Zwölf Tatverdächtige nach Übergriffen auf Halloweenparty gestellt

(Chemnitz, Sachsen). Am späten Samstagabend wurde die Polizei von einem Zeugen zu einer Halloweenparty in die Fritz-Matschke-Straße gerufen.

Dort hatten etwa 20 Jugendliche und Heranwachsende in einem Mietobjekt zunächst gefeiert, als plötzlich ungebetener Besuch erschien.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Fritz-Matschke-Straße im Chemnitzer Ortsteil Schloßchemnitz
  • Zeitpunkt: 31. Oktober 2026, 22:50 Uhr
  • Vorfall: Mindestens 15 ungebetene Personen störten eine Halloweenparty und beschädigten Mobiliar
  • Verletzte: Zwei Gäste im Alter von 17 und 18 Jahren wurden leicht verletzt und vor Ort versorgt
  • Fahndung: Zwölf mutmaßliche Störer wurden am Luisenplatz gestellt
  • Tatverdächtige: Deutsche männliche Jugendliche und Heranwachsende zwischen 14 und 19 Jahren
  • Ermittlungen: Verdacht des Landfriedensbruchs; Motivation bislang unbekannt, nach bisherigem Stand kein politischer Hintergrund
  • Sachschaden: Noch keine gesicherten Angaben zur Höhe

Mindestens 15 ebenso junge Leute störten die Veranstaltung, indem sie plötzlich Mobiliar in den Räumlichkeiten beschädigten. Zudem gingen mindestens zwei Störer auf zwei Gäste (17, 18) los und fügten ihnen offenbar durch Schläge leichte Verletzungen zu.

Während hinzugerufene Rettungskräfte die Verletzten vor Ort versorgten, war die etwa 15-köpfige Gruppe bereits in Richtung Limbacher Straße davongerannt.

Einsatzkräfte der Polizei stellten jedoch zwölf mutmaßliche Störer am Luisenplatz im Rahmen der Tatortbereichsfahndung. Es handelt sich ausnahmslos um deutsche Staatsangehörige im Alter zwischen 14 und 19 Jahren. Gegen die männlichen Jugendlichen und Heranwachsenden wird nun wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt.

Zur Motivation ihres Handels liegen noch keine Erkenntnisse vor. Ein politischer Hintergrund besteht nach bisherigem Ermittlungsstand nicht. Gesicherte Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens in dem Mietobjekt liegen ebenso nicht vor.

 

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz
Bildquelle: Symbolbild Polizei.news-Redaktion / KI-generiert


Polizei.news informiert | Gewalt bei Feiern

Wenn eine Feier eskaliert: Abstand halten und gezielt Hilfe holen

Bei gewalttätigen Übergriffen geht die eigene Sicherheit vor. Gäste und Zeugen können helfen, indem sie die Polizei alarmieren und Betroffene unterstützen, ohne sich selbst zu gefährden.

1. Bedrohliche Situationen verlassen

Halten Sie Abstand zu gewalttätigen Personen und entfernen Sie sich möglichst frühzeitig aus dem Gefahrenbereich. Versuchen Sie nicht, eine aggressive Gruppe allein aufzuhalten.

2. Polizei verständigen und Helfer ansprechen

Wählen Sie bei einer akuten Gewalttat die 110. Nennen Sie den genauen Veranstaltungsort und weisen Sie auf Verletzte hin. Sprechen Sie andere Personen direkt an und bitten Sie um konkrete Unterstützung.

3. Beobachtungen einzelnen Personen zuordnen

Achten Sie aus sicherer Entfernung auf Kleidung, besondere Merkmale und Fluchtrichtungen. Beschreiben Sie der Polizei möglichst genau, welche Handlung Sie bei welcher Person beobachtet haben. Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung.

Gut zu wissen: Zivilcourage erfordert kein körperliches Eingreifen. Hilfe zu organisieren und sich um Betroffene zu kümmern, sobald dies gefahrlos möglich ist, sind wichtige Beiträge.

Praktischer Tipp: Halten Sie Ihre eigenen Beobachtungen zeitnah fest, bevor Sie sich mit anderen über Einzelheiten austauschen. Kennzeichnen Sie klar, was Sie selbst wahrgenommen und was Sie erst später erfahren haben.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion