Die Kantonspolizei Thurgau hat am Samstag während einer Schwerpunktkontrolle in Basadingen einen Raser aus dem Verkehr gezogen.
Zudem wurden mehrere Personen wegen teils massiven Übertretungen angezeigt.
Der Kantonspolizei Bern wurde am Samstag, 13. September 2025, kurz vor 12.00 Uhr, ein Arbeitsunfall an der Kirchenfeldstrasse in Lyss gemeldet.
Nach bisherigen Erkenntnissen stürzte ein Arbeiter bei Aushubarbeiten in einem Garten aus noch ungeklärten Gründen in eine Lehmgrube und wurde in der Folge verschüttet.
Am Samstagnachmittag ist ein Bauernhaus in Fahrni in Brand geraten.
Das Gebäude wurde erheblich beschädigt und ist derzeit unbewohnbar. Verletzt wurde niemand. Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe sind im Gang.
Zum tödlichen Sportunfall vom 12. September 2025 in Lodrino gab die Kantonspolizei bekannt, dass das Opfer offiziell identifiziert wurde.
Es handelt sich um eine 32-jährige britische Staatsbürgerin mit Wohnsitz in Grossbritannien.
An der Tannwaldstrasse in Olten ist in der Nacht auf Sonntag, 14. September 2025, eine Baracke durch einen Brand komplett zerstört worden.
Die Brandursache wird untersucht. Die Polizei sucht Zeugen.
Das Departement Bau und Volkswirtschaft revidiert die kantonalen Gefahrenkarten Rutschung, Sturz, Schneegleiten und Lawine.
Im Pilotprojekt des Amts für Raum und Wald werden in einem ersten Schritt zunächst die Gefahrenkarten der Gemeinde Teufen überarbeitet. Zur Gefahrenbeurteilung führen die beauftragten Geologen Feldbegehungen durch.
Am Montag, 15. September 2025, beginnen die Erneuerungsarbeiten an der Giebenacherstrasse in Augst.
Um die Sicherheit auf der wichtigen Verkehrsachse zu erhöhen, werden verkehrsberuhigende Massnahmen ergriffen und bauliche Mängel behoben. Auch gestalterische und funktionale Aufwertungen entlang der Strasse sind vorgesehen. Aufgrund der engen Platzverhältnisse muss die Strasse teilweise für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Eine Umleitung wird signalisiert. Die gesamten Arbeiten dauern bis Herbst 2026.
Der Blaulichttag hat sich auch 2025 als Publikumsmagnet bestätigt.
Rund 3’500 Interessierte besuchten am Samstag, 13. September den Barfüsserplatz, um sich aus erster Hand über die vielseitige Arbeit der Polizei, Feuerwehr, Sanität und des Zivilschutzes zu informieren. Actionreiche Demonstrationen und bewährte Attraktionen sorgten für ein abwechslungsreiches Programm.
Am Samstag stürzten in Steckborn zwei Männer mit ihren Velos und verletzten sich mittelschwer.
Sie mussten durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Montag, 15. September 2025 erfolgt der Baustart für die Bushaltestelle Wissmüli in Einsiedeln.
Mit dem Neubau wird die Bushaltestelle Wissmüli an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Die Bushaltekante in Fahrtrichtung Biberbrugg wird behindertengerecht ausgebaut, um einen niveaugleichen Einstieg in den Bus zu ermöglichen.
Die Fuss- und Radwegunterführung im Brüggli in Zug aus dem Jahre 1973 wird umgebaut.
Baustart ist am 15. September 2025. Mit dem Umbau werden die Treppenabgänge durch Rampen ersetzt. Somit werden der Komfort und die Sicherheit für den Velo- und Fussverkehr erhöht. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis März 2027.
In der Nacht von Freitag auf Samstag (13.09.2025) ist eine unbekannte Täterschaft in einen Baucontainer an der Quaistrase eingebrochen.
Es wurde mehrere Baumaschinen und Diesel in unbekanntem Wert gestohlen.
Am Samstag (13.09.2025), kurz vor 12:10 Uhr, ist es auf der Arneggerstrasse einer seitlichen Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen.
