Ingolstadt, BY: Betrug mit Schwarzlöhnen – Gericht verurteilt Firmenchef zu Haft
Polizei.news Redaktion Bayern Deutschland Polizeinews Regionen
Zu einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe wurde ein Angeklagter vom Landgericht Ingolstadt wegen Nichtzahlung von Sozialabgaben verurteilt.
Die Bewährung setzte der Vorsitzende der 1. Strafkammer auf drei Jahre fest.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Augsburg führte umfangreiche Ermittlungen gegen den Geschäftsführer einer im Raum Ingolstadt ansässigen Eisenflechter- und Abbruchfirma durch. Im Fokus stand der Verdacht, dass die Arbeitnehmer nicht bzw. nicht richtig zur Sozialversicherung angemeldet wurden. Durch einen Abgleich von Geschäftsunterlagen mit den Arbeitszeitaufschreibungen der Arbeiter stellte die FKS des Hauptzollamts Augsburg erhebliche Abweichungen fest.
Obwohl der Beschuldigte wusste, dass bereits ein Strafverfahren gegen ihn anhängig war, führte er seine bewährte Praxis weiter. Als er anderweitig bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Dresden als Käufer von Scheinrechnungen in Erscheinung trat, führte das zur Einleitung eines weiteren Verfahrens gegen ihn. Das durch Scheinrechnungen generierte Geld diente unter anderem für Schwarzlohnzahlungen. Der verursachte finanzielle Schaden beläuft sich auf knapp 1,2 Millionen Euro.
Quelle: Hauptzollamt Augsburg
Bildquelle: Symbolbild Hauptzollamt Augsburg