Österreicher (34) bedroht Bus-Fahrgäste: Notfallhammer als Waffe eingesetzt

(Wien-Wieden, Wien). Ein Mann soll laut Zeugen im Bus der Linie 13A ohne ersichtlichen Grund lautstark umhergeschrien, plötzlich den im Bus befestigten Notfallhammer aus der Verankerung gerissen und damit mehrere Fahrgäste bedroht haben.

Bei der Station in der Mommsengasse soll der Mann aus dem Bus ausgestiegen, mit dem Notfallhammer die Glasscheibe der Haltestelle beschädigt und anschließend geflüchtet sein.

Polizei.news | Österreich | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Wien-Wieden, Buslinie 13A und Haltestelle Mommsengasse
  • Zeitpunkt: Freitag, 30. Oktober 2026, 13:30 Uhr
  • Vorfall: Mann soll mehrere Fahrgäste mit einem Notfallhammer bedroht haben
  • Tatverdächtiger: 34-jähriger österreichischer Staatsbürger
  • Sachbeschädigung: Glasscheibe einer Bushaltestelle beschädigt
  • Verletzungen: Mehrere Schnittverletzungen an den Händen des Tatverdächtigen
  • Polizeimaßnahmen: Fahndung, Anhaltung und vorläufige Festnahme
  • Weitere Maßnahmen: Medizinische Versorgung und Anzeige auf freiem Fuß nach Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien

Busfahrer und Fahrgäste helfen bei der Fahndung

Sowohl der Busfahrer als auch mehrere Fahrgäste konnten den alarmierten Beamten eine genaue Fluchtrichtung sowie Personsbeschreibung abgeben. Laut Zeugenaussagen flüchtete der Unbekannte in ein Mehrparteienhaus in einer nahegelegenen Gasse.

Polizei nimmt verletzten 34-Jährigen vorläufig fest

Die Polizisten konnten den Tatverdächtigen im obersten Stock am Gang eines Mehrparteienhauses anhalten. Der 34-Jährige (Stbg.: Österreich) wies mehrere Schnittverletzungen an den Händen auf.

In weiterer Folge wurde der Mann vorläufig festgenommen. Durch den Rettungsdienst wurde der 34-Jährige versorgt und zu weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Einvernahme auf freiem Fuß angezeigt

Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er nach seiner Einvernahme auf freiem Fuß angezeigt.

Der Notfallammer konnte im Bereich der beschädigten Bushaltestelle aufgefunden werden.

 

Quelle: LPD Wien
Bildquelle: LPD Wien


Polizei.news informiert | Sicherheit im öffentlichen Verkehr

Bedrohungen in Bus und Straßenbahn: So können Fahrgäste richtig reagieren

Bedrohliche Situationen in öffentlichen Verkehrsmitteln können sich innerhalb weniger Augenblicke entwickeln. Besonders in einem fahrenden Bus oder einer Straßenbahn sind die Möglichkeiten zum Ausweichen eingeschränkt. Wer sich besonnen verhält, Abstand hält und frühzeitig Hilfe organisiert, kann dazu beitragen, die Gefahr für sich und andere zu verringern.

1. Bei aggressivem Verhalten Abstand halten

Beginnt eine Person plötzlich zu schreien, andere Fahrgäste einzuschüchtern oder mit Gegenständen zu drohen, sollte die eigene Sicherheit Vorrang haben. Nach Möglichkeit empfiehlt es sich, Abstand zu schaffen und eine direkte Konfrontation zu vermeiden.

Provokationen, Beleidigungen oder der Versuch, einer aggressiven Person einen Gegenstand eigenständig abzunehmen, können eine gefährliche Situation zusätzlich verschärfen. Fahrgäste sollten sich möglichst in einen sicheren Bereich begeben und andere Personen nicht unnötig gefährden.

2. Notfallhammer ist ein wichtiges Rettungsmittel

Notfallhämmer gehören zur Sicherheitsausstattung vieler Busse und anderer öffentlicher Verkehrsmittel. Sie dienen dazu, in bestimmten Notsituationen gekennzeichnete Scheiben einschlagen zu können, wenn ein regulärer Ausstieg nicht möglich ist.

Die Geräte sind ausschließlich für ihren vorgesehenen Sicherheitszweck bestimmt. Werden sie ohne Notwendigkeit entfernt oder missbräuchlich verwendet, kann dies nicht nur Menschen gefährden, sondern auch dazu führen, dass wichtige Rettungsmittel im tatsächlichen Notfall fehlen.

3. Polizei verständigen und wichtige Beobachtungen weitergeben

Bei einer akuten Bedrohung sollte möglichst rasch die Polizei verständigt werden. In Österreich ist der Polizeinotruf unter 133 erreichbar. Auch der europäische Notruf 112 kann verwendet werden.

Für die Einsatzkräfte sind genaue Angaben besonders hilfreich. Dazu zählen die betroffene Bus- oder Straßenbahnlinie, die Fahrtrichtung, die nächste Haltestelle sowie eine möglichst präzise Beschreibung der verdächtigen Person.

Auch die Beobachtung, in welche Richtung eine Person nach einem Vorfall geflüchtet ist, kann die Fahndung unterstützen. Dabei sollten sich Zeugen jedoch nicht selbst in Gefahr bringen oder eine möglicherweise bewaffnete Person verfolgen.

Gut zu wissen: Eine vorläufige Festnahme bedeutet nicht automatisch, dass eine Person anschließend in Untersuchungshaft kommt. Ob eine weitere Anhaltung erforderlich ist, richtet sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen und den Entscheidungen der zuständigen Behörden. Auch eine Anzeige auf freiem Fuß bedeutet nicht, dass ein Strafverfahren bereits abgeschlossen ist.

Praktischer Tipp: Wer in einem öffentlichen Verkehrsmittel eine gefährliche Situation beobachtet, sollte sich nach Möglichkeit die Liniennummer, die Haltestelle, die Uhrzeit und auffällige Merkmale der beteiligten Person merken. Informieren Sie das Fahrpersonal, sofern dies gefahrlos möglich ist. Bei unmittelbarer Gefahr alarmieren Sie die Polizei und befolgen die Anweisungen der Einsatzkräfte.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion