Blasenschwäche: Tanzen als Therapie bei Inkontinenz

06.07.2014 |  Von  |  Gesundheit
Blasenschwäche: Tanzen als Therapie bei Inkontinenz
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[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Husten, Niesen, Lachen – viele Frauen im besten Lebensalter trauen sich kaum mehr auf die Strasse, weil sie unter einem körperlichen Defizit leiden, über das oft nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Unkontrollierter Harndrang ist keine Alterskrankheit und betrifft viele Frauen bereits vor dem 50. Lebensjahr. Blasenschwäche ist nach wie vor ein Tabuthema.

Der medizinische Begriff Inkontinenz bezeichnet einen unkontrollierten Harn- oder Stuhlverlust aufgrund körperlicher und seelischer Probleme. Ursächlich können Übergewicht, eine vorangegangene Blasenentzündung, Stress oder sogar eine Allergie sein. Betroffene sind nicht in der Lage, ihre Ausscheidungen bewusst zurückzuhalten bzw. den Zeitpunkt der Entleerung selbst zu bestimmen. Inkontinenz wird umgangssprachlich als Blasenschwäche bezeichnet und hauptsächlich als Alters- oder Frauenproblem angesehen, obwohl die Erkrankung auch Männer betreffen kann.

Die Beschwerden können sich mit speziellem und vor allem kontinuierlichem Training in vielen Fällen bessern. Die Erkrankung entsteht nämlich durch das Erschlaffen der Beckenbodenmuskulatur. Diese Muskeln lassen sich trainieren und stärken. Trotzdem müssen es nicht immer die gleichen langweiligen Übungen im Gesundheitszentrum sein, denn Betroffene können ihre Muskulatur auch fit tanzen.

Neues Konzept: einfach trocken tanzen

Je nachdem, um welche Grunderkrankung oder Ursache es sich handelt, wird die Inkontinenz mit gezielten Medikamenten oder entsprechendem Muskeltraining behandelt. Betroffene Frauen haben ihre Beckenmuskulatur bisher mithilfe einer Physiotherapie gestärkt. Viele Teilnehmerinnen verlieren aber schnell die Lust an den Kursen der Krankenkassen, denn der Spassfaktor fehlt. Ein neues Konzept kommt von Schweizer Forschern, wobei neben dem üblichen Training spezielle Tanzübungen durchgeführt werden. Diese können die Teilnehmerinnen sogar zu Hause vornehmen, auch mithilfe von Spielekonsolen.

Egal ob Freestyle, Tango oder Walzer: Tanzen stärkt den Kreislauf und das Herz, schult das Gedächtnis und kräftigt die Muskeln. Die Blasenschwäche wird mit der Tanzmethode so erfolgreich behandelt, dass Betroffene ohne grosse Einschränkungen wieder ein normales Leben führen können. Neben Medikamenten und Einlagen leisten dabei auch Verhaltens- und Körpertraining die nötige Unterstützung. Von der Art der Harninkontinenz hängt jeweils ab, welche Therapie im Einzelfall die richtige ist.

Erfolg versprechende Tanztherapie

Die durchgeführten Studien haben beachtliche Ergebnisse gebracht: 24 Teilnehmerinnen im Alter von 50 bis 80 Jahren schwangen zweimal die Woche das Tanzbein, zusätzlich zu den normalen Beckenbodenübungen. Erste Erfolge stellten sich nach zehn bis zwölf Wochen ein. Zudem kamen die Frauen kontinuierlicher zum Training, denn Tanzen bereitet mehr Freude als langweilige Gymnastik. Auch im Alltag hatten die Probandinnen ein sicheres Gefühl, weil sie ihren Körper besser unter Kontrolle halten konnten.

Weitere Studien sind geplant, und selbst Fitnessstudios haben Interesse an diesem Trainingskonzept angemeldet. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Krankenkasse, welches Studio an Ihrem Wohnort für das gesunde Tanzen besonders empfehlenswert ist.

 

Oberstes Bild: © Paul Hakimata Photography – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]


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