Schweiz

Gossau SG: 16-jähriger Motorradfahrer nach Kollision mit Postauto schwer verletzt

Am Samstag (12.10.2024), kurz vor 23 Uhr, ist es auf der Wilerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Postauto gekommen. Ein 16-jähriger Motorradfahrer wurde dabei schwer verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Bern BE: Wohnungsbrand an der Weberstrasse – drei Personen gerettet

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 13.10.2024, ist der Löschzug der Berufsfeuerwehr Bern zu einem Wohnungsbrand an der Weberstrasse ausgerückt. Zusätzlich war ein Tanklöschfahrzeug des Brandcorps vor Ort. Die Einsatzkräfte fanden eine Wohnung im Vollbrand vor und mehrere Wohnungen waren von der starken Rauchentwicklung betroffen. 3 Personen wurden durch die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet und durch die Sanitätspolizei von Schutz und Rettung Bern kontrolliert, welche mit drei Teams vor Ort war.

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Uttwil TG: Gartenhausbrand verursacht hohen Sachschaden – Zeugen gesucht

Beim Brand eines Gartenhauses in der Nacht auf Sonntag in Uttwil entstand Sachschaden. Es wurde niemand verletzt, die Brandursache ist noch unklar. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen. Kurz vor Mitternacht ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass ein Gartenhaus am Kirchweg brenne. Die Feuerwehren Dozwil-Kesswil-Uttwil, Romanshorn und Salmsach waren rasch vor Ort und löschten den Brand. Das Feuer beschädigte zwei angrenzende Wohnliegenschaften. Es wurde niemand verletzt. Der Sachschaden beträgt mehr als hunderttausend Franken.

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Wald ZH: Mann (Italiener) gibt mehrere Schüsse ab – eine Person leicht verletzt

Ein Mann hat am Sonntagvormittag (13.10.2024) vor der reformierten Kirche in Wald eine Person angeschossen. Kurz vor 10.30 Uhr kam es vor der reformierten Kirche in Wald zu einer Auseinandersetzung. Dabei gab ein 41-jähriger Italiener mehrere Schüsse ab. Ein 46-jähriger Mann wurde dabei leicht verletzt. Anschliessend verliess der Schütze den Tatort und flüchtete in vorerst unbekannte Richtung. Die Kantonspolizei Zürich leitete sofort umfangreiche Fahndungsmassnahmen ein.

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Bülach ZH: Mehrfamilienhaus nach Kellerbrand evakuiert – zwei Verletzte

Nach einem Kellerbrand ist in der Nacht auf Samstag (12.10.2024) in Bülach ein Mehrfamilienhaus evakuiert worden. Zwei Personen wurden verletzt. Kurz nach Mitternacht ging die Meldung über einen Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Quarzstrasse in Bülach ein. Die Feuerwehr konnte den Brand in einem Kellerabteil rasch unter Kontrolle bringen. Zwei Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Wegen möglicher giftiger Russablagerungen im Treppenhaus wurden am frühen Morgen alle Bewohner des Hauses evakuiert.

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Ambrì / Rivera TI: Pyrotechnik-Vorfall und Auseinandersetzung nach Versammlung

Die Kantonspolizei gibt bekannt, dass es am Rande der Versammlung gestern Abend, Freitag, 11. Oktober, in der Gottardo Arena in Ambrì zu Unruhen kam. Kurz vor 23 Uhr explodierte ein pyrotechnischer Gegenstand aus dem Gästebereich in Richtung eines schweren Fernsehproduktionsfahrzeugs. Es wurde beschädigt und einige der anwesenden Personen erlitten nach erster medizinischer Beurteilung leichte Verletzungen, insbesondere am Gehör, und konnten von den vor Ort anwesenden Sanitätern sofort versorgt werden.

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Malvaglia TI: 53-jähriger Fahrer schwer verletzt bei Verkehrsunfall

Wie die Kantonspolizei mitteilt, hat sich heute, am Samstag, d. 12.10.2024, kurz nach 14.15 Uhr im Gebiet Malvaglia ein Verkehrsunfall ereignet. Gemäss einer ersten Rekonstruktion fuhr ein 53-jähriger Schweizer mit Wohnsitz in der Leventina mit einem Lieferwagen auf der Strasse in Richtung Malvaglia-Tal. Aus noch zu klärenden Gründen verlor der Fahrer in einer Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug, kam nach links ins Schleudern und landete in einer Böschung am Strassenrand.

