2’333 YouTube-Filmstunden pro Sekunde: Echtzeit-Infografik offenbart Internet-Datenmengen

29.05.2014 |  Von  |  Neue Medien
2'333 YouTube-Filmstunden pro Sekunde: Echtzeit-Infografik offenbart Internet-Datenmengen
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Was im Internet datenmässig los ist, kann man nur erahnen. Oder auch nicht. Eine interaktive Echtzeit-Infografik zeigt jetzt jedenfalls das Ausmass der Datenmengen, die jede Sekunde neu generiert werden.

Irgendwie weiss jeder, dass im Internet ungeheure Datenmengen bewegt werden. Wie viel täglich dazukommt, mag nicht jedem sofort geläufig sein. Was Penny Stocks Lab da zeigen, ist jedenfalls atemberaubend.

Die Infografik bildet ab, welche Mengen an Daten die wichtigsten Internetdienste neu erzeugen. Die Uhr tickt dabei im Sekundentakt, die Zahlen werden im gleichen Intervall angepasst. So sieht man z.B., dass bei Google sekündlich gut 4’600 Suchanfragen eingehen – nach 1’000 Sekunden, die ich nun die Seite offen habe, sind es schon 4,5 Millionen. In der gleichen Zeit wurden bei YouTube ziemlich genau 2’000 Stunden Videomaterial hochgeladen und gut 2,3 Millionen Stunden angeschaut – macht über 2’300 Stunden pro Sekunde.

Eine echte Gigabyte-Zahl gefällig? Hier kommt sie: Facebook muss in diesen knapp über 15 Minuten mehr als 6’400 Gigabyte an Daten neu verwalten, darunter befinden sich über 60 Millionen Likes und Posts. Auf die Sekunde gerechnet macht das 6,4 Gigabyte pro Sekunde und 60’000 Likes und Posts. Doch nicht nur mit Bytes, Posts und Searches wartet die Infografik auf, man erhält auch Einblick in die Geldbeutel der Unternehmen. So wächst der von Google um 1’615 US-Dollar pro Sekunde, nach gut zwanzig Minuten hat der Konzern aus Mountain View als schon über zwei Millionen Dollar verdient – nur durch Werbeanzeigen. Noch besser geht es Amazon, der Online-Versandriese schafft in der gleichen Zeit sogar über 3 Millionen Dollar.

Datenproduktion und Datensicherheit

Wer produziert all diese Daten? Triviale Antwort: Die Internetnutzer, also Du und Ich. Wo sind die alle abgelegt? Auf Servern natürlich. Und die brauchen ausser Strom nur ein bisschen Platz. Nicht wirklich viel eigentlich. So wenig, dass das ganze Internet – zumindest rein digital – in ein einziges Servergebäude passen würde. Die NSA hat vor einigen Jahren ein solches in der Wüste von Utah errichten lassen. Die Speicherkapazität der dortigen Server beträgt 14 Zetabyte, das sind 14 Billionen Gigabyte – Tendenz wachsend, wie man bei Penny Stocks Lab unschwer erkennen kann.

Stichwort NSA: Dass der amerikanische Geheimdienst offenbar in der Lage ist, das gesamte Internet einmal abzuspeichern, scheint kein Zufall zu sein. All die Daten, die Du und Ich produzieren, sind nämlich ein gefundenes Fressen für die grauen Herrschaften. Angeblich zur Terrorbekämpfung. Dass das Zetabyte-weise Sammeln von Daten mit dem Aufspüren einzelner Terroristen kaum erklärbar ist, liegt auf der Hand.

Beeindruckend ist es trotzdem, was da im Internet los ist. Jetzt sind gleich 40 Minuten vorbei, und Twitter verzeichnet 13,5 Millionen neue Tweets. Noch nie in der Geschichte konnten sich so viele Menschen so einfach mitteilen. Wären die Freiheitsfeinde nicht, könnte man eine der grössten Erfindungen des Menschen noch besser geniessen.

 

Titelbild: Screenshot Penny Stocks Lab

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