Schockanruf: Frau verliert 16.000 Euro und Gold – Polizei sucht Geldabholer
Polizei.news Redaktion Deutschland Mecklenburg-Vorpommern Polizeinews Regionen
(Leezen, Mecklenburg-Vorpommern). Am 18. September 2026 ist eine Frau Ende 50 aus Leezen Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden.
Die bislang unbekannten Täter erbeuteten dabei 16.000 Euro Bargeld sowie geringe Mengen Gold. Die Kriminalpolizei fahndet nun mit einem Phantombild und weiteren Lichtbildern nach dem mutmaßlichen Geldabholer.
Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt die Frau in den frühen Nachmittagsstunden einen Anruf von bislang unbekannten Tätern, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Sie behaupteten, die Tochter der Geschädigten habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich nun in Untersuchungshaft. Eine Haft könne nur durch die sofortige Zahlung einer Kaution verhindert werden.
Mit dieser frei erfundenen Geschichte setzten die Täter die Frau gezielt unter emotionalen und zeitlichen Druck. In der Annahme, ihrer Tochter helfen zu müssen, folgte die Geschädigte den telefonischen Anweisungen und übergab an ihrer Haustür in der Blumenstraße in Leezen 16.000 Euro Bargeld sowie geringe Mengen Gold an einen bislang unbekannten Abholer.
Polizei fahndet mit Phantombild und Videomaterial
Der Geldabholer wurde bei der Tat gegen 14:00 Uhr videografiert. Zudem wurde eine Phantombildzeichnung des Tatverdächtigen angefertigt. Auf richterliche Anordnung fahndet die Polizei nun mit dem Videomaterial und der Phantombildzeichnung öffentlich nach dem Mann.
Zeugenaufruf
Wer Angaben zur Identität des abgebildeten Mannes, zu seinem möglichen Aufenthaltsort oder zur Tat in Leezen machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Sternberg unter der Telefonnummer 03847 43270 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals Bargeld oder Wertgegenstände als Kaution oder zur vermeintlich sicheren Verwahrung entgegennehmen. Betroffene sollten sich nicht unter Druck setzen lassen, das Gespräch beenden und selbstständig über eine bekannte Telefonnummer Kontakt zu ihren Angehörigen oder zur Polizei aufnehmen.
Vier weitere Betrugsversuche ohne Geldübergabe
Bereits am gestrigen Nachmittag wurden der Polizei vier weitere Betrugsversuche in Schwaan, Wismar, Warin und Zierow bekannt. Auch in diesen Fällen nutzten die Täter unter anderem die Masche, dass ein Angehöriger einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und nun eine Kaution benötigt werde. Glücklicherweise kam es in keinem dieser Fälle zu einer Geldübergabe.
Quelle: Polizeipräsidium Rostock
Bildquelle: Polizeipräsidium Rostock