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Wie schütze ich mich zu Hause vor dem Coronavirus?

17.03.2020 |  Von  |  Coronavirus, Gesellschaft, Gesundheit
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Seit Wochen ist dieser Virus sprichwörtlich in aller Munde. Während er sich zunächst nur in China ausbreitete, sind inzwischen auch Fälle ausserhalb des Landes bekannt. Insgesamt sind 29 Länder von der Krankheit betroffen, in vielen davon forderte sie zahlreiche Todesopfer. Da ist es nur verständlich, dass sich auch die Angst immer mehr verbreitet.

Innerhalb der Schweiz verschärfen Hochschulen aktuell die Zutrittsbedingungen für China-Reisende, indem diese die Schule für 14 Tage nicht betreten dürfen. Schon Ende Januar hatte die ETH darauf reagiert und E-Mails an Mitarbeiter und Studierende verschickt. Gleichzeitig wurden Vorschriften erstellt, die für Rückkehrer aus China gelten. Doch wie kann man sich effektiv dagegen schützen, obwohl man vielleicht nicht einmal direkt betroffen ist?

Wie überträgt sich der Virus?

Um sich vor der Krankheit effektiv zu schützen, ist es immer sinnvoll zu wissen, wie sie sich ausbreitet. Der Coronavirus überträgt sich mittels Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, über das Händeschütteln, Niesen oder Husten. Kommt der Virus mit den Schleimhäuten in Berührung, besteht Ansteckungsgefahr. Dementsprechend ist es in jedem Fall empfehlenswert, eine Atemschutzmaske zu tragen. Wer vorab auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich jedoch auch direkt von einem Arzt oder Apotheker eine schützende Spritze verabreichen lassen.

Bis der Virus ausbricht, vergehen für gewöhnlich etwa 14 Tage. Zu den typischen Symptomen gehört Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Einige Erkrankte leiden auch unter Durchfall. Genau deshalb wird von Experten angeraten, bei einer verdächtigen Atemwegserkrankung einen Arzt aufzusuchen. Dies wird vor allem Personen empfohlen, die wissentlich zuvor mit einem Erkrankten zu tun hatten, oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Inwiefern schützt ein Desinfektionsmittel?

Es liegt der Gedanke nahe, eine Übertragung mittels Desinfektionsmittel zu verhindern. Diese Massnahme ist im Prinzip jedoch nicht notwendig. Da die Viren, ähnlich wie jene, die Grippe auslösen, behüllt sind, gibt es ein sehr viel einfacheres Mittel, um sie zu zerstören: Seife! Wer sich nach dem Kontakt mit Fremden, oder aber der Rückkehr nach Hause, die Hände richtig mit Seife wäscht, kann eine Ansteckung ebenfalls vermeiden.

Am besten ist es, die Hände zunächst mit warmem Wasser zu waschen und dann etwas Seife hinzuzunehmen. Diese stammt idealerweise aus einem Seifenspender. Es gilt, die Hände für etwa 30 Sekunden einzuschäumen und die Fingerzwischenräume nicht zu vergessen. Wer ganz sichergehen möchte, zieht eine Nagelbürste hinzu und entfernt eventuelle Keime unter den Fingernägeln. Die Seife wird anschliessend mit warmem Wasser gut abgewaschen.


Geschäftsfrau, die von zu Hause aus arbeitet und eine Schutzmaske trägt

Im Prinzip reicht es aus, die Hände mit Seife gründlich zu reinigen. Wer nicht auf Desinfektionsmittel verzichten möchte, der sollte Produkte mit nachgewiesener begrenzt viruzider Wirksamkeit kaufen. (Bild: Deliris – shutterstock.com)


Atemschutzmaske – Wie wirksam ist ihr Schutz?

In China ist das Tragen einer Atemschutzmaske inzwischen Pflicht. Die Bürger werden sogar mittels Drohne überwacht und wieder nach Hause geschickt, sofern sie vergessen haben, sie anzuziehen.

Der Gedanke, eine Atemschutzmaske zu tragen ist zwar gut, doch gibt es bei alldem ein Problem: Es muss das richtige Modell sein. Eine normale Maske, die im Handel verkauft wird und welches in der Regel aus Zellstoff besteht, nützt bei einem hartnäckigen Virus wie diesem relativ wenig. Die Viren sind nämlich so klein, dass sie ohne Mühe durch den Zellstoff dringen.

Wenn es schon eine Atemschutzmaske gegen den Coronavirus sein soll, muss es ein Modell sein, das mit einem Partikelfilter ausgestattet ist. Allerdings sind auch diese in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Um sich bewusst und aktiv vor den Viren zu schützen, ist ein Partikelfilter der Klasse FFP-2 empfehlenswert. Dieser filtert alle gesundheitsschädlichen Stoffe heraus. Darunter jene, welche die Atemwege reizen, aber auch Viren wie SARS oder Bakterien, die Tuberkulose auslösen.

Ärzte raten derzeit noch nicht dazu, so weit zu gehen, weswegen eine gewöhnliche Maske aus Zellstoff noch immer ausreicht. Erst wenn tausende Menschen infiziert sind, wird von Experten befürwortet, auf jene mit Partikelfilter umzusteigen.

Massnahmen für noch besseren Schutz

Im Gegensatz zur Grippe, wo es inzwischen bereits möglich ist, sich dagegen sogar schon in der Apotheke impfen zu lassen, besteht diese Option beim Coronavirus leider nicht. Neben dem fachgerechten Händewaschen gibt es dennoch ein paar andere Tipps, die man beherzigen kann und die dabei helfen können, das Ansteckungsrisiko so gut wie möglich zu minimieren. Dazu gehört:

  • Mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen halten, insbesondere zu Kranken.
  • Wenn man Husten oder Niesen muss, sollte man dies nur in die Armbeuge.
  • Ruhe bewahren!

Gerade der letzte Punkt wird auch von Experten immer wieder propagiert. Denn in den meisten Fällen machen sich viele Menschen unnötige Sorgen, obwohl sie gar nicht von dieser Angelegenheit betroffen sind. So haben beispielsweise viele Menschen keinen regelmässigen Kontakt zu jenen, die mit China-Reisenden zu tun haben, oder überhaupt in Reichweite des Virus gelangen.

Zwar ist ein gewisses Mass an Vorsicht und Umsicht immer empfehlenswert, doch gerade in Ländern wie der Schweiz als auch Deutschland gibt es gute Vorkehrungen, damit es gar nicht erst zu einer Ansteckung kommt.

 

Titelbild: MintArt – shutterstock.com

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