eines Beispiels zeigen wir Ihnen, wie ein Einschleichdiebstahl ablaufen kann – und im zweiten Teil, was die Polizei unternimmt.

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Schweiz: Betrugs-SMS im Namen der Migros lockt mit Cumulus-Punkten auf Fake-Website

Eine SMS im Namen der Migros verspricht exklusive Vorteile mit angeblich bald verfallenden Prämienpunkten. Wer dem Link folgt, wird jedoch auf eine betrügerische Webseite weitergeleitet.

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Crissier VD: Sicherheitstag mit Polizei, Feuerwehr, Sanität und Rega – Live-Demos

Erleben Sie die Welt der Rettungs- und Sicherheitsberufe am Samstag, 4. Oktober, in Crissier. Die Veranstaltung wird von der Polizei de l'Ouest lausannois mit Unterstützung der Gemeinde Crissier organisiert.

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Uster ZH: Kooperation geplant – Stadtpolizei soll Grundversorgung in Seegräben sichern

Die Stadt Uster und die Gemeinde Seegräben wollen beim Thema Sicherheit näher zusammenrücken. Ein Anschlussvertrag für kommunalpolizeiliche Aufgaben skizziert die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit. Sobald die nötigen gemeinderechtlichen Genehmigungen vorliegen, würde sich die Stadtpolizei Uster künftig für die polizeiliche Grundversorgung in der Gemeinde Seegräben verantwortlich zeigen.

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Aarau AG: Mann (23) stirbt nach Frontalkollision – Auto schleudert auf Bahngeleise

Am frühen Dienstagabend geriet ein 23-jähriger PW-Lenker auf der Entfelderstrasse mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dabei seitlich-frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Der 23-Jährige verstarb kurze Zeit später im Spital. Es kam zu Einschränkungen im Strassen- sowie im Bahnverkehr. Die Staatsanwaltschaft hat eine entsprechende Untersuchung eingeleitet.

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St. Gallen SG: 587 Fälle von Geldwäscherei im Jahr 2024 – Zunahme um 35 Prozent

#ZahlderWoche Im 2024 wurden im Kanton St.Gallen 587 Geldwäscherei-Delikte verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt dies eine Steigerung von 35 %.

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Steckborn TG: Atemschutzträger brillieren beim Halbtag – Einsatzübung mit Kirchturm-Marsch

Super Leistung beim Atemschutz Halbtag!  ​Gestern Samstag war es wieder soweit, wie schon vor 2 Wochen zeigten die Atemschutzträger der Feuerwehren Mammern, Berlingen, Wäldi-Raperswilen, Homburg, Salenstein und Steckborn, was in ihnen steckt!

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Wettingen AG: Solothurner Polizeihunde brillieren am Diensthundebiathlon mit Topzeiten

Wir starten den neuen Monat so erfolgreich, wie wir den September abgeschlossen haben – mit Bestleistungen am Diensthundebiathlon in Wettingen. In unter einer Stunde schafften Pax (Slide 2) und Cheyla (Slide 3) den 10 Kilometer langen Kurs und auch Hailey (Slide 1) erreichte mit 01:02 eine phänomenale Zeit!

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Münchwilen TG: Velofahrerin (42) stirbt bei Kollision mit Lastwagen – Polizei sucht Zeugen

Bei einem Zusammenstoss mit einem Lastwagen wurde am Dienstagabend in Münchwilen eine Frau tödlich verletzt. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Solothurn SO: Polizei begeistert bei HESO 2025 – Publikumsliebling war Diensthund "Nuni"

Zwar ist die Heso 2025 schon wieder Geschichte, aber sie schrieb auch schöne Geschichten. Wir danken euch allen für die Begegnungen auf Augenhöhe, die guten Gespräche, euer Interesse am Polizeiberuf und natürlich eure Begeisterung für unseren Polizeihund Nounours aka "Nuni".

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Genf GE: Grossübung CEVA25 im Léman-Express-Tunnel – Zugverkehr unterbrochen

Die Sicherheitsübung CEVA25 findet vom Dienstag, 14. Oktober ab 18 Uhr bis Mittwoch, 15. Oktober 2025 ca. 3 Uhr auf der Bahnlinie zwischen Genève-Champel und der französischen Grenze statt. Ziel ist es, die Rettungsprozesse innerhalb und ausserhalb der Tunnel zu testen.

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Neuenburg NE: Drei Unfälle am Fest – Trottinettfahrer schwer verletzt

Der körperliche Zustand der Fahrzeuglenkenden war die Ursache von zwei Unfällen rund um das Weinfest in Neuenburg – glücklicherweise ohne Verletzte. Bei einem dritten Unfall wurde jedoch ein Trottinettfahrer schwer verletzt.

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Speicherschwendi & Walzenhausen AR: Unfälle durch fahrunfähige Lenker – Ausweise weg

In Speicherschwendi und in Walzenhausen haben sich am Dienstag, 30. September 2025, je ein Verkehrsunfall ereignet. Wegen Fahrunfähigkeit wurden in beiden Fällen den Fahrzeugführenden die Führerausweise abgenommen. Personen wurden keine verletzt.

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Schweiz: TCS warnt vor gefährlichen Kindersitzen – akute Verletzungsgefahr

Im Rahmen des Kindersitztests des Touring Club Schweiz sind die Modelle Chipolino Olympus i-Size und Reecle 360 durchgefallen. Obwohl diese Modelle zwar die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und somit in Europa verkauft werden dürfen, haben die vom TCS durchgeführten Crashtests jedoch eine grosse Gefahr aufgezeigt. TCS-Tests sind anspruchsvoller als die Zulassungsnormen. Bei den Tests wurde festgestellt, dass sich die Sitzschalen von der Basisstation lösen können, wenn Kinder rückwärtsgerichtet angeschnallt sind. In einem solchen Fall werden Sitz und Kind durch den Fahrzeuginnenraum geschleudert, was ein hohes Verletzungsrisiko für das Kind mit sich bringt.

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Crissier VD: Zwei Raser mit 137 und 123 km/h geblitzt – einer ohne Führerausweis

Am Freitag, 26. September 2025, wurden in Crissier zwei Fahrzeuge mit massiver Geschwindigkeitsüberschreitung kontrolliert. Einer wurde am Boulevard de l’Arc-en-Ciel, der andere an der Rue du Timonet gemessen. Die Geschwindigkeiten betrugen 137 km/h respektive 123 km/h. Einer der Lenker wurde dem Strafgericht angezeigt.

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Basel BS: Polizei lädt zum Insta-Live-Chat am Dienstag ein

Nächste Woche ist es wieder soweit: Unser Live-Chat auf Instagram steht an! An jedem ersten Dienstag im Monat nehmen wir uns Zeit für eure Fragen – direkt, offen und live. Ob zum Polizeialltag, zur Ausbildung oder zu unseren verschiedenen Aufgaben: fragt uns, was euch interessiert.

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Basel BS: Polizei stoppt 8 Fans mit Pyros vor Europa-League-Spiel

In der vergangenen Nacht kontrollierte die Kantonspolizei Basel-Stadt acht Personen, die bereits für das Europa-League-Fussballspiel am Donnerstag angereist waren. In deren Gepäck wurden verbotene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Es handelt sich dabei um einen Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz, der zur Anzeige gebracht wird.

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Wetter am Mittwoch, 01.10.2025: Lokale Schauer im Osten, sonst sonnig mit Bise

Die Schweiz liegt zu Beginn der Woche zwischen einem Hoch über dem Atlantik und einer Tiefdruckzone über Südosteuropa. Die mässige Höhenströmung dreht von Nord allmählich auf Nordwest und führt am Dienstag etwas feuchtere und instabil geschichtete Luft zu den zentralen und östlichen Landesteilen. Auf Mittwoch gelangt unser Land an den südwestlichen Rand eines Hochs mit Kern bei Finnland in eine Bisenströmung.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.