Schweiz

Schwanden GL: Auffahrunfall auf Hauptstrasse – 72-Jähriger rammt stehendes Auto

Am Mittwoch, 20. August 2025, ca. 14.15 Uhr, ereignete sich in Schwanden ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge. Eine 65-jährige Lenkerin war mit ihrem Personenwagen auf der Hauptstrasse in Fahrtrichtung Linthal unterwegs und beabsichtigte in die Farbstrasse einzubiegen.

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Vierwaldstättersee LU: Sperrzone nach Flugzeugabsturz – Wrack in 100 m Tiefe

Am Montag (28. Juli 2025) sank ein Kleinflugzeug nach einer mutmasslich notfallmässigen Wasserlandung (>>Polizei.news berichtete<<). Für die Vorbereitungsarbeiten zur Bergung hat die Polizei eine Sperrzone errichtet. Die Durchfahrt ist für alle Wasserfahrzeuge verboten. Die Sperrzone gilt auch unter Wasser.

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Pfungen ZH: Polizei hebt Velo-Diebesbande aus – 18 E-Bikes sichergestellt

Mitte August sind beim Schulhaus Breiteacker in Pfungen zwei E-Bikes von einer zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten Täterschaft entwendet worden. Die polizeilichen Ermittlungen haben zur Verhaftung von drei tatverdächtigen Personen und zur Sicherstellung von insgesamt 18 zuvor entwendeten E-Bikes geführt.

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Corcelles NE: Familiendrama Algerier (52) – tötet Ehefrau und Kinder (3,10) mit Messer

Am Dienstagabend, 19. August 2025, gegen 21.15 Uhr wurde die Neuenburger Polizei durch eine besorgte Kontaktperson über eine Familie an der Avenue de Soguel in Corcelles informiert. Vor Ort traf die Patrouille auf eine verschlossene Tür ohne Anzeichen von Präsenz im Innern.

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Kriens LU: Frau flüchtet nach Unfall auf A2 – Lenkerin verletzt, Polizei sucht Zeugen

Am Dienstagnachmittag (19.08.2025, kurz vor 15:45 Uhr) kam es bei der Autobahneinfahrt Kriens in Fahrtrichtung Norden zu einer Auffahrkollision. Eine Lenkerin wurde verletzt, der Unfallverursacher fuhr davon.

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Wetter am Mittwoch, 20.08.2025: Gewitter, Regen und nur kurze sonnige Phasen

Das am Dienstag noch wetterbestimmende Hoch über der Nordsee zieht sich in Richtung Nordatlantik zurück. In der Folge nähert sich von der Biskaya her ein Tief, das feuchtlabile und somit gewitteranfällige Luft zu den Alpen steuert. Am Mittwoch liegt das Tief über Frankreich und führt mit einer südwestlichen Strömung eine aktive Störung über die Schweiz. Im Verlauf des Donnerstags verlagert es sich von Frankreich über die Westalpen nach Norditalien.

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Zürich ZH: "Darf man den Pannenstreifen auf der Autobahn befahren?"– Die Polizei klärt auf.

Kantonspolizei Zürich: Darf man auf der Autobahn die durchgezogene Linie zum Pannenstreifen überfahren und diesen zum Fahren nutzen? Eine spannende und wichtige Frage, die vermutlich nicht jeder Autofahrer korrekt beantworten würde. Die ausführliche Antwort gibt es im Video der Kantonspolizei Zürich.

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Gotthard-Basistunnel: Unterhalt im August 2025 bringt Fahrplanänderungen

Zwischen dem 14. und 19. August ist das zweite lange Unterhaltszeitfenster im Gotthard-Basistunnel für das Jahr 2025 geplant, welches zu einigen Änderungen im Fahrplan der Züge führt. Im Unterschied zum Unterhaltsfenster im Januar wird es keine Umleitungen des Bahnverkehrs über die Panoramastrecke geben.

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Koblenz AG: Asbestsanierung an Rheinbrücke verzögert sich – Bahnersatz bis Dezember

Die Asbestsanierung an der Rheinbrücke Koblenz gestaltet sich weiterhin komplexer als erwartet. Das Ausmass der Asbestbelastung erfordert den Einsatz einer zusätzlichen Spezialfirma. Der Bahnersatzverkehr bleibt bis 13. Dezember 2025 bestehen. Ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 sollen die Züge wieder gemäss Fahrplan verkehren.

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Uri: WOV-Eröffnung mit Fest und Volksanlass – ab 26. August für Verkehr offen

Am 26. August 2025 ist es so weit: Ab dem frühen Morgen rollt der Verkehr über die neue West-Ost-Verbindungsstrasse (WOV). Beim Kreisel Schächen und beim Knoten Adlergarten gilt ab gleichem Zeitpunkt eine neue Verkehrsführung. Zuvor hat die Bevölkerung am Samstag, 23. August 2025, Gelegenheit, die Neubaustrecke zu Fuss oder mit dem Velo zu erkunden.

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Rapperswil-Jona SG: 68-Jähriger bei Auffahrunfall mit Motorrad verletzt

Am Dienstag (19.08.2025), kurz nach 7 Uhr, ist es auf der Rütistrasse zu einem Auffahrunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Ein 68-jähriger Mann wurde dabei unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Olten SO: E-Trotti-Lenker bei Kollision mit Auto mittelschwer verletzt

Im Bereich der Kreuzung Martin-Disteli-Strasse und Aarauerstrasse in Olten ist es am Montagnachmittag, 18. August 2025, zu einer Kollision zwischen einem E-Trottinett und einem Auto gekommen. Dabei wurde der E-Trotti-Lenker mittelschwer verletzt.

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Sissach BL: 98-Jähriger kracht über Auto in Schaufenster eines Verkaufsgeschäfts

Am Montag, 18. August 2025, kurz vor 18.00 Uhr, kam es an der Gelterkinderstrasse in Sissach zu einem Selbstunfall. Ein Fahrzeuglenker fuhr dabei über die Motorhaube eines parkierten Personenwagens und anschliessend in die Fensterfront eines Verkaufsgeschäfts. Verletzt wurde niemand.

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Neuchâtel NE: Kanton startet neue Umfrage zur Sicherheit und Polizeiarbeit

Nach einer ersten Ausgabe im Jahr 2019 startet der Kanton Neuchâtel erneut eine Umfrage bei der Bevölkerung. Ab Montag, 18. August 2025, erhalten 14'000 Einwohnerinnen und Einwohner ein Schreiben mit der Einladung, ihre Wahrnehmung zur Sicherheit und zur Qualität der Polizeiarbeit im Kanton mitzuteilen.

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Altdorf UR: Jugendliche bewerfen Hausfassaden mit Eiern – Polizei sucht Zeugen

Im Zeitraum zwischen dem 8. August 2025 und dem 17. August 2025 wurden diverse Hausfassaden an der Bresteneggstrasse, der Schächenwaldstrasse, der Zwyergasse und an der Schachengasse durch Eier verunstaltet. Gemäss ersten Erkenntnissen, resultierend aus einem wichtigen Zeugenhinweis, soll es sich bei den Verursachern um Jugendliche handeln, welche die Eier jeweils zuvor mutmasslich bei einem nahe gelegenen Verkaufsstand entwendet haben.

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Deitingen SO: Kollision auf A1 – Polizei sucht Zeugen zum Unfallhergang

Auf der Autobahn A1 bei Deitingen kam es am Montagmittag, 18. August 2025, zu einer Kollision zwischen zwei Autos. Aufgrund unterschiedlicher Aussagen bezüglich des Unfallhergangs sucht die Kantonspolizei Solothurn Zeugen.

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Emmen LU: Polizeihund stellt Portugiesen (18) nach Einbruch in Restaurant und Kiosk

Am Freitagmorgen (15. August 2025, kurz vor 05.00 Uhr) brach ein 18-jähriger Portugiese zusammen mit einem unbekannten Komplizen in ein Restaurant und einen Kiosk an der Seetalstrasse in Emmen ein. Die Täter suchten nach Bargeld und Wertgegenständen, flüchteten jedoch ohne Beute vor der Polizei.

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Hemishofen SH: 54-Jähriger prallt mit Auto in Tunnelportal – schwer verletzt

Am frühen Dienstagmorgen (19.08.2025) hat sich in Hemishofen ein Alleinunfall mit einem Auto ereignet. Dabei wurde der Autofahrer schwer verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.