E-Scooter im Visier: Zwei Jugendliche mit möglichen 40 km/h unterwegs

(Grevenbroich, Nordrhein-Westfalen). So ein E-Scooter ist praktisch, schnell und unkompliziert von A nach B gefahren, noch rasch eine mitfahrende Person aufgeladen und los geht’s.

Hierbei bestehen aber auch die Gefahren. Durch unvorhersehbare Situationen, muss die Fahrweise angepasst werden, die fahrende Person kann sich darauf noch einstellen, die Mitfahrende nicht. Unterschiedliche Bewegungen der Personen auf dem E-Scooter können dann zu Stürzen oder Zusammenstößen mit anderen Verkehrsteilnehmenden führen. Verletzungen sind vorprogrammiert.

Polizei appelliert zum Tragen eines Helms

Insbesondere bei den Scooter-Nutzenden, denn diese haben oftmals keinen extra Schutz, wie zum Beispiel Helme. Diese verhindern zwar keinen Unfall, können aber die Folgen bei Kopfverletzungen reduzieren. Daher appelliert die Polizei immer wieder daran, einen Helm zu tragen. Ja, dass ist nicht immer schön, hilft aber.

Gemeinsame Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt

Zudem erreichen Polizei und Ordnungsämter immer wieder Beschwerden über Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmenden, insbesondere von E-Scooter-Fahrenden. Dass die Behörden diese Sorgen und Beschwerden ernst nehmen, zeigt ein gemeinsamer Einsatz von Freitag (02.10.) in Grevenbroich. Spezialisierte Polizisten des Verkehrsdienstes haben gemeinsam mit dem OSD der Stadt Grevenbroich in den Vormittagsstunden rund um die Innenstadt, Stadtgarten und ausgewählten Schulen E-Scooter-Fahrende ins Visier genommen, diese kontrolliert, auf die Gefahren aufmerksam gemacht und wenn erforderlich, polizeiliche Maßnahmen getroffen.

Zwei E-Scooter sichergestellt

So wurden in den frühen Morgenstunden an einer Schule etwa 50 E-Scooter-Fahrende kontrolliert. Dabei bestand bei Zweien der Verdacht, dass diese deutlich zu schnell unterwegs waren. Eine Geschwindigkeit von etwa 40 km/h könnte möglich sein. Eine genauere Untersuchung wird Aufschluss darüber geben, denn die Scooter wurden sichergestellt und werden nun begutachtet. Zudem besteht der Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Entsprechende Strafanzeigen gegen die Jugendlichen wurden gefertigt.

Technische Veränderungen können strafrechtliche Folgen haben

E-Scooter im Sinne der Elektrokleinstfahrzeug-Verordnung dürfen höchstens 20km/h fahren und benötigen einen Versicherungsschutz. Durch Tuning ist es möglich, dass die Scooter höhere Geschwindigkeiten fahren. Ebenso kann durch technische Veränderungen die Zulässigkeit des Fahrzeugs für den öffentlichen Straßenverkehr entfallen, Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz vorliegen und je nach Geschwindigkeit der Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis in Betracht kommen.

Auch solche möglichen Verstöße wurden festgestellt. So dass die Polizisten und Ordnungsamtsmitarbeiter insgesamt acht Ordnungswidrigkeiten feststellten, vier Strafanzeigen wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und sieben Anzeigen wegen des Verstoßes gegen des Pflichtversicherungsgesetzes fertigten.

Weitere Kontrollen angekündigt

Auch in Zukunft wird die Polizei zusammen mit den Ordnungsämtern weitere Kontrollmaßnahmen durchführen, für noch mehr Sicherheit auf den Straßen des Rhein-Kreis Neuss. (-14011)

 

Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss
Bildquelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss