Hamburg: Diebstahl einer Spendenbox endet für 49-Jährigen in Untersuchungshaft
Polizei.news Redaktion Deutschland Hamburg Polizeinews Regionen
Am 09.07.2026 gegen 11:55 Uhr soll ein Mann (Alter: 49 Jahre) eine Spendenbox mit ca. 15 EUR Bargeld aus einem Drogeriegeschäft im Hamburger Hauptbahnhof entwendet haben.
Die Spendenbox war dabei mit einem Kabelbinder gesichert.
Der deutsche Tatverdächtige soll mit einer mitgeführten Zange den Kabelbinder abgeschnitten, die Spendenbox an sich genommen und den Drogeriemarkt fluchtartig verlassen haben.
Mitarbeiter des Geschäfts beobachteten den Diebstahl und konnten den Mann bis zum Eintreffen der angeforderten Bundespolizei festhalten.
Nach Eintreffen einer Bundespolizeistreife wurde der Tatverdächtige festgenommen und nach weiterem Stehlgut durchsucht. Bei der durchgeführten Durchsuchung konnten ein griffbereites Messer sowie zwei Postpäckchen, die nicht auf ihn adressiert waren, festgestellt und sichergestellt werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass die Postpäckchen im Rahmen der Zustellung entwendet worden sind.
Die Spendenbox konnte an das Geschäft wieder übergeben werden. Bei der fahndungsmäßigen Überprüfung der Personaldaten des Beschuldigten folgte die Feststellung, dass er auch bereits in sechs weiteren Strafverfahren im Rahmen von Aufenthaltsermittlungen gesucht wurde (3x Diebstahl, 1x besonders schwerer Fall des Diebstahls, 1x Beleidigung, 1x Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz).
Er wollte sich zu den vorgeworfenen Straftatvorwürfen nicht äußern. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Promillewert von 0.0. Durch einen angeforderten Amtsarzt wurde die Verwahrfähigkeit festgestellt. Durch den Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg wurde eine Haftzuführung veranlasst, sodass der Beschuldigte nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen der Untersuchungshaftanstalt zugeführt wurde.
Gegen den 49-Jährigen leiteten Bundespolizisten drei neue Strafverfahren (1x Diebstahl Spendenbox, 2x Diebstahl Postpäckchen) ein. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg
Bildquelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg