Gefälschte Ausweise bei Zollkontrolle entdeckt – vier Arbeiter landen vor Haftrichterin

(Mietingen, Baden-Württemberg). Der Ulmer Zoll traf am 26.08.2026 bei einer Kontrolle in einer Werkshalle in Mietingen sieben georgische Staatsangehörige an, die dort mutmaßlich illegal beschäftigt waren.

Die Personen waren für eine polnische Entsendefirma tätig.

Im Verlauf der Kontrolle und der anschließenden Durchsuchung stellten die Zollbeamten fest, dass die Personen mutmaßlich zumindest die deutsche Auftraggeberfirma über ihre Identität getäuscht hatten.

Hierzu sollen sie sich mit gefälschten Ausweisdokumenten als EU-Bürger ausgegeben haben. Aufenthaltstitel, die ihnen den Aufenthalt oder die Ausübung einer Beschäftigung in der Bundesrepublik Deutschland erlaubt hätten, besaßen sie nicht. Gegen die sieben georgischen Staatsangehörigen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Aufenthalts und der Urkundenfälschung eingeleitet.

Vier der Arbeiter wurden aufgrund der langen Dauer der mutmaßlichen Tatbegehung in Verbindung mit der Identitätstäuschung vorläufig festgenommen und am Folgetag der Haftrichterin vorgeführt. Diese setzte die von der Staatsanwaltschaft Ravensburg beantragten Haftbefehle in Vollzug. Es wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 6.000 Euro gestellt. Die Reisepässe der drei Personen wurden sichergestellt und der Ausländerbehörde Laupheim übergeben.

Diese erließ gegen alle drei Arbeiter Ausreiseverfügungen und Einreisesperren für den Schengenraum. Die Ausreise in ihr Heimatland erfolgt mit dem nächsten verfügbaren Flug.

 

Quelle: Hauptzollamt Ulm
Bildquelle: Hauptzollamt Ulm