Schweiz

Neuenkirch LU: Lenker (69) mit 0.77 mg/l kollidiert mit PW – 25’000 Franken Schaden

In Neuenkirch fuhr ein Autofahrer am Donnerstag (10. April 2025, ca. 17:20 Uhr) von der Maiengrüenistrasse auf die Kreuzung mit der Surseestrasse. Dabei kollidierte er mit einem Auto, welches auf der Surseestrasse in Richtung Emmenbrücke fuhr.

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Luzern LU: Auto kippt nach Kollision mit Werbetafel auf die Seite – Fahrer alkoholisiert

Am Freitag (11. April 2025, ca. 10:40 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Thorenbergstrasse in Littau in Richtung Malters. Nach der Einmündung Werkstrasse geriet er rechtsseitig von der Strasse ab und kollidierte mit einer Werbetafel.

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Bern BE: Joggerinnen im Bremgartenwald sexuell belästigt – Mann (24) festgenommen

Letzte Woche haben sich am Donnerstag und am Samstag zwei sexuelle Belästigungen und ein sexueller Übergriff im Bremgartenwald in Bern ereignet. Aufgrund der daraufhin getroffenen Massnahmen ist es der Kantonspolizei Bern schliesslich gelungen, dass der mutmassliche Täter am Mittwoch angehalten werden konnte. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

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Goldau SZ: Einschleichdieb flüchtet nach Lärm – Polizei fasst tatverdächtigen Marrokaner (20)

In der Nacht auf Freitag, 11. April 2025, ging um 00.50 Uhr bei der Kantonspolizei Schwyz die Meldung ein, dass eine unbekannte Täterschaft am Gutenbergweg in Goldau ein Einfamilienhaus durchsucht habe. Der mutmassliche Einschleichdieb ergriff die Flucht, nachdem ein Bewohner aufgrund der Geräusche erwacht war.

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Sissach BL: Grossaufgebot löscht Brand in Entsorgungsfirma – starke Rauchentwicklung

Am frühen Freitagmorgen, 11. April 2025, kurz nach 04.30 Uhr, kam es in einer Entsorgungsfirma am Stierenmattweg in Sissach BL zu einem Brandausbruch. Die Feuerwehr hat den Brand unter Kontrolle. Aktuell raucht es noch, was lokal zu Geruchsbelästigungen führen kann. Verletzt wurde niemand.

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Affeltrangen TG: Technischer Defekt löst Brandalarm in Holzschnitzelheizung aus

Eine technische Störung in einer Holzschnitzelheizung führte in der Nacht zum Freitag in Affeltrangen zu einem Feuerwehreinsatz. Gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau kam es in der Nacht zum Freitag in einer Holzschnitzelheizung an der Bucherstrasse zu einer technischen Störung.

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Lienz SG: Mann (33) stürzt bei Vorbereitungen zu Gleitschirmflug 240 Meter in den Tod

Am Donnerstag (10.04.2024), kurz nach 11:30 Uhr, ist es im Gebiet um den Lienzer Spitz zu einem tödlichen Bergunfall gekommen. Ein 33-jähriger Österreicher aus Vorarlberg dürfte aus noch ungeklärten Gründen bei den Vorbereitungen zu einem Gleitschirmflug abgestürzt sein. Dabei wurde der Mann tödlich verletzt.

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Gossau SG: Töff schleudert nach Auffahrunfall in Gegenverkehr – 17-Jähriger verletzt

Am Donnerstag (10.04.2025), um 18:30 Uhr, ist es auf der Flawilerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lieferwagen, einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der 17-jährige Motorradfahrer wurde dabei leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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St.Gallenkappel SG: Frau fahrunfähig am Steuer – Polizei stoppt Unfallfahrt mit Kollision

Am Donnerstagmittag (10.04.2025), kurz vor 13 Uhr, ist es auf der Rickenstrasse zu mehreren Selbstunfällen eines Autos gekommen. Eine 67-jährige Frau fuhr mit dem beschädigten Auto jeweils weiter, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Die ausgerückte Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen konnte die Fahrerin schliesslich durch ein Bremsmanöver mit Kollision stoppen. Sie wurde als fahrunfähig eingestuft. Es entstand Sachschaden von rund 10’000 Franken.

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Appenzell AI: Zwei Wohnungen am Vormittag aufgebrochen und geplündert

Es wurde Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Franken gestohlen. Am Donnerstagvormittag (10.04.2025) gelangte eine bisher unbekannte Täterschaft durch die unverschlossene Haupteingangstüre eines Wohnblocks an der Gaishausstrasse ins Gebäude.

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Würenlos AG: Partnerin getötet, Leiche auf Limmatbrücke deponiert – Schweizer angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Baden hat im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt an einer Frau, die im März 2023 auf der Limmatbrücke in Würenlos aufgefunden wurde, Anklage beim Bezirksgericht Baden erhoben. Sie wirft dem heute 59-jährigen Schweizer vor, seine damalige Partnerin in der gemeinsamen Wohnung getötet zu haben. Am Morgen des 26. März 2023 wurde der Kantonspolizei Zürich eine leblose Frau auf der Limmatbrücke in Dietikon gemeldet.

