Ulm, Baden-Württemberg: Jahrzehnte im Waldweg verborgen – Panzergranate gesprengt

Am Donnerstagnachmittag (13.08.2026) kam ein weiteres Teil eines Sprengkörpers zu Tage.

Gegen 10.15 Uhr stieß der Gemeindemitarbeiter in einem Waldstück Gewann Tautschbuch auf den gefährlichen Gegenstand.

Der lag wohl Jahrzehnte unter einem Waldweg verborgen und konnte bei der maschinellen Aufbereitung des Weges mit einem Frontlader ans Tageslicht befördert werden. Laut Spezialisten der Polizei soll es sich dabei um eine Panzergranate handeln. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) rückte an.

Da die gefährliche Munition einen funktionsfähigen Eindruck machte und nicht entschärft werden konnte, musste die Granate aus dem Zweiten Weltkrieg vor Ort gesprengt werden. Dazu wurde der Gefahrenbereich großräumig abgesperrt. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden.

Am Donnerstag, gegen 14.30 Uhr, wurde der Arbeiter erneut an selber Stelle fündig. Dieses Mal war es laut den Spezialisten lediglich eine Metallkappe einer Panzergrante. Das Teil wurde eingesammelt und fachgerecht durch den KMBD entsorgt.

Hinweis der Polizei:

Die Behörden warnen davor, Fundmunition mitzunehmen. Vielmehr sollte sofort die Polizei verständigt werden. Die Spezialisten kümmern sich dann um die gefährlichen Reste aus dem letzten Krieg in der Region.

Auch Jahrzehnte nach dem Ende des zweiten Weltkriegs werden in Deutschland immer noch alte Kampfmittel aufgefunden. Alterungserscheinungen wie Korrosion machen Bomben und Munition zu einer unberechenbaren Gefahr für die Bevölkerung. Daher sollten Sie den Umgang mit Kampfmitteln ausschließlich Spezialisten überlassen.

Sollten Sie Kampfmittel auffinden:

  • Stellen Sie die Arbeiten sofort ein
  • Sichern Sie die Fundstelle gegen Zutritt
  • Verlassen Sie die Fundstelle und verständigten Sie sofort die Polizei.

 

Quelle: Polizeipräsidium Ulm
Bildquelle: Polizeipräsidium Ulm