Waldbrand-Alarm am Berg: 65 Feuerwehrleute trainieren mit Drohnen & 14'000 Litern Wasser

(Hartberg, Steiermark). Am Freitag, 16. Oktober 2026, fand am Hartberger Ringkogel eine grosse Waldbrandübung mit knapp 65 Feuerwehrleuten statt.

Im Mittelpunkt standen ein angenommener Waldbrand bei der Ringwarte, die Wasserversorgung und der Einsatz zweier Feuerwehrdrohnen. Nach rund eineinhalb Stunden konnte Übungsleiter Hannes Böchheimer „Brand aus“ melden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Veranstaltung: Abschnittsübung des Feuerwehrabschnitts 1
  • Datum: Freitag, 16. Oktober 2026
  • Ort: Ringkogel bei Hartberg, Bereich Spielstätte und Ringwarte
  • Übungsannahme: Waldbrand und Brand der Ringwarte
  • Einsatzkräfte: Knapp 65 Feuerwehrleute
  • Beteiligte Feuerwehren: Hartberg, Penzendorf, Schildbach, Mitterdombach und Pöllau
  • Drohnen: Zwei Feuerwehrdrohnen aus Sparberegg und Pöllau
  • Löschwasser: Wechselladefahrzeug mit 14’000 Litern Fassungsvermögen sowie Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr
  • Weitere Mittel: Drehleiter und Löschrucksäcke
  • Übungsdauer: Rund eineinhalb Stunden bis zur Meldung „Brand aus“
  • Einsatzleitung: HBI Hannes Böchheimer, Feuerwehr Hartberg

Waldbrand als Übungsannahme: Feuerwehren trainieren am Ringkogel

Am Freitag, dem 16. Oktober 2026, fand am Hartberger Ringkogel die Abschnittsübung des Feuerwehrabschnittes 1 statt. Knapp 65 Einsatzkräfte stellten sich dabei einem realitätsnahen Szenario, bei dem ein Waldbrand im Bereich der Spielstätte beziehungsweise der Ringwarte angenommen wurde.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der eingesetzten Feuerwehren zu festigen und die Abläufe bei einem grossflächigen Waldbrand zu trainieren.




Grossaufgebot zur Waldbrandbekämpfung

Aufgrund des angenommenen Schadensausmasses veranlasste die örtlich zuständige Feuerwehr Hartberg die Alarmierung der Feuerwehren Penzendorf, Schildbach, Mitterdombach und Pöllau. Zeitgleich wurde aufgrund des Alarmstichwortes auch die Bereichs-Drohne der Feuerwehr Sparberegg angefordert.

Nach ihrem Eintreffen wurden die eingesetzten Feuerwehren von der Einsatzleitung Hartberg eingewiesen und mit unterschiedlichen Aufgaben betraut.

Im Verlauf der Übung wurde zusätzlich ein Flächenbrand angenommen, der von den Einsatzkräften mithilfe von Löschrucksäcken bekämpft wurde. Parallel dazu erfolgte die Brandbekämpfung an der fiktiv brennenden Ringwarte unter Einsatz der Drehleiter.




Wasserversorgung und Unterstützung aus der Luft

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Sicherstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung. Diese wurde einerseits durch das Wechselladefahrzeug der Feuerwehr Pöllau mit einem Fassungsvermögen von 14’000 Litern Löschwasser und andererseits durch einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen aus Hartberg gewährleistet.

Auch die Unterstützung aus der Luft spielte eine wichtige Rolle. Die beiden Feuerwehrdrohnen aus Sparberegg und Pöllau unterstützten die Einsatzleitung bei der Erkundung der Lage sowie bei der Übersicht über das angenommene Brandgeschehen.

Mithilfe der Luftbilder konnten die Ausbreitung des Brandes beurteilt und Massnahmen zur Eingrenzung koordiniert werden.

Nach rund eineinhalb Stunden konnte Einsatzleiter HBI Hannes Böchheimer von der Feuerwehr Hartberg schliesslich die Meldung „Brand aus“ geben.



Lob für die Zusammenarbeit und den Ausbildungsstand

Nach Abschluss der Übung und der Versorgung der Gerätschaften versammelten sich die eingesetzten Kräfte am Vorplatz des Rüsthauses in Hartberg.

HBI Hannes Böchheimer begrüsste die Teilnehmer nochmals und bedankte sich – auch im Namen der Stadtgemeinde Hartberg – für die hohe Einsatzbereitschaft und die hervorragende Zusammenarbeit.

Gerade angesichts der zunehmenden Herausforderungen, vor die Waldbrände die Feuerwehren in Österreich und in der Steiermark stellen, kommt Übungen dieser Grössenordnung eine besondere Bedeutung zu. Sie ermöglichen es, Einsatzabläufe zu optimieren, die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren zu stärken und die Einsatzkräfte bestmöglich auf den Ernstfall vorzubereiten.

Auch ranghohe Feuerwehrfunktionäre machten sich vor Ort ein Bild vom Übungsgeschehen. Unter ihnen befanden sich Bereichsfeuerwehrkommandant LFR Thomas Gruber und der zuständige Abschnittsfeuerwehrkommandant ABI Stefan Prinz.

Darüber hinaus konnte ein Team von Übungsbeobachtern unter der Leitung von ABI Markus Allmer begrüsst werden. Dieser zog ebenfalls eine positive Bilanz und bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre Bereitschaft, an der Übung mitzuwirken.

Zum Abschluss sprachen LFR Thomas Gruber und ABI Stefan Prinz den Feuerwehrmitgliedern ihren ausdrücklichen Dank für die hohe Einsatzbereitschaft im Abschnitt 1 aus. Beide betonten den hohen Ausbildungsstand der eingesetzten Kräfte und hoben insbesondere die ausgezeichnete Zusammenarbeit innerhalb des Abschnittes hervor.

Den kameradschaftlichen Ausklang bildete eine Verpflegung, zu der die Stadtgemeinde Hartberg einlud. Dafür gilt der Stadtgemeinde ein herzlicher Dank.


Polizei.news informiert | Waldbrandbekämpfung

14’000 Liter Wasser und zwei Drohnen: So funktioniert die Brandbekämpfung im Wald

Ein Waldbrand stellt Feuerwehren vor andere Herausforderungen als ein Gebäudebrand. Löschwasseranschlüsse fehlen im Gelände häufig, die Zufahrt ist eingeschränkt und Wind kann die Ausbreitung des Feuers beeinflussen. Umso wichtiger ist das Zusammenspiel von Erkundung, Löschwasserversorgung und den Mannschaften am Boden.

Drei wichtige Bausteine der Waldbrandbekämpfung

1. Löschwasser in grossen Mengen transportieren

Das bei der Übung verwendete Wechselladefahrzeug der Feuerwehr Pöllau fasst 14’000 Liter Löschwasser. Das entspricht 14 Kubikmetern. Ein solcher Wasservorrat unterstützt die Versorgung von Einsatzstellen, die nicht unmittelbar an ein leistungsfähiges Hydrantennetz angeschlossen sind.

2. Mit Tanklöschfahrzeugen einen Pendelverkehr einrichten

Tanklöschfahrzeuge können Wasser zwischen einer geeigneten Entnahmestelle und dem Einsatzgebiet transportieren. Während ein Fahrzeug Wasser abgibt, kann ein anderes neuen Nachschub holen. Eine gute Abstimmung hilft, Unterbrüche bei der Löschwasserversorgung zu vermeiden.

3. Das Brandgebiet aus der Luft beobachten

Drohnen können der Einsatzleitung einen Überblick über schwer einsehbare Bereiche verschaffen. Luftbilder helfen dabei, die Ausbreitungsrichtung eines Feuers zu beurteilen und Mannschaften gezielt einzusetzen. Je nach Ausstattung lassen sich zudem Wärmequellen sichtbar machen.

Löschrucksäcke: Kleine Helfer an schwer zugänglichen Stellen

Löschrucksäcke ermöglichen es Feuerwehrleuten, Wasser direkt zu kleineren Brandstellen oder Glutnestern zu tragen. Sie eignen sich besonders dort, wo Schläuche nur schwer verlegt werden können. Aufgrund ihres begrenzten Wasservorrats ersetzen sie jedoch keine umfassende Löschwasserversorgung.

Warum Übungen im Gelände besonders wichtig sind

Bei einer Waldbrandübung müssen die Einsatzkräfte nicht nur Löschtechniken beherrschen. Auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Feuerwehren, die Wasserversorgung über längere Strecken, die Orientierung im Gelände und das sichere Arbeiten an Hängen gehören zu den entscheidenden Aufgaben.


 

Quelle: Bereichsfeuerwehrverband Hartberg
Bildquelle: Bereichsfeuerwehrverband Hartberg / Matthias Novacek