Sturmtief hält Feuerwehren in Atem: 15 Einsätze – Baum droht auf Gebäude zu stürzen
Polizei.news Redaktion Deutschland Niedersachsen Polizeinews Regionen
(Landkreis Leer, Niedersachsen). Die Feuerwehren im Landkreis Leer blicken auf ein einsatzreiches Wochenende zurück.
Nachdem bereits ab der Nacht zu Samstag sturmbedingte Böen die Rettungskräfte zu ersten Hilfeleistungen gerufen hatten, verschärfte sich die Lage in den frühen Morgenstunden des Sonntags spürbar. Zu den zunächst gemeldeten fünf Einsätzen vom Vortag kamen im Laufe des Wochenendes zehn weitere Alarmierungen hinzu, sodass die Einsatzkräfte kreisweit insgesamt 15-mal ausrücken mussten, um Sturmschäden zu beseitigen.
Die wetterbedingte Einsatzserie hatte am späten Freitagabend gegen 23:40 Uhr in Westoverledingen begonnen, wo ein umgestürzter Baum die Fahrbahn versperrte. Am Samstagmorgen folgten ähnliche Alarmierungen in Rhauderfehn, wo ebenfalls eine Straße blockiert war, sowie ein weiterer Einsatz in Westoverledingen, bei dem ein gefährlich über der Fahrbahn hängender Ast entfernt werden musste. Kurz darauf drohte in Uplengen ein Baum auf die Straße zu stürzen, bevor in Ostrhauderfehn ein weiterer Baum auf eine Telefonleitung stürzte.
Sturmtief intensiviert sich in der Nacht
In der Nacht zu Sonntag intensivierte sich das Sturmtief deutlich und sorgte für eine schnelle Serie an Einsätzen in den frühen Morgenstunden. Zwischen 02:00 Uhr und 05:00 Uhr hielt die Alarmdichte die Retter in Atem: In Leer, Weener, Moormerland und Hesel blockierten umgestürzte Bäume jeweils die Fahrbahnen. Gegen Morgen und am frühen Vormittag folgten weitere wetterbedingte Zwischenfälle. So mussten die Feuerwehren in Rhauderfehn und Moormerland erneut ausrücken, um blockierte Straßen zu räumen. In Ostrhauderfehn wiederholte sich das Schadensbild vom Vortag mit einem Baum auf einer Telefonleitung. Besonders kritisch war ein Vorfall um 09:24 Uhr ebenfalls in Ostrhauderfehn, wo ein Baum auf ein Gebäude zu stürzen drohte und ein schnelles Eingreifen der Feuerwehr erforderte (dieser Einsatz läuft aktuell noch).
Dank des schnellen und professionellen Handelns der ehrenamtlichen Einsatzkräfte konnten die Gefahrenstellen bislang größtenteils zügig geräumt und gesichert werden. Schwerwiegende Personenschäden wurden nach ersten Erkenntnissen nicht bekannt.
Quelle: Kreisfeuerwehr Leer/Joachim Rand
Bildquelle: Joachim Rand