Zwei Männer im Alter von 25 und 38 Jahren wurden verletzt. Es entstand Sachschaden von mehreren 10’000 Franken.
Am Samstagabend, 13. September 2025, kurz nach 17.45 Uhr, kam es auf der Unteren Hinteregg in Sissach BL zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen.
Der Motorradfahrer verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Polizei sucht Zeugen.
Die Schweiz befindet sich im Einflussbereich einer ausgedehnten Tiefdruckzone über Nordwesteuropa im Bereich von mässigen westlichen bis südwestlichen Höhenwinden. In der Nacht auf Sonntag überquert eine Kaltfront die Schweiz von West nach Ost. Dahinter dehnt sich am Sonntag ein schwaches Zwischenhoch zu den Alpen aus, gefolgt von einer Warmfront.
Am Montag gelangt mit einer Südwestströmung warme und trockene Luft zur Schweiz, am Abend sorgt die Annäherung einer Kaltfront für eine erneute Anfeuchtung.
Eventwochenende für die Sanität: Nebst dem Knabenschiessen, wo man auf langjährige Erfahrung und bewährte Konzepte zurückgreift und wiederum mit einem Sanitätsposten sowie zu den intensiven Stunden mit Wachverstärkungen arbeitet, war die Sanität heute auch am Blaulichttag Zumikon und dem Frühgeborenenfest vertreten.
Die ideale Gelegenheit, um mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen.
Neueröffnung des Polizeipostens Bonstetten.
Am Samstag, 20. September 2025, lädt die Gemeinde Bonstetten gemeinsam mit der Kantonspolizei Zürich zum Tag der offenen Tür ins neue Mehrzweckgebäude Heumoos ein.
Ob Mitternacht oder früher Morgen – die Kantonspolizei Schwyz ist jederzeit für die Bevölkerung da.
Wenn andere schlafen, beginnt für viele Polizistinnen und Polizisten erst der Dienst.
Am 12.09.2025 absolvierte die Feuerwehr Stadt Luzern eine Ausbildung im Bereich Drohneneinsatz.
Zum Einsatz kamen dabei sowohl die bewährte Matrice 30T als auch die neue Matrice 4TD.
Gestern führte die Kantonspolizei Freiburg gezielte Verkehrskontrollen durch.
Mehrere Autofahrer waren trotz Fahruntüchtigkeit unterwegs und wurden den zuständigen Behörden angezeigt.
Am späteren Donnerstagnachmittag (11.09.2025) hat sich in Neuhausen am Rheinfall eine Kollision zwischen zwei Autos ereignet.
Personen wurden dabei keine verletzt. An den beiden Unfallautos entstand Sachschaden in der Höhe von jeweils mehreren tausend Franken.
Ein Niederländer verursachte in der Schöllenen einen heftigen Auffahrunfall.
Ein Motorradlenker mit Zürcher Kontrollschildern fuhr am Samstag, 13. September 2025, kurz vor 12.30 Uhr, durch die Schöllenen von Andermatt in Richtung Göschenen.
Auf der Furkastrasse verlor eine Lenkerin beim Überholen die Kontrolle über ihren Sportwagen.
Das Auto stürzte ins Flussbett der Reuss – beide Insassinnen wurden verletzt und von der Rega ins Spital geflogen.
Ein junger Töfffahrer verlor am späten Freitagabend auf der Route d'Aproz die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Der 17-jährige Portugiese stürzte in einer Rechtskurve und verstarb trotz rascher Hilfe noch an der Unfallstelle.
Am Freitagabend kontrollierte die Kantonspolizei im Raum Freiburg gezielt die Fahrfähigkeit – 22 Anzeigen, 16 Führerausweisentzüge.
Die Kontrollen richteten sich besonders gegen Fahrten unter Drogen- und Alkoholeinfluss.
Am Freitagabend führte die Kantonspolizei St.Gallen zusammen mit dem Strassenverkehrsamt technische Fahrzeugkontrollen durch.
Ein Auto wurde wegen fehlender Katalysatoren stillgelegt, drei Männer werden angezeigt.
Am Samstagvormittag kam es im Klöntal zu einem Selbstunfall mit einem Quat.
Der Fahrer wurde unter dem Fahrzeug eingeklemmt und mittels Rega ins Spital Chur geflogen.
Drei Jugendliche unternahmen am frühen Samstagmorgen mit einem gestohlenen Fahrzeug eine Spritztour.
Bei einer Flucht vor der Polizei verursachten sie grossen Schaden. Alle drei wurden angehalten.
Am Freitag ist es auf der Samnaunerstrasse zu einem Verkehrsunfall mit einem Motorrad gekommen.
Der 62-jährige Töfffahrer wurde bei dem Sturz verletzt und ins Spital Scuol gebracht.
Am Samstag, 13. September 2025, kurz nach 00:15 Uhr, kam es im jurassischen Les Emibois zu einem spektakulären Verkehrsunfall.
Ein Auto kam in einer Kurve von der Fahrbahn ab, erfasste einen jungen Mann auf einer Bank und prallte anschliessend gegen eine Fontaine und einen Metallpfosten.
In der Nacht auf Samstag (13.09.2025), kurz nach 01:15 Uhr, entzog sich ein Autofahrer im Eggfluetunnel auf der A18 einer Polizeikontrolle und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit.
In Zwingen wurde das Fluchtfahrzeug verlassen aufgefunden. Die Polizei nahm den Lenker und seine Beifahrerin fest.
Am Freitagabend (12.09.2025), um 19:40 Uhr, kam es bei einer Lernfahrt in St. Gallen zu einem Selbstunfall mit Totalschaden.
Die 26-jährige Lenkerin fuhr gegen einen Baum – die Begleitperson konnte nicht mehr eingreifen.
Am Freitag (12.09.2025), um 12:30 Uhr, hat ein 85-jähriger Autofahrer an der Müller-Friedberg-Strasse zwei Inselschutzpfosten überfahren.
Obwohl die Pfosten unter dem Fahrzeug eingeklemmt waren, fuhr der Mann weiter – er wird angezeigt.
Zwischen Freitagnachmittag und Samstagmorgen (13.09.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen elf Verkehrsteilnehmende gestoppt, die fahrunfähig oder alkoholisiert unterwegs waren.
Sieben Personen mussten den Führerausweis abgeben – in einem Fall kam es zu einem Unfall.
Am Freitagabend (12.9.2025) ist in Meilen bei einem Verkehrsunfall mit einem Auto der Lenker eines elektrischen Dreirads schwer verletzt worden.
Die Feuerwehr musste den Mann aus dem Fahrzeug befreien – die Unfallursache wird untersucht.
Bei der Autobahnausfahrt Solothurn-West in Fahrtrichtung Zürich ist am Freitagnachmittag, 12. September 2025, ein Lastwagen bei einem Selbstunfall auf die Seite gekippt.
Der 50-jährige Lastwagenchauffeur wurde dabei schwer verletzt.
Auf der A2 in Fahrtrichtung Gotthard staut sich der Verkehr am Samstagmittag zwischen Wassen und Göschenen auf zwei Kilometern.
Grund ist eine temporäre Überlastung – der Zeitverlust beträgt bis zu 20 Minuten.
Ein Autofahrer verursachte am frühen Samstagmorgen in Roggwil infolge eines Sekundenschlafes einen Selbstunfall.
Es entstand Sachschaden. Ein Atemlufttest ergab 0.16 mg/l Alkohol.
Am Freitag (12.09.2025), kurz vor 18:45 Uhr, ist es auf der St.Gallerstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen.
Eine 17-jährige Frau wurde dabei unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden.
Am Freitag (12.09.2025), um 17:30 Uhr, hat sich auf der Löwengartenstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem Scooter und einem Auto ereignet.
Der 5-jährige Fahrer des E-Scooters wurde leicht verletzt.
Am Freitag (12.09.2025), um 08:35 Uhr, hat sich auf der Gasterstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem E-Bike und einem Auto ereignet.
Der 63-jährige Fahrer des E-Bikes wurde dabei eher schwer verletzt. Die Rega flog ihn ins Spital.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.