Grosskontrolle im Fährhafen: 1.100 Personen überprüft, Abschiebung noch am selben Abend
Polizei.news Redaktion Deutschland Polizeinews Regionen Schleswig-Holstein
(Puttgarden, Schleswig-Holstein). Am 28.09.2026 führten Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Kiel, Polizeidirektion Lübeck, des Zolls einen Kooperationseinsatz zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität im Fährhafen Puttgarden durch.
Von 13:00 – 18:00 Uhr kontrollierten die über 30 Beamtinnen und Beamten insgesamt ca. 1100 Personen im Ein- und Ausreiseverkehr und dabei auch ca. 300 PKW, 14 LKW, 90 Kleintransporter und einen Reisebus im gewerblichen internationalen Personenverkehr.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Einsatz: Kooperationseinsatz gegen grenzüberschreitende Kriminalität
- Ort: Fährhafen Puttgarden
- Zeit: 28. September 2026, von 13.00 bis 18.00 Uhr
- Kontrolliert: Rund 1.100 Personen
- Fahrzeuge: Rund 300 Pkw, 14 Lkw, 90 Kleintransporter und ein Reisebus
- Einsatzkräfte: Mehr als 30 Beamte von Bundespolizei, Polizei und Zoll
- Feststellungen: Offene Zollforderungen, aufenthaltsrechtliche Verstösse und mehrere Anzeigen
- Abschiebung: Ein 26-jähriger Iraker wurde noch am selben Abend nach Schweden abgeschoben
Die dänische Polizei und der dänische Zoll begleiteten den Einsatz als Beobachter.
Offene Zollforderungen direkt vollstreckt
Bei dem Einsatz wurden bei zwei Personen noch offene zollrechtliche Forderungen i. H. v. 688,- und 187,- EUR festgestellt, die vor Ort vollstreckt wurden.
Zudem war eine Person zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.
Zwei Afghaninnen ohne gültige Reisedokumente kontrolliert
Zwei 23- und 29-jährige Afghaninnen wurden im Rahmen der Einreiseüberwachung kontrolliert.
Sie wiesen sich lediglich mit zeitlich ungültigen schwedischen Reiseausweisen aus und waren im Besitz gültiger schwedischer Aufenthaltstitel.
Nach Anzeigenaufnahme wegen unerlaubter Einreise ohne gültigen Pass wurden sie mit einer zeitlich befristeten Pflicht zur Ausreise nach Schweden aus den Maßnahmen entlassen.
26-Jähriger noch am selben Abend nach Schweden abgeschoben
Bei der Kontrolle des Reisebusses wurde ein 26-jähriger irakischer Staatangehöriger festgestellt, der sich nur mit einem irakischen Reisepass und einem zeitlich abgelaufenen schwedischen Aufenthaltstitel ausweisen konnte.
Eine Rücksprache mit den schwedischen Behörden ergab dennoch ein Aufenthaltsrecht für Schweden.
Nach Anzeigenaufnahme wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes in Deutschland wurde der Mann unmittelbar im Anschluss um 22:00 Uhr mittels Fährschiff über Lübeck-Travemünde nach Schweden abgeschoben.
Weitere Kooperationseinsätze angekündigt
Die Kooperationseinsätze werden in unregelmäßigen Abständen an unterschiedlichen Orten fortgeführt.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Kiel
Bildquelle: Bundespolizeiinspektion Kiel