Schweiz

Altdorf UR: E-Bike-Fahrerin (93) bei Sturz erheblich verletzt – Rettungsdienst im Einsatz

Gestern Montag, 3. März 2025, kurz nach 16.15 Uhr, beabsichtigte eine 93-jährige Frau mit ihrem E-Bike bei der Verzweigung Bahnhofstrasse / Seedorferstrasse nach rechts in die Seedorferstrasse abzubiegen. Während dem Abbiegemanöver stürzte sie von ihrem E-Bike. Dabei verletzte sie sich erheblich und musste durch den Rettungsdienst Uri ins Kantonsspital Uri gebracht werden.

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Sonnenschein und milde Temperaturen – Wo bleibt es frühlingshaft, wo hält sich der Nebel?

Die Hochdrucklage hält weiter an und sorgt für sonnige Verhältnisse in der gesamten Schweiz. Lokale Nebelfelder können sich in den Morgenstunden über dem Flachland und im Mittelland bilden, lösen sich aber meist rasch auf. Die Temperaturen steigen tagsüber in den zweistelligen Bereich und erreichen bis zu 16 Grad. In höheren Lagen herrscht ausgezeichnete Fernsicht.

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St.Gallen SG: Nachts in Lokal eingedrungen – Täter entwenden Bargeld und Elektronik

Am Montag (03.03.2025), in der Zeit zwischen 01:50 Uhr und 02:40 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in einen Gastrobetrieb an der Rorschacher Strasse eingebrochen. Sie öffnete gewaltsam eine Schiebetür und verschaffte sich so Zutritt ins Lokal.

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Algetshausen SG: Auto in Flammen – 61-Jähriger rettet sich rechtzeitig, Totalschaden

Am Montag (03.03.2025), um 21:15 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem brennenden Auto auf der Dorfstrasse erhalten. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Am Auto entstand Totalschaden. Es wurde niemand verletzt.

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Rämismühle ZH: Frontalkollision – zwei Frauen und zwei Kinder schwer verletzt

Bei einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen sind am Montagnachmittag (03.03.2025) in Rämismühle (Gemeindegebiet Zell) beide Lenkerinnen sowie zwei Kinder schwer verletzt worden. Eine 29-jährige Frau war nach 16 Uhr auf der Tösstalstrasse in Richtung Turbenthal unterwegs.

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Hauptwil-Gottshaus TG: Alkoholisierter Lenker (42) überschlägt sich mit Auto – Frau verletzt

Bei einem Selbstunfall in Hauptwil-Gottshaus wurde am Montag eine Beifahrerin verletzt. Der alkoholisierte Fahrer sass ohne Führerausweis hinter dem Steuer. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Basel-Stadt BS: Unbekannte Flüssigkeit in der Wiese – Einsatzkräfte errichten Ölsperren

Am Montag, 3. März 2025, um 12.24 Uhr, wurde die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt über eine mögliche Gewässerverunreinigung informiert. In Lörrach lief eine bisher unbekannte Flüssigkeit in die Wiese. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.

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Zürich ZH: Unfall am Mythenquai – Auto rammt Signaltafel und flüchtet (Zeugenaufruf)

Am Sonntagabend, 2. März 2025, kam es im Kreis 2 zu einem Verkehrsunfall. Der Lenker des Unfallfahrzeugs flüchtete anschliessend. Zwischenzeitlich wurden zwei Personen festgenommen. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen.

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A15 / Schmerikon SG: LKW kracht in Prellbock-Anhänger und kippt auf Mittelleitplanke

Am Montag (03.03.2025), kurz vor 9:25 Uhr, ist es auf der Autobahn A15 zu einem Selbstunfall gekommen. Der Lastwagen eines 51-jährigen Mannes ist nach einem Zusammenprall mit einem Prellbock-Anhänger und anschliessendem schnellen Fahrbahnwechsel auf die Mittelleitplanke gekippt. Der Lastwagenfahrer wurde dabei leicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Franken.

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Wängi/Oberbüren SG: Fahrunfähig auf Amok-Fahrt – Amerikaner (29) rammt drei Fahrzeuge

Am Sonntagnachmittag (02.03.2025), in der Zeit zwischen 13:45 Uhr und 14 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 zu mehreren Unfällen gekommen. Der verursachende 29-jährige Autofahrer war in fahrunfähigem Zustand unterwegs.

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Goldau/Oberarth SG: Zwei Fussgängerinnen auf Zebrastreifen angefahren – Scheibe beschlagen

Am Montagmorgen, 3. März 2025, ereigneten sich in Goldau und Oberarth zwei nahezu identische Verkehrsunfälle, bei denen zwei Fussgänger leicht verletzt wurden. Der erste Unfall ereignete sich kurz nach 7 Uhr auf der Gotthardstrasse in Goldau.

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Kantonspolizei Zürich: Verstärkter Kampf gegen Einbruch – Schwerpunkt auf Kriminaltouristen

Die Kantonspolizei Zürich zieht nach der Aktion zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität 2024/2025 eine positive Bilanz. Bei den zahlreichen, gezielten Kontrollen auf dem gesamten Kantonsgebiet – mit Fokus auf Kriminaltouristen – verhafteten die Polizistinnen und Polizisten insgesamt 40 Personen.

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Rapperswil-Jona: Einbruch durch Fenster – Bargeld gestohlen, Sachschaden 500 Franken

In der Zeit zwischen Samstagmorgen und Sonntagabend (02.03.2025) ist eine unbekannte Täterschaft in ein Mehrfamilienhaus an der Meiengartenstrasse eingebrochen. Sie verschaffte sich durch ein Fester gewaltsam Zutritt in die Wohnung.

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Eptingen BL: Mercedes schleudert in Mauer – alkoholisierter Fahrer (41) flüchtet zu Fuss

Eptingen BL. Am Sonntagabend, 2. März 2025, kurz nach 19.00 Uhr, ereignete sich auf der Hauptstrasse in Eptingen BL ein Selbstunfall mit einem Personenwagen. Der mutmassliche Fahrzeuglenker entfernte sich zu Fuss von der Unfallstelle.

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Wilchingen SH: Auto vom Bauernhof gestohlen – schwer beschädigt in Deutschland gefunden

Am Samstagmorgen (01.03.2025) wurde in der Gemeinde Wilchingen ein unverschlossenes Auto von einem Bauernhof gestohlen und wenig später schwer beschädigt aufgefunden. Trotz eingeleiteter Fahndung blieb die Täterschaft bislang unauffindbar.

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Lachen SZ: Einbrecher stehlen Mercedes G63, BMW und Kawasaki aus Garage

In der Nacht auf Sonntag, 2. März 2025 ist eine unbekannte Täterschaft in eine Autogarage in Lachen eingebrochen. Die Einbrecher verschafften sich mutmasslich durch ein Fenster Zutritt in die Garage und behändigten im Inneren Fahrzeugschlüssel von zwei Personenwagen und einem Motorrad.

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Dierikon LU: 24-Jähriger prallt mit Auto gegen Betonblock – Totalschaden

Am Sonntagmorgen (02. März 2025, kurz vor 06:00 Uhr) verursachte ein 24-jähriger Mann auf der Götzentalstrasse vor Udligenswil einen Selbstunfall. Mit seinem Auto fuhr er gegen einen Betonblock. Der Lenker blieb unverletzt. Am Auto entstand ein Totalschaden. ...

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Frühlingshafter Wochenstart: Sonniges Wetter mit Nebelfeldern in den Morgenstunden

Die neue Woche beginnt mit stabilen Wetterverhältnissen. In weiten Teilen der Schweiz ist es am Montag und Dienstag sonnig, lediglich am Morgen gibt es lokal Nebel- oder Hochnebelfelder. Während die Temperaturen tagsüber angenehm mild ausfallen, bleibt es in der Nacht noch kühl. Die Wetterlage bleibt weitgehend ruhig, mit nur wenigen Schleierwolken, die sich im Tagesverlauf ausbreiten.

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Coffrane NE: Rollerfahrer (15) verliert Kontrolle und verunfallt – ins Spital gebracht

Am Sonntag, den 2. März 2025, gegen 18:15 Uhr, war ein 15-jähriger Einwohner von Coffrane mit seinem Motorroller im Kreisverkehr des Sottards unterwegs, um in die Rue de l'Abrévieux einzubiegen. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte.

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Wäldi TG: Kreuzungsunfall – 67-jährige Autofahrerin schwer verletzt

Nach einer Kollision zweier Autos in Wäldi musste am Samstag eine Autofahrerin ins Spital gebracht werden. Eine 67-jährige Autofahrerin war um 16.15 Uhr auf der Nebenstrasse in Richtung Hattenhausen unterwegs und wollte bei der Kreuzung die Wolfsbergstrasse überqueren.

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Matzingen TG: 28-Jähriger touchiert Randleitpfosten und schläft betrunken ein

Die Kantonspolizei Thurgau hat am Samstag in Matzingen einen alkoholisierten Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Gegen 23.30 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass in "Brand" in Matzingen ein Auto neben der Strasse stehe und einen Randleitpfosten touchiert habe.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.