Konstanz, Baden-Württemberg: Zoll beschlagnahmt zehn gefälschte Luxusuhren

Plagiate zweier namhafter Luxusuhrenhersteller entdeckte der ZOLL in Postpaketen aus China – Originalwerte insgesamt geschätzt über 160.000 Euro

Zehn gefälschte Luxusuhren entdeckte der ZOLL am 24.07.2026 in einem Postpaket.

Ein junger Schweizer hatte sich die Plagiate aus China nach Deutschland schicken lassen. Hätte der Mann aus dem Kanton Zürich die Stücke im Original erworben, beliefe sich der Gesamtwert der Sendung geschätzt auf über 160.000 Euro.

„Immer wieder werden vom deutschen ZOLL Paketsendungen mit Markenfälschungen festgestellt“, so Sonja Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamt Singen. „Mittlerweile gibt es kaum noch Produkte, die nicht gefälscht werden. Im Jahr 2025 beschlagnahmte der deutsche ZOLL gefälschte Waren im Wert von rund 446 Millionen Euro. Davon kamen knapp 65 % der Lieferungen aus China. Insbesondere persönliches Zubehör, wie Sonnenbrillen, Taschen, Uhren und Schmuck waren mit einem Wert von über 313 Millionen Euro im Jahr 2025 die am häufigsten gefälschten Artikel.“

Die Uhren wurden sichergestellt und die Markeninhaber benachrichtigt. Als Empfänger der Fälschungen drohen dem Mann jetzt zivilrechtliche Verfahren durch die Herstellerfirmen der Originalwaren. Die Plagiate werden in der Regel im Auftrag der Markeninhaber durch den ZOLL vernichtet.

Zusatzinformationen

Nach den Vorschriften des gewerblichen Rechtsschutzes werden Produktfälschungen vom Markt genommen, wenn die Hersteller der Markenwaren entsprechende Anträge zur Einziehung der Waren beim ZOLL gestellt haben. Die Zentralstelle Gewerblicher Rechtsschutz des Zolls ist die bundesweite Kontaktstelle für alle Rechteinhabenden (Marken, Patente, Geschmacksmuster etc.). Weitere Informationen auf www.zoll.de

 

Quelle: Hauptzollamt Singen
Bildquelle: Hauptzollamt Singen