Anfangs Juli 2025 konnte die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in Herisau einen Mann festnehmen.
Der Nigerianer fiel Polizisten bereits zuvor anlässlich Personenkontrollen auf. Es stellte sich heraus, dass der Mann Drogen in seinem Körper versteckt hatte.
In den vergangenen 28 Jahren war das Kantonsgericht aus 24 Richterinnen und Richter zusammengesetzt.
In dieser Zeit haben Anzahl und Komplexität der Gerichtsfälle deutlich zugenommen. Die Anzahl der Kantonsrichterinnen und Kantonsrichter soll um fünf erhöht werden: Vorgesehen sind drei vollamtliche Stellen (100 Prozent) und zwei hauptamtliche Stellen (je 50 Prozent). Der Regierungsrat hat die Botschaft zur Änderung des Kantonsratsbeschlusses zuhanden des Kantonsrats verabschiedet.
Auf der A1 zwischen Wankdorf und Schönbühl sowie zwischen Schönbühl und Kirchberg wird der Deckbelag ersetzt.
Für diese Arbeiten werden im August 2025 jeweils nachts einzelne Spuren gesperrt. Der Verkehr kann jedoch jederzeit auf der Autobahn bleiben.
Die Baudirektion investiert in die Sicherheit und den Unterhalt des Urner Strassennetzes.
Deshalb wird von Montag, 4. August, bis Freitag, 3. Oktober 2025, auf der K2 Gotthardstrasse in Gurtnellen "Güetli" auf beiden Strassenseiten auf einer Länge von 700 Metern der Belag ersetzt.
Am Montagnachmittag, 28. Juli 2025, wurde um 15:48 Uhr in Rheinfelden AG ein Erdbeben mit einer Magnitude von 3.1 registriert.
Das Schweizerische Erdbebendienst (SED) meldet, dass das Beben in einer Tiefe von 7 Kilometern lag. Es wurde von zahlreichen Personen im Raum Nordwestschweiz verspürt, insbesondere im Gebiet rund um Basel, Sissach und Laufenburg. Schäden sind derzeit keine bekannt.
Ab dem 13. August 2025 können gesammelte Pilze in Chur kostenlos kontrolliert werden.
Die Pilzkontrolle findet jeweils am Mittwoch und Sonntag am Kornplatz 10 statt. Die Stadt warnt vor der Verwendung von Plastiksäcken.
Starke Regenfälle führten am Montagmittag zu mehreren Feuerwehreinsätzen in Pfäffikon ZH.
Die Feuerwehr war den ganzen Tag im Einsatz, um überschwemmte Strassen zu sichern und Wasser umzuleiten.
Grillsaison mit Risiko: Polizei und Feuerwehr mahnen zur Vorsicht beim BBQ
Jeden Sommer kommt es zu Bränden, weil Grillgeräte nicht korrekt verwendet werden. Die Kantonspolizei Thurgau ruft deshalb gemeinsam mit der Feuerwehr Müllheim-Pfyn und Herdern zu besonderer Vorsicht auf.
Vom Mittwoch, 13. bis Samstag, 16. August 2025, finden im Mythen Center Schwyz die Blaulichttage statt – mit dabei ist auch die Kantonspolizei Schwyz.
Unter dem Motto "Erlebe die Helden des Alltags" präsentieren Polizei, Feuerwehr und Sanität ihre vielfältigen Aufgaben und geben Einblick in ihren Einsatzalltag.
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Tessin melden die Festnahme eines 51-jährigen albanischen Staatsbürgers mit Wohnsitz in Deutschland sowie einer 35-jährigen italienischen Staatsbürgerin aus dem Raum Lugano.
Beide Personen stehen im Verdacht, in eine bedeutende Drogenhandelsaktivität involviert zu sein, die vorwiegend das Gebiet Sottoceneri betrifft.
Jeden zweiten Sonntag blickt die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden in der Rubrik "Polizeialltag FRÜHER" zurück.
Interessierte werden eingeladen, als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen einen Blick auf den Polizeialltag von damals zu werfen.
Einsatz Nr. 78 am 28. Juli 2025 für die Feuerwehr Thalwil/Oberrieden: Wasser in Werkstatt-Grube in Tiefgarage.
Mit einem Wassersauger wurde das angesammelte Wasser erfolgreich entfernt.
Am Freitag, 1. August 2025, bleibt der Schalter der Kantonspolizei Zürich den ganzen Tag geschlossen.
Auch das Telefon wird nicht bedient. In Notfällen ist die Polizei über die Notrufnummer 117 rund um die Uhr erreichbar.
Der Alpenraum liegt in einer umfangreichen Tiefdruckzone, die sich vom Nordmeer bis nach Südosteuropa erstreckt. Mit nördlichen Höhenwinden wird feuchte und kühle Luft zur Alpennordseite transportiert. Am Alpennordhang hat sich eine Nordstaulage eingestellt, die bis Dienstagmorgen anhält. Die Alpensüdseite ist dagegen durch Nordwind wetterbegünstigt. Am Dienstag und an den Folgetagen bleibt die Nordwestströmung weitgehend bestehen.
