Neuer Schneefall in den Alpen erwartet
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Nach einer milden und trockenen Phase meldet sich der Winter in den Alpen nochmals deutlich zurück. Besonders entlang des Alpenrands setzt ab Samstag verbreitet Niederschlag ein. Mit sinkender Schneefallgrenze ist vielerorts nochmals mit beträchtlichem Neuschnee zu rechnen.
Auf der Alpensüdseite beginnt der Niederschlag bereits am Freitagabend. Zunächst fallen noch keine grossen Mengen. In der Nacht auf Samstag sowie im Verlauf des Samstags intensivieren sich die Niederschläge jedoch zunehmend.
Am Samstag greift das Niederschlagsgebiet auch auf die Alpennordseite über. Besonders in der zweiten Tageshälfte fällt zeitweise anhaltender und intensiver Niederschlag. Gleichzeitig sinkt die Schneefallgrenze deutlich: Anfangs liegt sie noch bei rund 1400 Metern, bis zum Abend fällt sie vielerorts auf etwa 500 Meter.
In einzelnen Tälern kann die Schneefallgrenze sogar noch etwas tiefer sinken. Im Oberwallis sind zeitweise Schneeflocken bis zum Talboden möglich.
Schnee auch im Glarnerland und in Graubünden
Auch im Glarnerland stellt sich wieder eine winterliche Situation ein. Besonders ab Schwanden talaufwärts bis nach Linthal kann es im Verlauf des Samstags sowie in der Nacht auf Sonntag erneut schneien.
Weiter östlich bekommen auch Mittelbünden und Nordbünden verbreitet Schnee. In vielen Alpentälern kann sich im Laufe des Ereignisses wieder eine Schneedecke bilden.
In zahlreichen Regionen der Alpen sind oberhalb von rund 1000 Metern verbreitet 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee möglich.
Besonders grosse Schneemengen auf der Alpensüdseite
Noch grössere Mengen werden auf der Alpensüdseite erwartet. Besonders im Bedrettotal, in der oberen Leventina sowie bis ins Maggiatal können oberhalb von etwa 1400 Metern lokal 80 bis 100 Zentimeter Neuschnee fallen.
Auch rund um San Bernardino sind sehr grosse Schneemengen möglich.
In den angrenzenden Südalpen Italiens setzt sich der Schneefall ebenfalls fort. Rund um Simplon und Domodossola können in Staulagen ebenfalls grosse Schneemengen zusammenkommen.
Geringere Schneemengen auf der Alpennordseite
Auf der übrigen Alpennordseite fallen die Mengen etwas geringer aus. Zwischen etwa 500 und 1000 Metern sind vielerorts 5 bis 25 Zentimeter Neuschnee möglich. Oberhalb von rund 1200 bis 1300 Metern kann in Staulagen jedoch ebenfalls bis zu 50 Zentimeter Neuschnee fallen.
Ein Teil der Niederschläge erreicht auch die Ostalpen. In Vorarlberg und Teilen Tirols sind oberhalb von etwa 1000 bis 1200 Metern rund 20 Zentimeter Neuschnee möglich.
Selbst im Schwarzwald kann der Winter nochmals kurz zurückkehren. Oberhalb von etwa 900 bis 1000 Metern sind dort lokal 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee möglich.
Lawinengefahr und schwierige Strassenverhältnisse
Mit den grossen Neuschneemengen steigt in den Alpen auch die Lawinengefahr wieder deutlich an.
Auch auf den Strassen wird sich die Situation verschärfen. Besonders auf der San-Bernardino-Route muss ab Samstagmittag bis in den Sonntag hinein mit schneebedeckten Fahrbahnen gerechnet werden. Der Verkehr kann dort zeitweise deutlich erschwert sein.
Winterliche Verhältnisse sind zeitweise auch rund um den Gotthardstrassentunnel möglich. Vor allem auf der Nordseite kann es bei intensiven Niederschlägen kräftig schneien. Auf der Südseite kann während der Niederschlagsabkühlung ebenfalls Schnee fallen, wobei dieser bei schwächeren Niederschlägen zeitweise wieder in Regen übergehen kann.
Auch rund um den Simplon sowie auf vielen Bündner Pässen sind winterliche Strassenverhältnisse zu erwarten. Aufgrund der prognostizierten Schneemengen ist in diesen Regionen Winterausrüstung dringend zu empfehlen.
Wintereinbruch im März nicht ungewöhnlich
Ein solcher Wintereinbruch Mitte März ist in den Alpen nicht ungewöhnlich. Trotz meteorologischem Frühlingsbeginn sind kräftige Schneefälle in den Bergen zu dieser Jahreszeit durchaus normal.
Quelle: SchneeToni/Polizei.news
Bildquelle: SchneeToni