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Spiringen UR: E-Bike-Fahrerin (27) bei Selbstunfall verletzt

Am 12. Oktober 2024 erhielt die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Uri, kurz nach 11:30 Uhr, eine Meldung wonach eine Velofahrerin auf der Witerschwandergasse, Gemeinde Spiringen, gestürzt sei und sich verletzt habe. Aus noch nicht abschliessend geklärten Gründen verlor sie die Kontrolle über ihr E-Bike.

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Stadt Winterthur ZH: Tödlicher Verkehrsunfall mit Führerflucht - Zeugenaufruf

In der Nacht auf Samstag, 12. Oktober 2024, ereignete sich in der Nähe der Winterthurer Altstadt ein tödlicher Verkehrsunfall mit Führerflucht. Ein 65-jähriger Mann erlag noch auf der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht geklärt. Die Polizei sucht Zeug/innen.

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Unterseen BE: Vier Jugendliche nach Autodiebstahl vorläufig festgenommen

Am Mittwochmorgen ist in Unterseen in ein Einfamilienhaus eingeschlichen und dabei ein Auto entwendet worden. Im Zuge einer Nachsuche konnten vier jugendliche Tatverdächtige in Hünibach und in Thun angehalten werden. Weitere Ermittlungen sind im Gang. Am Mittwoch, 9. Oktober 2024, gegen 4.10 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung ein, wonach an der Gurbenstrasse in Unterseen ein Auto von einem Vorplatz eines Einfamilienhauses entwendet worden und nun in unbekannte Richtung davongefahren sei.

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Schaffhauser Polizei: Wir suchen dich!

Als moderner Dienstleistungsbetrieb mit rund 240 Mitarbeitenden sorgt die Schaffhauser Polizei für Sicherheit und Ordnung zu Gunsten der Bevölkerung im ganzen Kanton Schaffhausen. Die Stabsdienste mit den Bereichen Ausbildung, Rechtsdienst, Kommunikation, Prävention und Personelles unterstützen das Kommando sowohl auf der strategischen wie auch operativen Ebene.

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Magadino TI: 58-Jähriger verliert Kontrolle über sein Fahrzeug und verunglückt tödlich

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich heute kurz nach 9.30 Uhr in Magadino ein Verkehrsunfall. Ein 58-jähriger Schweizer Autofahrer aus der Region Locarno war auf der Kantonsstrasse in Richtung San Nazzaro unterwegs. Gemäss einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die die polizeilichen Ermittlungen noch klären müssen, verlor er, möglicherweise aufgrund einer Krankheit, die Kontrolle über sein Auto, kollidierte zunächst mit einem Fahrzeug am Strassenrand und landete anschliessend in einem Bach. Die Kantonspolizei, die Feuerwehr Gambarogno und der Rettungsdienst Salva waren vor Ort und konnten nach Wiederbelebungsversuchen nur noch den Tod des 58-jährigen Mannes feststellen.

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Kanton Tessin: Mobile und halbstationäre Geschwindigkeitskontrollen

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizei geben bekannt, dass in der Woche 42 vom 14.10.2024 bis zum 20.10.2024 an folgenden Orten mobile und halbstationäre Geschwindigkeitskontrollen im Sinne der Strassenverkehrsprävention durchgeführt werden: Mobile und halbstationäre Geschwindigkeitskontrollen

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San Carlo GR: Autofahrer (41) verliert Herrschaft über Fahrzeug

Am Donnerstagabend ist am Berninapass ein Automobilist verunfallt. Er wurde dabei verletzt. Der 41-jährige, in Italien wohnhafte, Mann aus Bangladesch fuhr um 23 Uhr auf der Berninastrasse H29 von Livigno kommend talwärts in Richtung Poschiavo.

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Derendingen SO: Zwei mutmassliche E-Bike-Diebe (Marokkaner, 19, 46) angehalten

Dank einem Hinweis aus der Bevölkerung über ein verdächtiges Velodepot im Bereich des Oberstufenzentrums in Derendingen ist es der Kantonspolizei Solothurn am Mittwochabend, 9. Oktober 2024, gelungen, zwei mutmassliche E-Bike-Diebe anzuhalten. Die Polizei sucht die rechtmässigen Besitzer/-innen.

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Liestal BL: Raubüberfall auf zwei Ladenlokale – Polizei sucht Zeugen

Am Dienstagvormittag, 8. Oktober 2024, kurz vor 12.00 Uhr, kam es an der Rebgasse und der Rheinstrasse in Liestal BL zu je einem Raubüberfall auf ein Ladenlokal. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft begab sich ein unbekannter Mann kurz vor Mittag in ein Coiffeurgeschäft an der Rebgasse.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.