Sie führt eher kühle und abwechselnd feuchtere und trockenere Luft heran, so dass besonders der Alpennordhang und der Osten der Schweiz häufiger belastet sind, während der Westen und Süden der Schweiz wetterbegünstigt sind.
Ein 59-jähriger Mann ist am Montagmorgen bei einem Arbeitsunfall in einer Firma in Châtel-St-Denis ums Leben gekommen.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Unfallhergang zu klären.
Im letzten Jahr hat der Sozialdienst der Armee (SDA) insgesamt 713'000 Franken an Angehörige der Armee, des Zivilschutzes und des Rotkreuzdienstes sowie an Militärpatientinnen und Militärpatienten und Hinterbliebene ausbezahlt.
Die Ausgaben des Sozialdienstes der Armee sind damit im Jahr 2024 gestiegen. Der Gesamtbetrag der Unterstützungsgelder lag mit 713'000 Franken um 130'000 Franken über demjenigen des Vorjahres. Der SDA steht Angehörigen der Armee, des Zivilschutzes und des Rotkreuzdienstes mit seinen Beratungsangeboten grundsätzlich im zeitlichen Umfeld ihrer Dienstleistungen zur Seite – ein Angebot, das auch 2024 auf ein gestiegenes Interesse stiess.
Ein Berggänger ist am Samstag am Salaruelkopf GR rund 2'200 m ü. M. schwer verunfallt.
Der 54-jährige Deutsche stürzte beim Abstieg einen steilen Abhang hinunter. Er wurde schwer verletzt ins Kantonsspital Chur geflogen.
Am Montagmorgen kam es auf dem Vierwaldstättersee zu einer Notwasserung eines Kleinflugzeugs. Das Flugzeug versank im See.
Die beiden Insassen, ein 78-jähriger Österreicher und eine 55-jährige Schweizerin, wurden geborgen. Die Frau wurde verletzt ins Spital gebracht.
Ein Autofahrer verlor am Samstagabend auf der Sedelstrasse in Luzern die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Das Auto überschlug sich zweimal, nachdem es die Leitplanke touchiert hatte. Verletzt wurde niemand.
Ein Fahrradfahrer wurde am Samstagabend im Kreuzstutzkreisel in Luzern bei einem Verkehrsunfall verletzt.
Ein unbekannter Autofahrer fuhr nach der Kollision weiter. Der Velofahrer war alkoholisiert. Die Polizei sucht Zeugen.
Ein Blitzschlag hat am Sonntagabend in Mosen bei Hitzkirch einen Brand in einem Einfamilienhaus ausgelöst.
Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar.
In der Nacht auf Montag kam es in Emmenbrücke zu einem Selbstunfall, bei dem ein Auto auf die Seite kippte.
Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beträgt rund 11'500 Franken.
Zwischen März und Juni 2025 wurden mehrere Sachbeschädigungen an Schulgebäuden in Bulle begangen.
Die getätigten Ermittlungen führten zur Identifizierung der mutmasslichen Täter. Sie werden beim Jugendstrafgericht angezeigt.
Am Sonntagabend, 27. Juli 2025, wurde in Däniken in eine Autogarage eingebrochen. Dabei entwendeten unbekannte Täter zwei Fahrzeuge.
Kurz darauf wurde mit einem der gestohlenen Fahrzeuge in Obergösgen ein Selbstunfall verursacht, wobei die unbekannte Täterschaft vor dem Eintreffen der Polizei flüchtete. Das zweite Fahrzeug wurde in Olten durch eine Patrouille der Kantonspolizei Solothurn festgestellt und schliesslich ein mutmasslicher Täter angehalten.
In einem Gebäudebereich eines Biotechnologieunternehmens in Rotkreuz sind rund 5’000 Liter Wasser ausgelaufen.
Der Zwischenfall vom Sonntagnachmittag (27. Juli 2025) führte zum Einsatz von Chemiewehr und Feuerwehr. Eine Gesundheitsgefahr bestand jedoch nicht.
Aktuell kommt es auf der A2 in Fahrtrichtung Norden zwischen Quinto und Airolo zu einem erheblichen Rückstau.
Gemäss TCS beträgt die Staulänge vor dem Südportal des Gotthardtunnels rund 6 Kilometer. Die geschätzte Wartezeit beläuft sich auf bis zu einer Stunde.
Der Gotthard-Strassentunnel ist aktuell in beiden Richtungen nicht befahrbar.
Grund dafür ist ein Pannenfahrzeug, das sich im Tunnel befindet. Die A2 ist im Bereich des Gotthards sowohl in Fahrtrichtung Süden (Chiasso) als auch Norden (Luzern) gesperrt.
Am Montag, 28. Juli 2025, gegen 6.45 Uhr, verunfallte eine 17-jährige Töfffahrerin auf dem Weg nach La Chaux-de-Fonds.
Die Jugendliche aus dem Val-de-Ruz war von La Vue-des-Alpes kommend unterwegs, als sie im Bereich "Le Prés-de-Suze" die Kontrolle über ihr Motorrad verlor und auf die Strasse stürzte.
