Ortsdurchfahrt wird weiter umgebaut – Verkehr während Bauzeit im Dorfzentrum beeinträchtigt
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(Buochs NW). Für die laufende Umgestaltung und Instandsetzung der Ortsdurchfahrt Buochs zeichnet sich ein höherer Finanzbedarf ab als ursprünglich vorgesehen.
Gründe dafür sind unter anderem zusätzliche Arbeiten aufgrund des baulichen Zustandes der Strasse und ein höherer Koordinationsaufwand bei der Planung.
Der Regierungsrat beantragt dem Landrat deshalb einen Zusatzkredit von 1.645 Mio. Franken.
Seit Sommer 2025 werden die Beckenrieder-, Stanser- und Ennetbürgerstrasse im Zentrum von Buochs umfassend saniert und umgestaltet. Das gemeinsame Projekt von Kanton und Gemeinde verbessert die Verkehrssicherheit, erneuert wichtige Infrastrukturen und wertet den Dorfkern auf. Für das Projekt wurde ursprünglich ein Kredit von 7.605 Millionen Franken bewilligt. Bisher sind Kosten von rund 3.2 Mio. Franken aufgelaufen. Die aktuelle Kostenprognose zeigt, dass der bewilligte Kredit für die vollständige Umsetzung des Projekts nicht ausreichen wird.
Mehr Aufwand und höhere Kosten
Mehrere Faktoren führen zum zusätzlichen Finanzbedarf. Im ursprünglichen Kredit waren keine Reserven für Unvorhergesehenes eingerechnet. Zudem haben die Voruntersuchungen zum baulichen Zustand der Strasse kein ausreichendes Gesamtbild ergeben. So zeigte sich erst im Verlauf der Arbeiten, dass auf gewissen Abschnitten ein umfassender Fundationsersatz notwendig ist und die Betonplatten beim Dorfbach statisch nicht mehr den Anforderungen genügen und ersetzt werden müssen. Hinzu kommen höhere Aufwände für den Landerwerb und notwendige Dienstbarkeiten, die ursprünglich zu tief veranschlagt worden waren.
Auch der Aufwand für die Bauleitung ist höher als erwartet. Die Arbeiten im dicht bebauten Dorfzentrum müssen laufend mit weiteren Infrastrukturprojekten in der unmittelbaren Umgebung koordiniert werden. Trotz dieses zusätzlichen Koordinationsaufwands konnte das Bauprogramm bisher eingehalten werden. Dieses sieht für die Hauptarbeiten eine Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren vor.
Im ursprünglichen Kredit nicht enthalten war zudem die digitale Plattform für die Anwohnerinformation. Über diese können sich Bevölkerung und Gewerbe laufend über den Baufortschritt und Verkehrsbehinderungen informieren. Das erstmals bei einem kantonalen Strassenprojekt eingesetzte Angebot wird rege genutzt und hat sich als Informationskanal bewährt. Das Elektrizitätswerk Nidwalden und die Gemeinde Buochs beteiligen sich je zu einem Drittel an den Kosten für die Online-Plattform, da sie diese für ihre parallelen Baustellen ebenfalls nutzen.
„Bei einem Bauprojekt dieser Grössenordnung im dicht bebauten Dorfzentrum lassen sich nicht alle Entwicklungen vorhersehen. Entscheidend ist, dass wir die Kostensituation transparent aufzeigen und die Finanzierung für die weitere Umsetzung auf eine solide Grundlage stellen“, hält Baudirektorin Therese Rotzer-Mathyer fest.
Entscheid liegt beim Landrat
Der Regierungsrat hat die Vorlage für einen Zusatzkredit in der Höhe von total 1.645 Mio. Franken zuhanden des Landrates verabschiedet. Darin enthalten ist auch die Kostenbeteiligung der Gemeinde Buochs.
Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Buochs werden derzeit gemäss Bauprogramm weitergeführt. An den Zielen des Projekts – mehr Verkehrssicherheit, eine erneuerte Infrastruktur und ein attraktiverer Dorfkern – ändert der zusätzliche Finanzbedarf nichts. Sollte der Landrat den Zusatzkredit ablehnen, müsste das Projekt teilweise redimensioniert werden.
Quelle: Staatskanzlei Kanton Nidwalden
Bildquelle: Kanton Nidwalden