Schweiz

Unterterzen SG: Feuer an Walenseestrasse stört Zugverkehr am Morgen

Am Sonntag (13.04.2025), gegen 7:20 Uhr, ist es an der Walenseestrasse unter einer Fussgängerbrücke zu einem Brand gekommen. Die Löscharbeiten im Bereich der Bahngleise führten zu einer kurzzeitigen Sperrung der Bahnstrecke und entsprechenden Verspätungen im Bahnverkehr.

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St.Gallen SG: 27-jähriger Motorradfahrer bei Zusammenstoss mit Auto mittelschwer verletzt

Am Samstagnachmittag (12.04.2025) kam es auf dem Oberen Graben zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad. Der 27-jährige Motorradlenker wurde dabei mittelschwer verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden.

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Buchs SG: Nach Garagebrand Wohnhaus unbewohnbar – Polizei evakuiert elf Personen

Am Sonntagmorgen (13.04.2025), kurz vor 6:30 Uhr, ist es zu einem Brand in einer Garage eines Mehrfamilienhauses an der Lagerstrasse gekommen. Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen war innert Minutenfrist vor Ort und konnte elf Personen aus dem Haus evakuieren. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund einer halben Million Franken.

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Schutz & Rettung ZH: Feuerwehr-Nachwuchs besteht eidg. Prüfung – starke Leistung!

Herzliche Gratulation: Für den Berufsfeuerwehrlehrgang 23 hat vor rund 1.5 Jahren die Ausbildung als Berufsfeuerwehrmann*frau eidg. FA an der Höhreren Fachschule für Rettungsberufe begonnen. "Unsere" 9 SRZ-ler haben nun die Abschlussprüfungen erfolgreich gemeistert: Super gemacht!

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Kanton Thurgau: Polizei zieht drei Lenker aus dem Verkehr – alkoholisiert und fahrunfähig

Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Samstag drei Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Zwei von ihnen standen unter Alkoholeinfluss, ein weiterer war fahrunfähig unterwegs. Gegen 12 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau in Romanshorn einen Autofahrer, der zuvor aufgrund seiner Fahrweise aufgefallen war.

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Riehen BS: Zimmerbrand in Einfamilienhaus – ein Verletzter, Familie evakuiert

Am Samstag, 12. April 2025, circa 10.15 Uhr, haben die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt und die Kompanie Riehen-Bettingen der Milizfeuerwehr Basel-Stadt zu einem Brand an die Burgstrasse in Riehen ausrücken müssen. Die Feuerwehrleute hatten das Feuer rasch unter Kontrolle.

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Wislikofen AG: Wanderer mit Panzer aufgegriffen – Polizei sucht Schildkrötenhalter

Auf dem Belchen bei Wislikofen hat unsere Patrouille heute einem netten Wanderer mit harter Schale eine Mitfahrgelegenheit angeboten. Wer Belchi kennt, darf sich gerne bei uns melden, damit er (oder sie – das wissen wir nicht so genau) wieder nach Hause findet.

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Kantonspolizei Basel-Stadt: Neues Sprengstoffspürhundeteam am Start (Video)

Ein tierisch starkes Team für mehr Sicherheit. Hartes Training zahlt sich aus: Monatelange Vorbereitung, unzählige Trainingsstunden, viel Herzblut und eine starke Partnerschaft zwischen Hund und Mensch haben diesen Erfolg möglich gemacht.

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Föhn im Osten, Regen im Süden – So entwickelt sich das Wetter zum Wochenbeginn

Die Wetterlage in der Schweiz bleibt zweigeteilt: Während der Sonntag in weiten Teilen des Landes mit dichter Bewölkung beginnt, sorgt der Föhn in der Ostschweiz und in den Alpentälern für freundliche Abschnitte und milde Temperaturen. Besonders rund um den Jura sowie entlang des Alpenhauptkamms bleibt es trüb mit vereinzeltem Niederschlag. Auch zum Wochenstart zeigt sich das Wetter je nach Region sehr unterschiedlich.

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Kantonspolizei Neuenburg: Zusammenarbeit im Bahnverkehr – Kontrolle auf wichtiger Strecke

Wir standen an der Seite der Verkehrspolizei für eine gemeinsame Aktion auf der Bahnstrecke Neuchâtel - La Chaux-de-Fonds! Danke für die Zusammenarbeit vor Ort!

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Basel BS: Polizeikontrolle am Bahnhof SBB – 161 Personen überprüft, zwei Festnahmen

Polizeikontrolle am SBB – Für mehr Sicherheit am Bahnhof: Am 09. April haben wir gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnerbehörden eine koordinierte Kontrollaktion im und rund um den Bahnhof SBB durchgeführt. Insgesamt wurden 161 Personen kontrolliert.

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Erste Flutungsanlage der Schweiz übergeben – Training für Hochwasserschutz startet 2026

Heute fand im Ausbildungszentrum Andelfingen die feierliche Nutzerübergabe der Flutungsanlage statt. Schweizweit handelt es sich um die erste Flutungsanlage für den Bevölkerungsschutz, in der der Umgang mit Naturgefahren wie Hochwasser geübt werden kann. Baudirektor Martin Neukom überreichte symbolisch den Schlüssel an Sicherheitsdirektor Mario Fehr.

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Saas-Fee VS: Allalin-Rennen endet tragisch – junger Skifahrer stirbt, mehrere Schwerverletzte

Am Samstag, 12. April 2025, kam es beim Allalin-Rennen in Saas-Fee zu zwei schweren Unfällen. Ein Skifahrer verletzte sich bei einem Sturz schwer. Bei einer späteren Kollision zwischen zwei Teilnehmenden kam ein Rennfahrer ums Leben.

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Murten FR: Beifahrer stürzt aus fahrendem Auto – 41-Jähriger stirbt noch an der Unfallstelle

Gestern Abend stürzte in Murten auf der Bernstrasse ein Beifahrer aus einem fahrenden Fahrzeug. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte verstarb er noch an der Unfallstelle. Eine Untersuchung ist im Gange und die Kantonspolizei sucht Zeugen.

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Unteriberg SZ: Rentnerin stürzt mit E-Mobil auf Trottoir – Frau (77) schwer verletzt

Am Samstagnachmittag, 12. April 2025, fuhr eine 77-jährige Frau um 15.30 Uhr mit ihrem Elektromobil auf dem Trottoir entlang der Schmalzgrubenstrasse von Euthal herkommend in Richtung Unteriberg. Dabei kollidierte die Rentnerin mit dem rechtsseitigen Randstein.

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Sevelen SG: Heftiger Auffahrunfall – Motorrad schleudert nach Kollision über die A13

Am Samstag (12.04.2025), gegen 10:15 Uhr, ist es auf der Autobahn A13 zu einer Auffahrkollision zwischen einem Motorrad und einem Auto mit Wohnanhänger gekommen. Dabei wurden der Motorradfahrer und seine Mitfahrerin unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst überführte sie ins Spital. Die Autobahn war während der Unfallaufnahme nur einspurig befahrbar.

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Ingenbohl SZ: Heftiger Auffahrunfall auf der A4 – Lkw rammt stehenden PW auf Pannenstreifen

Am Samstag, 12. April 2025, fuhr eine 29-jährige Frau mit ihrem PW auf der Autobahn A4 von Seewen herkommend in Richtung Brunnen. Kurz vor 10 Uhr hielt sie ihr Fahrzeug auf dem Pannenstreifen in Ingenbohl an, weil ihr Motor stotterte und mehrere Kontrolllampen aufleuchteten.

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Rapperswil-Jona SG: Trotz Führerausweis-Entzug unterwegs – Senior (87) streift Tunnelbankett

Am Freitag (11.04.2025), kurz nach 16:15 Uhr, ist es auf der Autostrasse A15 zu einem Selbstunfall gekommen. Das Auto eines 87-jährigen Autofahrers kam zu weit nach rechts und streifte das Tunnelbankett. Der Autofahrer war in fahrunfähigem Zustand und trotz Entzug des Führerausweises unterwegs.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.