Industriehalle steht in Vollbrand: Dach stürzt ein und Explosionen erschweren Löscharbeiten
Polizei.news Redaktion Deutschland Niedersachsen Polizeinews Regionen
(Helmstedt, Niedersachsen). Zu einem Feuer im Industriegebiet Neue Breite sind am gestrigen Abend die Feuerwehren aus Helmstedt und Emmerstedt alarmiert worden.
Schon auf der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung zu erkennen, weshalb die Alarmstufe umgehend auf B_3 erhöht wurde.
Industriehalle steht in Vollbrand
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand eine Industriehalle in Vollbrand. Die ersten Löschmassnahmen wurden unverzüglich eingeleitet.
Ein Innenangriff war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich: Bei einer Stahlhalle verliert das Tragwerk unter Hitzeeinwirkung sehr schnell an Festigkeit, sodass akute Einsturzgefahr bestand. Diese Einschätzung bestätigte sich wenige Minuten später, als das Hallendach einstürzte.
Zusätzlich befanden sich mehrere Gasflaschen in der Halle, darunter solche mit Acetylen, das als hochgefährlich gilt.
Verwaltungsgebäude mit Riegelstellung geschützt
Vorrangiges Einsatzziel war der Schutz des angrenzenden Verwaltungsgebäudes. Dies gelang den Einsatzkräften durch den Aufbau einer Riegelstellung.
Zeitweise waren vereinzelt kleinere Explosionen zu hören. Das Feuer wurde mit mehreren Strahlrohren sowie über die Wenderohre der beiden Drehleitern von aussen bekämpft, was nur unter schwerem Atemschutz möglich war.
Warnung wegen massiver Rauchentwicklung
Wegen der starken Rauchentwicklung löste die Einsatzleitung gegen 19:17 Uhr eine MOWAS-Warnung über NINA und KatWarn aus. Sie konnte um 7:30 Uhr am folgenden Morgen aufgehoben werden.
Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurden mehrere Leitungen von Hydranten zur Einsatzstelle verlegt; zusätzlich wurde Wasser aus dem Kuhteich an der Marientaler Strasse gefördert.
Aus diesem Grund mussten die B244 zwischen Helmstedt-West und der Kreuzung am McDonald’s sowie die Marientaler Strasse ab der Firma Hoyer voll gesperrt werden.
Schadstoffmessungen und Drohne im Einsatz
Der Fachzug Messen der Kreisfeuerwehr führte im Stadtgebiet und in angrenzenden Kommunen regelmässig Schadstoffmessungen durch. Zur Erkundung der Lage wurde ausserdem die Drohne der Kreisfeuerwehr angefordert.
Die Verpflegungsgruppe versorgte die rund 150 Einsatzkräfte mit Getränken und warmen Mahlzeiten. Landrat, Erster Kreisrat und Bürgermeister verschafften sich vor Ort ein Bild der Lage.
Um an die Brandnester unter dem eingestürzten Hallendach zu gelangen, wurde ein Bagger einer Fachfirma zur Einsatzstelle beordert.
Quelle: Feuerwehr Helmstedt
Bildquelle: Feuerwehr Helmstedt