Ammoniak nach Arbeitsunfall ausgetreten – eine Person schwer verletzt

(Bremervörde, Niedersachsen). Seit Montagmittag befinden sich zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr und weiterer Hilfsorganisationen bei einem Gefahrguteinsatz in der Hansestraße in Bremervörde im Einsatz.

In einem dort ansässigen Betrieb ist es infolge eines Arbeitsunfalls zum Austritt von Ammoniak gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde dabei eine Person schwer verletzt.

Polizei.news | Deutschland | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Einsatzort: Ein Betrieb in der Hansestraße in Bremervörde
  • Vorfall: Ammoniakaustritt infolge eines Arbeitsunfalls; nach bisherigen Erkenntnissen eine schwer verletzte Person
  • Maßnahmen: Weiträumige Absperrung und laufender Gefahrguteinsatz mit zahlreichen Kräften
  • Bevölkerung: Laut Feuerwehr besteht nach aktuellem Kenntnisstand keine Gefährdung; vorsorgliche Sicherheitshinweise gelten dennoch weiter
  • Vorsorge: Fenster und Türen geschlossen halten, Außenluft ansaugende Lüftungs- und Klimaanlagen abschalten und den abgesperrten Bereich meiden
  • Stand der Mitteilung: Keine Evakuierungen und keine Entwarnung; die Einsatzmaßnahmen dauern an

Betrieb weiträumig abgesperrt

Aufgrund der Gefahren durch das ausgetretene Ammoniak wurde der Bereich rund um den betroffenen Betrieb weiträumig abgesperrt. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften ist weiterhin vor Ort, um die Lage zu bewältigen und die erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durchzuführen.

Nach aktuellem Kenntnisstand besteht keine Gefährdung für die Bevölkerung. Die Einsatzkräfte überwachen die Lage weiterhin und treffen alle erforderlichen Maßnahmen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Feuerwehr bittet vorsorglich um geschlossene Fenster und Türen

Die Feuerwehr bittet die Bevölkerung vorsorglich weiterhin, folgende Sicherheitshinweise zu beachten:

  • Fenster und Türen geschlossen halten.
  • Lüftungs- und Klimaanlagen abschalten, sofern diese Außenluft ansaugen.
  • Den abgesperrten Bereich weiträumig meiden.
  • Den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge leisten.

Aktuell finden keine Evakuierungen statt. Sollte es im weiteren Einsatzverlauf erforderlich werden, einzelne Gebäude zu evakuieren, werden die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner ausdrücklich und direkt durch Einsatzkräfte der Feuerwehr oder Polizei an den jeweiligen Gebäuden darüber informiert und zum Verlassen aufgefordert. Eine eigenständige Evakuierung ist derzeit nicht erforderlich.

Vorsorgliche Hinweise gelten weiter – noch keine Entwarnung

Die vorsorglichen Sicherheitshinweise gelten weiterhin. Eine Entwarnung liegt bislang nicht vor.

Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine wesentlichen Veränderungen der Lage. Die Einsatzmaßnahmen dauern an.

Sobald neue gesicherte Erkenntnisse vorliegen, wird entsprechend informiert.

 

Quelle: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)
Bildquelle: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)


Polizei.news erklärt | Ammoniak
Warum bei einem Ammoniakaustritt Vorsicht geboten ist

Ammoniak ist ein Gefahrstoff, der beim Einatmen giftig wirkt und Augen, Haut und Atemwege stark schädigen kann. Die konkreten Schutzmaßnahmen richten sich nach der Lage vor Ort.

1. Gefahrenbereich meiden

Nähern Sie sich der Austrittsstelle nicht. Absperrungen schützen auch vor Gefahren, deren Ausmaß für Außenstehende nicht erkennbar ist.

2. Außenluft möglichst fernhalten

Geschlossene Fenster und Türen sowie abgeschaltete Außenluftzufuhr können das Eindringen freigesetzter Gefahrstoffe in Gebäude verringern. Beachten Sie dabei die konkreten Hinweise der Einsatzleitung.

3. Auf offizielle Meldungen achten

Verfolgen Sie Informationen der Behörden, Durchsagen und gegebenenfalls Warnmeldungen über NINA oder den lokalen Rundfunk. Warten Sie auf die ausdrückliche Aufhebung der Schutzmaßnahmen.

Gut zu wissen: Vorsorgliche Hinweise können auch dann gelten, wenn nach bisherigen Erkenntnissen keine Gefährdung der Bevölkerung besteht.

Praktischer Tipp: Informieren Sie auch andere Personen im Haushalt über die geltenden Hinweise und prüfen Sie, ob Lüftungsgeräte Außenluft ansaugen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion