Schweiz

La Brévine NE: Drei Verletzte bei heftiger Frontalkollision mit Anhänger

Am Freitag, 4. Juli 2025, gegen 07:35 Uhr kam es auf der Strasse zwischen La Brévine und La Châtagne zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Auto, gelenkt von einer 26-jährigen Frau aus den Neuenburger Bergen, kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug eines 25-jährigen Mannes aus derselben Region, der einen Anhänger zog.

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Walenstadtberg SG: Mann stirbt bei Unfall mit Arbeitskarren am Paxmal

Am Freitag (04.07.2025), kurz nach 8 Uhr, ist es auf der Ruggstrasse zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein 60-jähriger Mann kam mit seinem Arbeitskarren von der Strasse ab und verstarb noch auf der Unfallstelle.

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Wetterbericht zum 05. Juli: Sommerlich, sonnig – und stellenweise gewittrig

Die Schweiz startet sommerlich in den neuen Tag: Die Sonne dominiert vielerorts das Bild, begleitet von angenehmer Morgenfrische und steigenden Temperaturen. Doch der Nachmittag bringt Bewegung in die Wetterlage – besonders über den Alpen brodelt es. Quellwolken türmen sich auf, und lokal ist mit Schauern oder kurzen Gewittern zu rechnen.

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Schaffhausen SH: Elektrovelo aus offener Garage gestohlen – Polizei mahnt zur Vorsicht

In der Nacht auf Dienstag (01.07.2025) hat eine unbekannte Täterschaft aus einer unverschlossenen Garage in der Stadt Schaffhausen ein Elektrovelo gestohlen. Die Schaffhauser Polizei empfiehlt, Garagen und Veloräume immer komplett zu verschliessen.

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Luzern LU: Hund verletzt Rehkitz schwer im Bireggwald – Polizei sucht Hundehalter

Am Rande des Bireggwalds in der Stadt Luzern ist am Donnerstag (3. Juli 2025, ca. 18:15 Uhr) ein Rehkitz von einem unbekannten Hund attackiert worden. Das Rehkitz wurde dabei so schwer verletzt, dass es durch den Jagdaufseher erlöst werden musste. Der Hund sowie dessen Halter sind derzeit unbekannt. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.

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Schweizer Armee: Satiriker Vincent Kucholl spricht im Podcast über Kritik mit Respekt

Wer kennt ihn nicht – Oberstleutnant Karl-Heinz Inäbnit? Der stellvertretende Waffenplatzkommandant von Bure, der unermüdlich seinen durch Abwesenheit glänzenden Kommandanten, Oberst im Generalstab Oberhänsli, bei öffentlichen Auftritten vertreten muss. Inäbnit ist Kult. Eine Karikatur des Berufsoffiziers, übermotiviert, korrekt, pedantisch – und trotzdem beliebt in der Truppe; selbst bei Berufsmilitärs. Nicht, weil man ihn ernst nimmt, sondern weil man in ihm vieles wiedererkennt.

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Appenzell AI: Frau (68) prallt mit Auto in Gartenzaun – hoher Sachschaden

Am Freitagmittag (04.07.2025) fuhr eine 68-jährige Frau mit ihrem Auto auf der Gaiserstrasse vom Dorf in Richtung Spitalkreisel. Aus noch nicht geklärten Gründen fuhr sie in den rechtsseitigen Zaun, wobei auch erheblicher Sachschaden am Fahrzeug entstand.

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Zug ZG: Mehrere Unfälle, verlorene Ladung und Rauch auf A4 – Polizei im Dauereinsatz

Am Freitagmorgen hatten die Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei einiges zu tun. Neben zwei Verkehrsunfällen mussten sie auch eine verlorene Ladung von der Autobahn entfernen und zu einem rauchenden Lieferwagen ausrücken.

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Zürich ZH: BMW-Fahrer flüchtet vor Polizei und kracht in Streifenwagen

Am Donnerstagabend, 3. Juli 2025, entzog sich im Kreis 3 der Lenker eines grauen BMW Kombis einer Polizeikontrolle. Die Fluchtfahrt endete damit, dass es zu einer Kollision mit einem Streifenwagen der Stadtpolizei Zürich kam. Diese nahm den Fahrzeuglenker fest.

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Eschenbach LU: Velo schneidet Motorrad – Biker bei Sturz nach Vollbremsung verletzt

Ein Motorradfahrer fuhr am Mittwoch (2. Juli 2025, kurz vor 16:45 Uhr) auf der Inwilstrasse in Richtung Inwil. Auf der Höhe der Liegenschaft Inwilstrasse 12 bog ein entgegenkommender Fahrradfahrer nach links ab, woraufhin der Motorradfahrer eine Vollbremsung einleiten musste, um eine Kollision zu vermeiden.

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Merishausen SH: Jugendlicher (16) stürzt mit Rennvelo – Verletzung bei Ausweichmanöver

Am frühen Mittwochabend (02.07.2025) hat sich in Merishausen ein jugendlicher Rennvelofahrer, der während einer Trainingsfahrt einem Traktor ausweichen musste, bei einem Sturz verletzt. Der 16-Jährige war auf dem Weg zu einem Velorennen.

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Seewen SO: Heugebläse löste verheerenden Brand aus – Wohnhaus komplett zerstört

In Seewen wurde am Donnerstag, 19. Juni 2025, ein Wohnhaus mit Ökonomieteil durch einen Brand komplett zerstört. Die Abklärungen zur Brandursache durch Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn haben in der Zwischenzeit ergeben, dass es beim Einbringen von Heu mit einem Heugebläse ins Innere des Ökonomieteils zu einem unbemerkten Funkenwurf kam, was schliesslich zum Schadenfeuer geführt haben dürfte.

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Willisau LU: Neuer Polizeiposten eröffnet – Bevölkerung erhält moderne Anlaufstelle

Am 2. Juli 2025 wurde der neue Polizeiposten in Willisau feierlich durch Regierungsrätin Ylfete Fanaj eröffnet. Der moderne Standort bietet der Bevölkerung einen gut erreichbaren Anlaufpunkt für Fragen rund um Sicherheit und Beratung.

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Aarau AG: Sicherheitsdirektorin Uri besucht Rekrutierungszentrum – 28 Urner in Stellung

Am Mittwoch, 2. Juli 2024, besuchte Regierungsrätin Céline Huber, Sicherheitsdirektorin des Kantons Uri, das Rekrutierungszentrum der Armee in Aarau. Vor Ort erhielt sie einen vertieften Einblick in den Ablauf der Rekrutierung und besuchte die verschiedenen Stationen, die die Stellungspflichtigen durchlaufen.

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Aargau AG: Polizei stoppt Trendfahrzeuge – Anzeigen gegen Jugendliche nach Kontrolle

Vergangenen Montag haben wir mit sieben Mitarbeitenden in vier Gemeinden eine Schwerpunktkontrolle zum Thema Trendfahrzeuge (E-Roller/Scooter und Motorfahrräder) durchgeführt. Es wurden insgesamt 28 Fahrzeuge und ihre Lenker/innen kontrolliert. Dabei wurden einige Mängel festgestellt.

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Wallis VS: Grosse Waldbrandgefahr – Kanton ruft zu strikter Vorsicht auf

Die hochsommerlichen Temperaturen der letzten Tage sowie die geringe Niederschlagsmenge tragen dazu bei, dass die Brandgefahr im Wallis rasch ansteigt. In den meisten Regionen des Wallis erreicht die Brandgefahr die Stufe 3 bis 4, das bedeutet erheblich bis grosse Brandgefahr. Aus diesem Grund ruft der Staat Wallis zur Vorsicht und zur Einhaltung der Brandschutzmassnahmen auf.

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Aarau AG: 30'000 feiern Jugendfest-Vorabend – Polizei meldet friedlichen Verlauf

Der traditionelle Vorabend des Aarauer Jugendfestes lockte zehntausende Besucher in die Altstadt. Abgesehen von einzelnen Schlägereien und Pöbeleien blieb der Grossanlass friedlich.

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Sulz AG: Illegale Abfallentsorgung im Wald – Polizei bittet Bevölkerung um Hinweise

Am Donnerstag, 03. Juli 2025, ging am Nachmittag die Meldung bei der kantonalen Notrufzentrale ein, dass es in Sulz, Waldgebiet „Mangehalde“, zu einer illegalen Entsorgung gekommen sei. Die aufgebotene Patrouille der Polizei Oberes Fricktal konnte vor Ort Reste von Bitumenbahnen sowie Isoliermaterial feststellen, welche dort illegal deponiert wurden.

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Rapperswil-Jona SG: Töfffahrer (16) prallt in stehendes Auto – auf Motorhaube geschleudert

Am Donnerstag (03.07.2025), kurz vor 17 Uhr, ist es auf der Tägernaustrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Ein 16-Jähriger wurde leicht verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Niederweningen ZH: Töfffahrer prallt gegen Baum – schwer verletzt per Rega ins Spital

Bei einem Selbstunfall eines Motorradlenkers hat sich dieser am Donnerstagabend (03.07.2025) in Niederweningen schwer verletzt. Der 31-jährige wurde mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Die Polizei untersucht die Ursache.

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Kantonspolizei Zürich: So finden Eltern den sichersten Schulweg für ihre Kinder

Welches ist der sicherste Schulweg? In wenigen Wochen ist es so weit – der Schulbeginn steht vor der Tür! Doch wie finden Eltern den besten Weg zur Schule für ihr Kind?

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Pratteln BL: Polizei kontrolliert 320 Fahrzeuge – kaum Verstösse bei Raststättenkontrolle

Heute Vormittag haben wir auf der Autobahnraststätte Pratteln rund 320 Fahrzeuge und 70 Personen kontrolliert. Bis auf ein paar geringfügige Ordnungswidrigkeiten konnten keine weiteren Verstösse festgestellt werden.

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Zurzibiet AG: Polizei warnt vor Hundekot auf Wiesen – Bussen bis 100 Franken möglich

Vermehrt erreichen uns Reklamationen von Landwirten und Spaziergängern: Hundekot wird auf Feldwegen, Wiesen und am Waldrand einfach liegengelassen – mit unangenehmen Folgen für Umwelt, Tiere und Mitmenschen. Hundekot ist kein Naturdünger! Er kann Krankheitserreger enthalten, die Wildtiere oder Weidetiere gefährden und Felder oder Futterflächen verunreinigen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.