Gefahrstoff-Übung mit Strahler und Chemikalien: Feuerwehr trainiert Ernstfall
Polizei.news Redaktion Baden-Württemberg Deutschland Polizeinews Regionen
(Konstanz, Baden-Württemberg). Am 10.10.2026 fand im ehemaligen Kieswerk Schwackenreute eine Übung im Rahmen der kreisübergreifenden Hilfe (KÜH) statt.
Die vom Regierungspräsidium Freiburg ausgerichtete Übung diente dazu, die Zusammenarbeit verschiedener Katastrophenschutzeinheiten zu trainieren.
Die Feuerwehr Konstanz war mit der Messgruppe und der Sondereinheit Führungsunterstützung beteiligt.
Drei Szenarien für die Messgruppe
Die Messgruppe rückte mit dem CBRN-Erkundungswagen aus und bearbeitete gemeinsam mit sieben weiteren CBRN-Erkundern aus dem Regierungsbezirk drei Szenarien.
Im ersten Szenario wurde nach einem mutmaßlich illegal transportierten Strahler gesucht. Anschließend untersuchten die Einsatzkräfte unbeschriftete Flaschen mit Flüssigkeiten, nachdem tote Vögel und eine tote Katze gemeldet worden waren. Im dritten Szenario erkundeten sie illegal abgestellte Gebinde in einem Naherholungsgebiet, schätzten die Gefahren ein und führten Probenahmen durch. Die eingesetzten Kräfte im Gefahrenbereich wurden anschließend dekontaminiert und entkleidet. Die Proben übergaben sie zur weiteren Untersuchung an die Landesfeuerwehrschule.
Führungsunterstützung koordiniert Einsatzabschnitte
Die Sondereinheit Führungsunterstützung unterstützte mit dem Einsatzleitwagen vormittags den Einsatzleiter. Zu den Aufgaben gehörten die Aufnahme und Auswertung der Lageinformationen aus vier Einsatzabschnitten sowie die Festlegung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen. Zudem koordinierte die Einheit die Zusammenarbeit mit dem durch das THW betriebenen Meldekopf. Über diesen meldeten sich die nachrückenden Kräfte nach ihrer Ankunft am Übungsgelände.
Übungsaufgaben am Mittag übergeben
Gegen 12:30 Uhr übergab die Konstanzer Führungsunterstützung ihre Aufgaben an die nachfolgende Führungsunterstützung aus Emmingen. Beide Einheiten traten nach Abschluss ihrer Übungsaufgaben die Rückfahrt nach Konstanz an.
Quelle: Feuerwehr Konstanz
Bildquelle: Feuerwehr Konstanz