Villeneuve VD: Falscher Banker festgenommen – Polizei stellt 10'000 Franken sicher

Am Donnerstag, 27. November 2025, wurde in Villeneuve ein Mann festgenommen, der im Verdacht steht, in einen Betrug durch falsche Banker oder Polizisten verwickelt zu sein.

Am Donnerstag, 27. November 2025, wurde in Villeneuve ein Mann festgenommen, der im Verdacht steht, in einen Betrug durch falsche Banker oder Polizisten verwickelt zu sein.

Auf ihm wurden 10’000 Franken sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet. Die Kantonspolizei Waadt stellt fest, dass die Anzahl solcher Fälle weiterhin hoch ist: Im Jahr 2025 wurden im Kanton Waadt rund 800 Betrugsfälle mit falscher Identität registriert, mit einem Gesamtschaden von 1,3 Millionen Franken.

Am Donnerstag, 27. November 2025, gegen 12.30 Uhr kontrollierten Gendarmen bei einer präventiven Patrouille in Villeneuve eine verdächtige Person. Aufgrund des Verdachts auf einen Betrug durch falsche Identität, etwa als falscher Polizist, falscher Banker oder falscher Versicherungsvertreter, wurde der Mann festgenommen. Es handelt sich um einen 26-jährigen französischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Frankreich.

Bei der Kontrolle seines Fahrzeugs wurden Bankunterlagen sowie ein Betrag von 1’400 Euro gefunden. Zudem trug der Mann 10’000 Franken in 200-Franken-Noten bei sich sowie eine Bankkarte auf den Namen einer 78-jährigen Schweizerin aus Villeneuve. Die von den Gendarmen kontaktierte Frau bestätigte, dass ein angeblicher Bankvertreter einige Tage zuvor ihre Bankkarte abgeholt hatte.

Bei der Einvernahme gab der Beschuldigte an, sich dreimal zur Geschädigten begeben und insgesamt fünf Bargeldbezüge in der Höhe von insgesamt 50’000 Franken getätigt zu haben. Er erklärte, unter Zwang gehandelt zu haben. Das Geld wurde beschlagnahmt und das vom Beschuldigten benutzte Fahrzeug sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft wurde informiert, der zuständige Staatsanwalt eröffnete ein Strafverfahren und befragte den Beschuldigten. Dieser wurde in Untersuchungshaft versetzt. Die Ermittlungen werden von Inspektoren der Waadtländer Sicherheitspolizei geführt.

Weiterhin hohe Fallzahlen

Die Polizeibehörden stellen fest, dass die Anzahl der Betrugsfälle mit falscher Identität, sei es durch falsche Polizisten oder falsche Banker, weiterhin hoch ist. Seit Jahresbeginn wurden über 250 Täter mit solchen Delikten in Verbindung gebracht. Im Kanton Waadt wurden rund 800 Fälle registriert, davon 230 erfolgreiche Taten, mit einem Gesamtschaden von 1,3 Millionen Franken.

Die Polizei erinnert daran, dass sie sich niemals zu Privatpersonen begibt, um Bankkarten oder Wertgegenstände abzuholen, und gibt folgende Empfehlungen:

  • Keine persönlichen oder bankbezogenen Informationen an Personen weitergeben, die telefonisch Kontakt aufnehmen.
  • Niemals Bankkarten, den PIN-Code oder Wertgegenstände an Unbekannte übergeben.
  • Bei Zweifeln das Gespräch sofort beenden.
  • Nicht über die Rückruftaste zurückrufen.
  • Im Zweifelsfall die Polizei kontaktieren.
  • Diese Informationen im persönlichen Umfeld weitergeben.

 

Quelle: Kantonspolizei Waadt
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Waadt

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