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Stadt Basel BS: Person von E-Gelenkbus mitgeschleift und tödlich verletzt

Am Donnerstagnachmittag kam es auf der Schwarzwaldallee zu einem schweren Unfall, bei dem ein E-Gelenkbus eine Person erfasste, die noch an der Unfallstelle verstarb. Vier weitere Personen wurden verletzt, die Ermittlungen laufen.

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Winterthur ZH: 72-jährige Velofahrerin stirbt nach Kollision an schweren Kopfverletzungen

Die Velofahrerin, die am 4. April 2025, an der Rudolfstrasse mit einer anderen Velofahrerin kollidierte und sich dabei schwer verletzte, ist im Spital gestorben. Am Freitagmorgen, kollidierten zwei Velofahrerinnen auf der Rudolfstrasse (>>Polizei.news berichtete<<) wobei sich eine Frau lebensgefährlich am Kopf verletzte.

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St.Gallen SG: Brand nach Kaffeeröstung im Estrich – Bewohner verletzt sich beim Löschen

Am Donnerstagabend (10.04.2025), kurz nach 18:20 Uhr, ist es im Estrich eines Mehrfamilienhauses an der Zwinglistrasse zu einem Brand gekommen. Ein 35-jähriger Mann musste mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht werden. Die Rettungskräfte standen vorsorglicherweise mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.

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Frauenfeld TG: Polizeihündin Ace meistert erste Abenteuer – mit 18 Wochen im Einsatztraining

Ace – Auf dem Weg zur Polizeihündin: Erinnert ihr euch noch an unseren jüngsten Neuzugang? Ace hat sich inzwischen super eingelebt und bereits einige spannende Abenteuer gemeistert, ob beim Zugfahren, als treue Begleiterin im Baumarkt oder bei ihren ersten Schritten im Wald.

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Zürich ZH: Autoeinbrecher auf frischer Tat ertappt – Schweizer (27) und Algerier (32)

Am frühen Dienstagnachmittag (08.04.2025) sind im Zürcher Stadtkreis 1 zwei Autoeinbrecher kurz nach der Tat von der Kantonspolizei Zürich verhaftet worden. Kurz nach 14 Uhr beobachteten Fahnder der Kantonspolizei Zürich zwei sich auffällig verhaltende Männer.

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Reiden LU: Drei marokkanische Einbrecher festgenommen – Jüngster erst 12 Jahre alt

Die Luzerner Polizei hat in Reiden drei mutmassliche Einbrecher festgenommen. Zwei Marokkaner (19 und 16 Jahre) konnten nach einer Einbruchmeldung festgenommen werden. Ein weiterer 12-jähriger Marokkaner konnte im Rahmen einer Nahfahndung einige Zeit später angehalten und festgenommen werden. Die Untersuchungen führen die Staatsanwaltschaft Sursee und die Jugendanwaltschaft des Kantons Luzern.

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San Vittore GR: Chauffeur rast mit Sattelmotor-Fahrzeug im Leerlauf – 127 km/h gemessen

Am Montagabend hat die Kantonspolizei Graubünden in San Vittore eine nicht alltägliche Verkehrswiderhandlung festgestellt. Bei der Auswertung eines Fahrtenschreibers stiessen die Polizisten auf eine aufgezeichnete Geschwindigkeit von über 120 km/h.

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Glarus GL: 33-Jährige prallt gegen Zaun – Auto kippt bei Selbstunfall auf die Seite

Am Donnerstag, 10. April 2025, ca. 08.00 Uhr, ereignete sich in Glarus, Ygrubenstrasse, eine Selbstunfall. Ein 33-jährige Fahrzeuglenkerin wollte mit ihrem Personenwagen rechts eines angehaltenen Lieferwagens vorbeifahren und prallte dabei in den linksseitigen metallenen Strassenbegrenzungszaun.

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Stein am Rhein SH: Fahrzeugdiebstähle in Tiefgarage – Zeugen gesucht

In der Nacht auf Donnerstag (10.04.2025) hat eine unbekannte Täterschaft fünf Autos, die in einer Tiefgarage in Stein am Rhein parkiert waren, durchsucht und eines davon hierfür aufgebrochen. Die Schaffhauser Polizei empfiehlt der Bevölkerung keine Wertgegenstände in parkierten Fahrzeugen zu lagern, diese immer abzuschliessen und verweist auf ihre entsprechende Präventionskampagne.

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Solothurn SO: Syrer (15, 22) nach tätlicher Auseinandersetzung am Bahnhof verletzt

Beim Hauptbahnhof Solothurn ist es am Mittwochabend, 9. April 2025, zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen gekommen. Dabei sind mindestens zwei Personen verletzt worden. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn haben Ermittlungen aufgenommen und suchen in diesem Zusammenhang Zeugen.

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Gempen SO: Motorrad rutscht in Gegenverkehr – Bikerin (24) und Mitfahrer bei Kollision verletzt

Auf der Dornachstrasse in Gempen hat sich am Mittwochnachmittag, 9. April 2025, eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto ereignet. Dabei sind die Motorradlenkerin und ihr Mitfahrer mittelschwer verletzt worden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.