Kanton Uri: Weniger Elterntaxis vor Schulen – Kinder sollen ihren Schulweg selbst bewältigen
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Der Schulweg ist mehr als die Strecke zwischen Zuhause und Schule.
Zu Fuss unterwegs zu sein, bedeutet für Kinder Bewegung, Begegnung und wichtige Erfahrungen auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit.
Eltern, Schulen und Polizei unterstützen die Kinder dabei, ihren Schulweg sicher und zunehmend selbstständig zu bewältigen. Hilfreiche Grundlagen vermittelt der Ratgeber „Klare Regeln für den Schulweg: Kinder im Umgang mit Fremden stärken“.
Schulweg als Lern- und Lebensraum
Auf dem Schulweg sammeln Kinder wichtige Erfahrungen: Sie lernen, sich im Verkehr zu orientieren, Situationen einzuschätzen und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig bewegen sie sich an der frischen Luft, treffen andere Kinder und pflegen Freundschaften. Der gemeinsame Weg bietet Raum für Gespräche, Beobachtungen und kleine Entdeckungen. So beginnt und endet der Schultag bereits auf dem Schulweg.
„Der Schulweg ist ein wichtiger Lern- und Lebensraum für Kinder. Wer ihn zunehmend selbstständig bewältigt, gewinnt Sicherheit, Selbstvertrauen und wichtige Erfahrungen fürs Leben“, sagt denn auch Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri und Präsident des Erziehungsrats.
Gemeinsam für einen sicheren Schulweg
Ein sicherer Schulweg entsteht durch das Zusammenspiel aller Beteiligten. Eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung auf den Schulweg spielen die Eltern. Sie gehen den Weg gemeinsam mit ihren Kindern, besprechen schwierige oder unübersichtliche Stellen und üben das richtige Verhalten im Strassenverkehr. Wie sich auch Strassen ohne markierten Übergang sicher bewältigen lassen, erklärt der Ratgeber „Schulweg ohne Fussgängerstreifen: Sichere Stellen zum Überqueren erkennen“.
Gerade in den ersten Wochen begleiten Eltern ihre Kinder und ermöglichen ihnen mit zunehmender Sicherheit Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit. Darüber hinaus sollten Kinder wissen, an wen sie sich in einer unerwarteten Situation wenden können. Der Beitrag „Wenn etwas passiert: So bereiten Sie Ihr Kind auf Notfälle unterwegs vor“ gibt dazu praktische Hinweise.
Auch die Schulen greifen das Thema Schulweg bereits im Kindergarten auf. Die Kinder setzen sich spielerisch mit dem Strassenverkehr auseinander und lernen, worauf sie auf ihrem Schulweg achten müssen. Gemeinsam werden beispielsweise das Überqueren von Strassen, das Verhalten an schwierigen Stellen und das Erkennen von Gefahren geübt.
Die Polizei ergänzt diese Arbeit mit der Verkehrsschulung. Die Kinder lernen ihrem Alter entsprechend die wichtigsten Regeln und üben das sichere Verhalten im Strassenverkehr. Die Verkehrserziehung wird auch in den weiteren Schulstufen fortgeführt und begleitet die Kinder auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit.
Zur Vorbereitung gehören neben den Verkehrsregeln auch klare Absprachen für Begegnungen mit unbekannten Personen. Welche einfachen Verhaltensregeln Kindern Sicherheit geben, erläutert der Ratgeber „Fremde sprechen Kinder auf dem Schulweg an: Diese Regeln sollten Kinder kennen“.
Sicher unterwegs rund ums Schulhaus
Wenn Kinder zu Fuss zur Schule kommen, trägt dies auch zu einer übersichtlicheren und sichereren Situation rund um die Schulhäuser bei. Viele Bring- und Abholfahrten mit dem Auto können dagegen zu zusätzlichem Verkehr, Fahrmanövern und unübersichtlichen Situationen führen. Gerade dort, wo viele Kinder gleichzeitig unterwegs sind, kann dies die Sicherheit beeinträchtigen.
Warum gut gemeinte Fahrten bis vor das Schulhaus neue Risiken schaffen können und welche Alternativen sich anbieten, zeigt der Ratgeber „Unfallprävention: Sicheres Schulumfeld statt Elterntaxi“. Wo es möglich und zumutbar ist, soll deshalb der selbstständige Schulweg zu Fuss gefördert werden.
Quelle: Kanton Uri
Bildquelle: Symbolbild © Maria Symchych/Shutterstock.com