Am Sonntagabend, 27. Juli 2025, kurz vor 23.45 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der Autobahn A2, in Fahrtrichtung Basel, einen Selbstunfall.
Dabei wurden drei Personen verletzt. Das Fahrzeug erlitt beim Unfall Totalschaden.
In Obergerlafingen löste eine Meldung über eine Straftat am Sonntagabend, 27. Juli 2025, einen Polizeieinsatz aus.
Wie sich schliesslich herausstellte, erwies sich die Meldung als falsch. Verletzt wurde niemand.
Wegen eines verdächtigen Gegenstandes musste die Polizei am Sonntag ausrücken und ein Gebiet in Rheinfelden absperren.
Das Objekt hat sich als harmlos entpuppt.
Die Fahrt durch den Gotthard-Nordtunnel verlangt derzeit Geduld.
Aktuell staut sich der Verkehr auf der A2 in Fahrtrichtung Süden zwischen Amsteg und Göschenen auf fünf Kilometern.
Die Sicherheitsdienste ziehen eine durchwegs positive Bilanz zum 48. Paléo Festival in Nyon.
Zwischen dem 21. und 28. Juli 2025 blieb die Stimmung trotz unbeständiger Wetterlage ausgelassen und friedlich. Die enge Zusammenarbeit von Polizei, Sicherheitsdiensten und Veranstaltern sorgte für eine sichere Festivalwoche ohne schwerwiegende Vorfälle.
Autobahnen: Rechts fahren für mehr Sicherheit!
Es mag verlockend sein, auf der Autobahn auf der Überholspur zu bleiben, aber das kann schnell gefährlich werden!
Die Kantonspolizei Bern zieht nach dem Ende der UEFA Women’s EURO 2025 eine positive Bilanz.
Die sieben Spiele in Bern und Thun verliefen grösstenteils ruhig und ohne nennenswerte sicherheitsrelevante Zwischenfälle. Auch in den offiziellen Fanzonen herrschte während des gesamten Turniers eine friedliche Stimmung.
Am Sonntagabend verlor ein Automobilist die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Dieses überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der Lenker wurde leicht verletzt. Am Auto entstand Totalschaden.
Am Sonntag (27.07.2025), kurz vor 20:30 Uhr, ist ein 30-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Autobahn A1 zwischen Rheineck und Meggenhus verunfallt.
Er und seine 28-jährige Beifahrerin wurden beide eher leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital. Es entstand Sachschaden von über 20'000 Franken.
In Spiez wird auf der Strecke Spiezwiler – Frutigenstrasse – Lochmühleweg der Belag erneuert.
Vorgesehen ist auch der Bau von zwei hindernisfreien Buskanten beim ehemaligen Rössli in Spiezwiler.
Vom 4. August 2025 bis am 31. Oktober 2025 werden auf der Kantonsstrasse zwischen der Beatenbucht und Unterseen der Durchlass Bättrich und die Lehnenbrücke Marchgräbli instandgesetzt.
Während der Bauarbeiten wird der Verkehr einspurig geführt und mit einem Lichtsignal geregelt.
Im Zusammenhang mit der Sanierung der Lehnenbrücke Flueweidli führt das Tiefbauamt auf dem Kantonsstrassenabschnitt Flueweidli – Sunnhalte in Frutigen Instandhaltungs- beziehungsweise Erkundungsarbeiten aus.
Die Arbeiten dauern vom 4. August 2025 bis am 8. August 2025.
Auf der Kantonsstrasse zwischen Schärischachen und Trubschachen Dorf erfolgen vom 4. bis 29. August 2025 Belagsarbeiten.
Zudem wird die Strassenentwässerung erneuert. Während der Bauzeit wird der Verkehr einspurig geführt und von Hand geregelt.
Am Sonntagnachmittag ist es in Fuhren zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen.
Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.
Der Alpenraum liegt aktuell im Bereich einer umfangreichen Tiefdruckzone, die sich vom Nordmeer über Mitteleuropa bis nach Südosteuropa erstreckt. Im Laufe des Sonntagabends und in der Nacht auf Montag erreicht uns mit Winddrehung auf Nordwest weiterhin feuchte, aber allmählich auch kühlere Luft.
Am Alpennordhang stellt sich dabei eine Nordstaulage mit ergiebigen Niederschlägen ein, die bis am Dienstagvormittag andauert. Die Alpensüdseite ist mit Nordwind wetterbegünstigt.
Die Bundespolizei in Stuttgart wurde am 27.07.2025 gegen 18:10 Uhr informiert, dass es zwischen Riedlingen und Munderkingen zu einer Zugentgleisung gekommen sei.
Betroffen sind zwei Waggons eines Regionalexpress auf dem Weg nach Ulm, in welchem sich zum Unfallzeitpunkt ca. 100 Reisende befunden haben sollen.
Infolge der Regenfälle wurde der Entlastungsstollen Thunersee geöffnet. Dadurch wird der Pegel der Aare ansteigen.
Die Feuerwehr von Schutz und Rettung Bern hat in der Stadt Bern vorsorglich Hochwasserschutzmassnahmen getroffen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.