Hitzacker, Niedersachsen: Umfangreiche Personensuche bleibt zunächst ohne Erfolg
Polizei.news Redaktion Deutschland Niedersachsen Polizeinews Regionen
Eine umfangreiche Personensuche hat in der Nacht zu Freitag (07.08.2026) sowie während des gesamten Freitags zahlreiche Einsatzkräfte in Hitzacker beschäftigt.
Gesucht wurde ein älterer, an Demenz erkrankter Mann, der seit Donnerstagabend vermisst wurde.
Da der Mann nicht ortskundig war und möglicherweise medizinische Hilfe benötigte, wurden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet.
Nach Angaben des Pressesprechers der Feuerwehr Elbtalaue, Florian Schulz, forderte die Polizei die Feuerwehr am späten Donnerstagabend zur Unterstützung an. Neben den Feuerwehren Hitzacker und Gülden wurden die Hundestaffel Elbtalaue sowie Führungskräfte und Einsatzleitwagen aus Hitzacker und Dannenberg alarmiert. Ausgangspunkt der Suchmaßnahmen war der Bereich rund um den Kurpark.
Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte die Polizei einen Mantrailer-Hund des DRK-Kreisverbandes Lüneburg angefordert. Dieser nahm im weiteren Verlauf die Spur des Vermissten auf. Zusätzlich setzte die Hundestaffel Elbtalaue ihre Flächensuchhunde ein, mit denen größere Gebiete systematisch abgesucht wurden.
Die Drohnengruppe der Feuerwehr Gülden kontrollierte zunächst das nähere Umfeld aus der Luft. Gleichzeitig suchten Feuerwehrkräfte umliegende Straßen und Wege ab. Gegen 1 Uhr traf außerdem der Polizeihubschrauber „Phoenix“ ein, der das Gebiet mithilfe einer Wärmebildkamera aus der Luft überprüfte.
Nachdem der Polizeihubschrauber den Einsatzort wieder verlassen hatte, setzte die Drohnengruppe ihre Suche in weiteren Bereichen fort. Feuerwehrkräfte kontrollierten unter anderem das Umfeld der Schulen, die Dannenberger Straße, mehrere Einrichtungen sowie weitere mögliche Anlaufstellen. Sämtliche Maßnahmen blieben zunächst ohne Ergebnis. Gegen 4:30 Uhr wurde die nächtliche Suche für die Feuerwehr beendet und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.
Bereits am Freitagmorgen gegen 8 Uhr wurden die Suchmaßnahmen wieder aufgenommen. Erneut kamen die Flächensuchhunde der Hundestaffel Elbtalaue sowie die Drohnengruppen der Feuerwehren Gülden und Gartow zum Einsatz. Auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Karwitz unterstützten die Suche. Darüber hinaus beteiligte sich eine Polizeidrohne an den Maßnahmen. Der Polizeihubschrauber „Phoenix“ kehrte ebenfalls nach Hitzacker zurück. Während sich der Hubschrauber im Suchgebiet befand, mussten die Drohnen aus Sicherheitsgründen vorübergehend am Boden bleiben.
Da die Suche weiterhin ohne Erfolg blieb, wurde der Kräfteansatz im Laufe des Vormittags deutlich erhöht. Weitere Einsatzkräfte der Feuerwehren Hitzacker, Wietzetze, Damnatz, Harlingen und Metzingen wurden hinzugezogen. In mehreren Suchabschnitten kontrollierten die Einsatzkräfte Straßen, Wege, Grundstücke sowie Wald- und Grünflächen. Unter anderem wurden die Bereiche rund um Tießau, Tießmesland und Meudelfitz, der Hafen in Tießau sowie das Gelände eines Jugendzeltlagers abgesucht.
Wertvolle Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte zudem von zwei Förstern der Niedersächsischen Landesforsten. Sie fuhren Waldwege in den betreffenden Suchgebieten ab und kontrollierten bekannte Bunker sowie Hochsitze. Darüber hinaus stellten sie der Einsatzleitung detailliertes Kartenmaterial zur Verfügung, das eine gezielte Planung und Koordinierung der weiteren Suchmaßnahmen ermöglichte.
Am Nachmittag wurde die Suche nochmals ausgeweitet. Einsatzkräfte aus Penkefitz, Splietau, Groß Heide und Jameln unterstützten die laufenden Maßnahmen. Gemeinsam mit der Polizei wurden in kleinen Trupps auch Grundstücke im näheren Umfeld kontrolliert. Später kamen weitere Feuerwehrkräfte aus Streetz, Volkfien und Mützingen hinzu. Am Abend wurde außerdem das Gelände rund um die Jugendherberge durchsucht. Zur Betreuung der Angehörigen stand ein Notfallseelsorger bereit.
Aufgrund der langen Einsatzdauer musste auch die Versorgung der zahlreichen Einsatzkräfte organisiert werden. Das DRK bereitete sowohl mittags als auch abends eine Mahlzeit für die Einsatzkräfte zu. Die Versorgung mit heißen und kalten Getränken konnte durch großzügige Spenden des REWE-Marktes Hitzacker sichergestellt werden. Für die kurzfristige und unkomplizierte Unterstützung spricht die Feuerwehr allen Beteiligten ihren ausdrücklichen Dank aus.
Trotz der großflächigen Suche am Boden und aus der Luft konnte der Vermisste zunächst nicht gefunden werden. Gegen 20:10 Uhr beendete die Feuerwehr ihre Maßnahmen nach Rücksprache mit der Polizei. Die weitere Bearbeitung wurde anschließend erneut an die Polizei übergeben.
Insgesamt waren im Verlauf der beiden Suchphasen rund 160 Einsatzkräfte beteiligt. Die Maßnahmen erstreckten sich – mit einer Unterbrechung in den frühen Morgenstunden – über nahezu 22 Stunden.
Quelle: Kreisfeuerwehrverband Lüchow-Dannenberg e.V.
Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Lüchow-Dannenberg e.V.