(Wiesing, Tirol). Am 31.10.2026, gegen 22:50 Uhr, lenkte ein 19-jähriger portugiesischer Staatsangehöriger einen Pkw auf der B181 aus Richtung Norden kommend in Fahrtrichtung Südwesten, im Gemeindegebiet von Wiesing, auf Höhe Straßenkilometer 5,2, wollte er nach eigenen Angaben einem plötzlich auf die Fahrbahn gesprungenen Reh ausweichen.
Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Polizei.news | Österreich | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ort: B181 im Gemeindegebiet von Wiesing, Straßenkilometer 5,2
- Zeitpunkt: Samstag, 31. Oktober 2026, gegen 22:50 Uhr
- Lenker: Ein 19-jähriger portugiesischer Staatsangehöriger
- Angabe des Fahrers: Er wollte einem plötzlich auf die Fahrbahn gesprungenen Reh ausweichen.
- Unfallverlauf: Der Pkw geriet laut Spurenlage zunächst auf eine Böschung, querte die B181 und fuhr in ein Feld. Anschließend stürzte er über einen weiteren Abhang rund 20 Meter steil in den Wald und prallte gegen einen Baum.
- Verletzungen: Der Fahrer wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Bezirkskrankenhaus Schwaz gebracht.
- Einsatzkräfte: Zwei Polizeistreifen, die Feuerwehr Wiesing mit zwei Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften sowie ein Rettungswagen
Aufgrund der Spurenlage dürfte der Pkw zunächst mit dem gesamten Fahrzeug nach rechts auf die dortige Böschung geraten sein. In weiterer Folge querte das Fahrzeug die B181 und fuhr über die südlich gelegene Böschung in ein angrenzendes Feld.
Anschließend stürzte der Pkw über einen weiteren Abhang rund 20 Meter steil in den darunterliegenden Wald, wo er schließlich durch den Aufprall gegen einen Baum zum Stillstand kam.
Der 19-Jährige wurde von den eingetroffenen Rettungskräften erstversorgt und mit Verletzungen unbestimmten Grades zur weiteren medizinischen Abklärung in das Bezirkskrankenhaus Schwaz eingeliefert.
Im Einsatz standen zwei Polizeistreifen, die Freiwillige Feuerwehr Wiesing mit zwei Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften sowie ein Rettungswagen.
Quelle: LPD Tirol
Bildquelle: Symbolbild © Nordfriisk Photography by Stefan Heesch/iStock.com
Polizei.news informiert | Wildwechsel
Wild auf der Straße: Unkontrolliertes Ausweichen kann besonders gefährlich werden
Ein plötzlich auftauchendes Wildtier kann einen reflexartigen Lenkimpuls auslösen. Riskante Ausweichmanöver können jedoch dazu führen, dass ein Fahrzeug in den Gegenverkehr gerät oder gegen Hindernisse am Straßenrand prallt.
1. Tempo reduzieren und beide Straßenränder beobachten
Fahren Sie in Bereichen mit Wildwechsel-Warnschildern langsamer und bremsbereit. Beobachten Sie beide Straßenseiten, besonders an Wald- und Feldübergängen sowie in der Morgen- und Abenddämmerung.
2. Bremsen und die Spur halten
Taucht Wild auf, reduzieren Sie die Geschwindigkeit, blenden Sie ab und hupen Sie. Ist ein Zusammenstoß nicht mehr vermeidbar, empfiehlt der ÖAMTC, stark zu bremsen, das Lenkrad festzuhalten und die Spur zu halten. Vermeiden Sie unkontrolliertes Verreißen des Fahrzeugs.
3. Nach einem Wildunfall absichern und Hilfe verständigen
Halten Sie nach Möglichkeit an einer sicheren Stelle, schalten Sie die Warnblinkanlage ein und ziehen Sie eine Warnweste an. Sichern Sie die Unfallstelle ab, helfen Sie Verletzten und verständigen Sie die Polizei oder die örtliche Jagdaufsicht. Berühren Sie verletzte Wildtiere nicht.
Gut zu wissen: Auf ein Tier können weitere folgen. Bleiben Sie deshalb auch dann bremsbereit, wenn das erste Tier die Fahrbahn bereits überquert hat.
Praktischer Tipp: Vergrößern Sie in Wildwechselbereichen den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. So bleibt mehr Reaktionsraum, wenn dieses plötzlich bremsen muss.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion