Drama beim Linksabbiegen: Radfahrer (65) von Pkw erfasst und schwer verletzt

(Dornbirn, Vorarlberg). Am 31.10.2026 gegen 16:35 Uhr ereignete sich in Dornbirn, Lustenauerstraße, ein Verkehrsunfall mit Personenschaden.

Ein 78-jähriger Pkw-Lenker beabsichtigte, sich nach links einzuordnen, um in weiterer Folge nach links in die Raiffeisenstraße einzubiegen.

Zeitgleich beabsichtigte ein 65-jähriger Fahrradfahrer sich ebenfalls mit seinem Fahrrad nach links einzuordnen, um in weiterer Folge auch in Richtung Raiffeisenstraße abzubiegen.

Polizei.news | Österreich | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Dornbirn, Lustenauerstraße, Vorarlberg
  • Zeitpunkt: 31. Oktober 2026, gegen 16:35 Uhr
  • Vorfall: Kollision zwischen einem Pkw und einem Fahrradfahrer beim Einordnen zum Linksabbiegen
  • Beteiligte: 78-jähriger Pkw-Lenker und 65-jähriger Fahrradfahrer
  • Verletzte: Fahrradfahrer (65) schwer verletzt
  • Rettungseinsatz: Erstversorgung und Einlieferung in das Krankenhaus Dornbirn
  • Alkotest: Beim Pkw-Lenker negativ

Autofahrer nimmt Radfahrer offenbar zu spät wahr

Aufgrund eines möglicherweise neben dem Pkw befindlichen Fahrzeuges dürfte die Sicht des Pkw-Lenkers eingeschränkt gewesen sein, wodurch er den Fahrradfahrer daher offenbar erst verspätet wahrnahm. Eine rechtzeitige Bremsung war nicht mehr möglich, wodurch es in weiterer Folge zur Kollision zwischen dem Pkw und dem Fahrradfahrer kam.

Radfahrer schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert

Infolge der Kollision kam der Fahrradfahrer zu Sturz und blieb auf der Fahrbahn liegen.

Er wurde von der Rettung erstversorgt und anschließend in das Krankenhaus Dornbirn eingeliefert.

Der Fahrradfahrer erlitt schwere Verletzungen.

Ein Alkotest mit dem PKW-Lenker verlief negativ.


Polizei.news informiert | Verkehrssicherheit beim Abbiegen

Gefahr beim Linksabbiegen: So lassen sich Kollisionen mit Radfahrern vermeiden

Beim Linksabbiegen treffen häufig unterschiedliche Verkehrsbewegungen aufeinander. Besonders gefährlich wird es, wenn Radfahrer und Autofahrer gleichzeitig ihre Position auf der Fahrbahn verändern. Eingeschränkte Sicht, schwer erkennbare Verkehrsteilnehmer und unklare Fahrabsichten können das Unfallrisiko erhöhen. Mit gegenseitiger Aufmerksamkeit und vorausschauendem Verhalten lässt sich die Sicherheit verbessern.

1. Vor dem Einordnen sorgfältig kontrollieren

Wer die Fahrposition verändert oder abbiegt, sollte den Verkehr vor, neben und hinter dem eigenen Fahrzeug aufmerksam beobachten. Neben der Kontrolle der Spiegel ist der Schulterblick wichtig, um Verkehrsteilnehmer in schwer einsehbaren Bereichen zu erkennen. Ein rechtzeitig gesetzter Blinker informiert andere über die beabsichtigte Fahrtrichtung, ersetzt aber nicht die notwendige Beobachtung.

2. Radfahrer können leicht übersehen werden

Fahrräder haben eine schmale Silhouette und können durch andere Fahrzeuge oder Hindernisse verdeckt werden. Besonders an Kreuzungen und beim Wechsel der Fahrposition ist deshalb erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Autofahrer sollten sich vor einem Fahrmanöver vergewissern, dass der betreffende Bereich tatsächlich frei ist. Bei unklarer Verkehrslage ist es sicherer, das Manöver zunächst nicht auszuführen.

3. Auch Radfahrer sollten ihre Fahrabsicht deutlich machen

Vor dem Linksabbiegen ist eine frühzeitige Beobachtung des nachfolgenden Verkehrs wichtig. Radfahrer sollten ihre Abbiegeabsicht rechtzeitig und eindeutig anzeigen, sofern dies gefahrlos möglich ist. Abrupte Richtungsänderungen sollten vermieden werden. Bei starkem Verkehr oder unübersichtlichen Situationen kann es sicherer sein, anzuhalten und eine geeignete Möglichkeit zum Überqueren der Fahrbahn abzuwarten.

4. Richtig handeln nach einem Verkehrsunfall

Nach einem Unfall steht die Absicherung der Unfallstelle im Vordergrund, soweit dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Verletzte Personen benötigen rasche Hilfe. In Österreich kann die Rettung unter 144 und die Polizei unter 133 verständigt werden. Bei schweren Verletzungen sollte eine verunglückte Person nicht unnötig bewegt werden. Erste-Hilfe-Maßnahmen müssen sich nach dem Zustand der betroffenen Person richten.

Gut zu wissen: Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden bestehen in Österreich gesetzliche Pflichten zur Hilfeleistung und Verständigung der Polizei. Unfallbeteiligte müssen außerdem an der Feststellung des Sachverhalts mitwirken.

Praktischer Tipp: Nehmen Sie sich vor jedem Abbiege- oder Einordnungsmanöver ausreichend Zeit für die Verkehrsbeobachtung. Rechnen Sie insbesondere an Kreuzungen mit Radfahrern, die sich möglicherweise neben oder hinter Ihrem Fahrzeug befinden.

Weitere Informationen: Das österreichische Behördenportal oesterreich.gv.at informiert über das richtige Verhalten nach Verkehrsunfällen und die gesetzlichen Pflichten der Unfallbeteiligten.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

 

Quelle: LPD Vorarlberg
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