Security sprüht Pfefferspray in wartende Menschenmenge vor Lokal – rund 40 Verletzte

(Wien-Leopoldstadt, Wien). In der Nacht auf heute kam es vor einem Lokal zu einem enormen Personenandrang.

Als die alarmierten Beamten eintrafen, konnten diese eine große Mengenmenge im Eingangsbereich wahrnehmen.

Polizei.news | Österreich | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Vor einem Lokal in Wien-Leopoldstadt
  • Zeitpunkt: Sonntag, 1. November 2026, um 01:15 Uhr
  • Vorfall: Bei großem Personenandrang setzte ein Sicherheitsmitarbeiter Pfefferspray in Richtung der Menschenmenge ein.
  • Versorgung: Rund 40 Personen mussten durch die Berufsrettung Wien versorgt werden.
  • Krankenhaus: Zwei 18-Jährige und eine 19-Jährige wurden ins Krankenhaus gebracht.
  • Polizist verletzt: Ein Beamter wurde vor Ort behandelt und konnte seinen Dienst fortsetzen.
  • Anzeige: Der 23-jährige österreichische Sicherheitsmitarbeiter wurde wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung angezeigt.

Die Kontaktaufnahme mit dem Sicherheitspersonal, welches sich ebenso beim Eingangsbereich befand, gestaltete sich vorerst schwierig aufgrund des hohen Andrangs. Als sich die Beamten einen Überblick verschafften, um eventuelle Maßnahmen setzen zu können, kam es plötzlich durch einen der Sicherheitsmitarbeiter des Lokals zur Verwendung eines Pfeffersprays in Richtung der Menschenmenge.

Dadurch wurden mehrere Personen kontaminiert und rund 40 Personen mussten im Anschluss durch die Berufsrettung Wien versorgt werden. Zwei 18-Jährige und eine 19-Jährige wurden in weiterer Folge durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Ein Beamter wurde durch den Pfefferspray verletzt, er wurde ebenso vor Ort durch die Rettung versorgt, konnte seinen Dienst jedoch weiter fortsetzen.

Der 23-jährige Sicherheitsmitarbeiter (Stbg.: Österreich) wurde wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung angezeigt.

 

Quelle: LPD Wien
Bildquelle: Symbolbild © vadishzainer/iStock.com


Polizei.news informiert | Erste Hilfe bei Reizstoffkontakt

Pfefferspray abbekommen: Reizstoffkontakt beenden und Augen spülen

Pfefferspray kann Augen und Atemwege stark reizen. Helfende sollten auf ihre eigene Sicherheit achten und Betroffene möglichst aus dem belasteten Bereich an die frische Luft begleiten.

1. Ruhe bewahren und Atmung beobachten

Bringen Sie die betroffene Person ohne eigene Gefährdung an einen sicheren Ort mit frischer Luft. Eine aufrechte Sitzposition kann das Atmen erleichtern. Bei Atemnot oder Bewusstlosigkeit alarmieren Sie in Österreich sofort die Rettung unter 144.

2. Betroffene Augen mit Wasser spülen

Spülen Sie die Augen sofort mit reichlich sauberem Wasser, mindestens zehn bis 15 Minuten lang. Reiben Sie die Augen nicht. Verwenden Sie keine Salben oder Gele zur eigenständigen Behandlung.

3. Belastete Haut und Kleidung beachten

Spülen Sie betroffene Hautstellen mit Wasser und entfernen Sie mit dem Reizstoff getränkte Kleidung. Vermeiden Sie dabei, den Stoff auf weitere Hautbereiche oder andere Personen zu übertragen.

Gut zu wissen: Die österreichische Vergiftungsinformationszentrale berät rund um die Uhr unter 01 406 43 43. Bei einem medizinischen Notfall ist unmittelbar die Rettung zu verständigen.

Praktischer Tipp: Nennen Sie bei der Beratung den Zeitpunkt des Kontakts, die betroffenen Körperstellen und die aktuellen Beschwerden. Falls bekannt, geben Sie auch den Produktnamen an.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion