Ehrung für Waldbrand-Einsatzkräfte: Helfer aus dem Landkreis in München gewürdigt
Polizei.news Redaktion Bayern Deutschland Polizeinews Regionen
(München, Bayern). Ein besonderer Dank für einen außergewöhnlichen Einsatz: Am Freitag, 11. September, hat die Bayerische Staatsregierung bei einem Staatsempfang im Münchner Hofbräuhaus die Einsatzkräfte gewürdigt, die in diesem Jahr bei den schweren Waldbränden in Bayern im Einsatz waren.
Unter den Gästen waren auch Einsatzkräfte aus dem Landkreis Traunstein, die bei den großen Waldbrandereignissen im Landkreis und darüber hinaus ihren Beitrag geleistet haben.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Bayerns Innen- und Katastrophenschutzminister Joachim Herrmann dankten den Vertreterinnen und Vertretern der Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Bayerischen Polizei, Bundeswehr, Bayerischen Staatsforsten und Kommunen ausdrücklich für ihren Einsatz. Im Mittelpunkt des Empfangs stand dabei das starke Zusammenwirken der verschiedenen Organisationen bei der Bewältigung der Waldbrände.
Außergewöhnliche Waldbrandlagen im Landkreis Traunstein
Für den Landkreis Traunstein war das Jahr 2026 von mehreren außergewöhnlichen Waldbrandlagen geprägt. Besonders der lang andauernde Bergwaldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding stellte die Einsatzkräfte über Wochen vor enorme Herausforderungen. Hinzu kamen der Waldbrand an der Lackenbergwand bei Oberwössen sowie die Einsätze bei Staudach-Egerndach und Marquartstein beziehungsweise der Brand im Chiemsee Moos bei Übersee, bei denen Feuerwehren und weitere Organisationen aus dem Landkreis gefordert waren.
„Es freut uns sehr, dass mit diesem Staatsempfang auch die Leistungen unserer Einsatzkräfte aus dem Landkreis Traunstein auf Landesebene gewürdigt wurden“, sagt Kreisbrandrat Christof Grundner. „Hinter jedem Einsatz stehen viele Menschen, die teilweise über Tage und Wochen hinweg ihre Freizeit, ihre Kraft und ihre persönliche Sicherheit für den Schutz anderer eingesetzt haben. Dieser Dank gilt deshalb nicht nur den Führungskräften oder den unmittelbar eingesetzten Mannschaften, sondern allen, die ihren Beitrag geleistet haben. Dazu zählen auch die Arbeitgeber für die Freistellungen ihrer Mitarbeiter und die Familien, die teils über Tage und Wochen hinweg auf ihre Angehörigen verzichten mussten.“
Zusammenspiel vieler Organisationen
Gerade die Waldbrandeinsätze hätten einmal mehr gezeigt, wie wichtig das funktionierende Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen sei. Feuerwehren, Rettungsorganisationen, Bergwacht, Polizei, Bundeswehr, THW, Staatsforsten, Kommunen und weitere Partner hätten ihre jeweiligen Fähigkeiten eingebracht und gemeinsam daran gearbeitet, die Brände unter teilweise schwierigsten Bedingungen unter Kontrolle zu bringen.
Für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein bedeutete der Staatsempfang ein wichtiges Zeichen für die Leistungen des Ehrenamts im Brand- und Katastrophenschutz. „Die meisten unserer Einsatzkräfte leisten ihren Dienst ehrenamtlich. Sie stehen bereit, wenn andere Hilfe benötigen – und das unabhängig davon, ob es sich um einen kurzen Einsatz oder um eine außergewöhnliche Einsatzlage über mehrere Wochen handelt“, so Christof Grundner.
„Ein solcher Empfang ist weit mehr als eine schöne Geste“
Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein bedankte sich ausdrücklich und persönlich im Namen der Feuerwehren des Landkreises Traunstein bei Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann für die Einladung und die herzliche Würdigung der Einsatzkräfte. „Ein solcher Empfang ist weit mehr als eine schöne Geste. Er zeigt unseren Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, dass ihre Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird. Dafür sagen auch wir als Kreisfeuerwehrverband ein herzliches Vergelt’s Gott“, betont der Traunsteiner Kreisbrandrat.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder hatte beim Staatsempfang die Einsatzkräfte als „echte Helden“ bezeichnet und ihren täglichen Einsatz sowie insbesondere die Leistungen bei den schweren Waldbränden hervorgehoben. Innenminister Joachim Herrmann dankte den Helferinnen und Helfern für ihren Mut, ihre Ausdauer und ihr Verantwortungsbewusstsein und betonte die Bedeutung des bayerischen Hilfeleistungsnetzwerks.
Für die Einsatzkräfte aus dem Landkreis Traunstein war der Abend in München damit auch ein gemeinsamer Abschluss einer außergewöhnlichen Waldbrandsaison – und eine Anerkennung für viele Stunden anspruchsvoller Arbeit, die häufig weit über den eigentlichen Einsatz hinausgingen.
Quelle: Kreisfeuerwehrverband Traunstein
Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Traunstein