Kleidungsfund am Kanal löst große Suche mit Hunden, Booten und Tauchroboter aus

(Datteln, Nordrhein-Westfalen). Die Feuerwehr Datteln wurde am 31. Oktober 2026 um 14:46 Uhr durch die Polizei zum Dortmund-Ems-Kanal im Bereich des Oberwassers der Schleuse Datteln alarmiert.

Zuvor waren am Ufer Kleidungsstücke aufgefunden worden, die den Verdacht nahelegten, dass sich eine Person an dieser Stelle ins Wasser begeben haben könnte.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Dortmund-Ems-Kanal im Bereich des Oberwassers der Schleuse Datteln.
  • Alarmierung: 31. Oktober 2026 um 14:46 Uhr durch die Polizei.
  • Anlass: Kleidungsstücke am Ufer begründeten den Verdacht, dass eine Person ins Wasser gelangt sein könnte.
  • Suchmaßnahmen: Suche an Land und auf dem Wasser mit Mantrailerhunden der DLRG, Booten und einem Tauchroboter.
  • Beteiligte: Feuerwehr Datteln, Polizei, DLRG und THW.
  • Ergebnis: Die gesuchte Person wurde gegen 21:00 Uhr in einer psychiatrischen Klinik aufgefunden.

Nachdem erste Suchmaßnahmen im landseitigen Bereich ohne Erfolg geblieben waren, wurden umfangreiche weitere Maßnahmen eingeleitet. Dabei kamen Mantrailerhunde der DLRG sowie das THW mit einem Boot und einem Tauchroboter zum Einsatz.

Auch das Feuerlöschboot und das Mehrzweckboot der Feuerwehr Datteln wurden in die Suche eingebunden. Insbesondere vom Mehrzweckboot aus wurden die Mantrailerhunde bei ihrer Arbeit unterstützt.


Über mehrere Stunden wurde der Kanal abgesucht

Das DLRG unterstützte mit Wasserrettungshunden

Neben der Feuerwehr war auch das THW mit einem Tauchroboter im Einsatz

Im weiteren Einsatzverlauf wurde die Einsatzstellenleitung durch den Leiter der Fachgruppe Wassergefahren, Stefan Krawietz, vom A-Dienst übernommen. Auch hierbei zeigte sich der Mehrwert der neuen Gliederung der Feuerwehr Datteln in Fachgruppen. Durch die klare fachliche Zuordnung können Einsätze gezielt durch entsprechend qualifizierte Führungskräfte abgearbeitet und die verfügbaren Ressourcen bedarfsgerecht und wirtschaftlich eingesetzt werden.

Durch den gezielten Einsatz moderner Technik und der verfügbaren Einsatzmittel konnte zunächst auf den personal- und kräfteressourcenintensiven Einsatz von Feuerwehrtauchern aus Gelsenkirchen, Dorsten und Dortmund verzichtet werden. Damit wurde zunächst eine aufwendige Einbindung weiterer Spezialkräfte vermieden.

Die Wasserfläche wurde systematisch abgesucht und abgefahren. Nach intensiven Nachforschungen konnte die Person in einer psychiatrischen Klinik gegen 21:00 Uhr aufgefunden werden.

Die im Laufe des Jahres durchgeführten gemeinsamen Übungen zahlten sich auch bei diesem Einsatz aus. Die eingespielte Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen ermöglichte ein koordiniertes und abgestimmtes Vorgehen.

 

Quelle: Feuerwehr Datteln
Bildquelle: Feuerwehr Datteln


Polizei.news informiert | Notfälle am Wasser

Verdacht auf einen Wasserunfall: So helfen Sie richtig

Bei einer möglichen Notlage am Wasser sind ein schneller Notruf und genaue Beobachtungen wichtig. Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

1. Notruf wählen und Beobachtungen schildern

Wählen Sie bei einem vermuteten Wasserunfall 112. Beschreiben Sie möglichst genau, wo Sie sich befinden und was Sie beobachtet haben. Unterscheiden Sie dabei zwischen einer tatsächlich gesehenen Person im Wasser und einem bloßen Verdacht.

2. Vom sicheren Ufer aus helfen

Ist eine Person im Wasser sichtbar, werfen Sie ihr nach Möglichkeit einen Rettungsring oder ein anderes schwimmfähiges Hilfsmittel zu. Gehen Sie als ungeübter Helfer nicht selbst ins Wasser. Eine Rettung vom Ufer aus schützt auch Sie vor Gefahr.

3. Die Person im Blick behalten

Beobachten Sie die Person von einem sicheren Standort aus. Sollte sie untergehen, zeigen Sie den Rettungskräften möglichst genau die Stelle, an der Sie sie zuletzt gesehen haben.

Gut zu wissen: Menschen in Ertrinkungsnot können aus Angst nach Helfenden greifen und diese ebenfalls gefährden. Rettungsmittel ermöglichen Hilfe mit Abstand.

Praktischer Tipp: Nennen Sie beim Notruf markante Orientierungspunkte wie eine Schleuse, Brücke oder Uferzufahrt. Bleiben Sie für Rückfragen erreichbar und folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion