Wohin mit 4000 Küken? Polizei findet Lösung für ungewöhnlichen Tiertransport

(Neumünster, Schleswig-Holstein). Bei einer Verkehrskontrolle auf dem Rastplatz Aalbek an der Autobahn 7 stellten Polizeibeamte am Freitag, 30. Oktober, einen ungewöhnlichen Tiertransport fest.

Auf der Ladefläche eines speziell ausgestatteten niederländischen Transporters befanden sich rund 4000 lebende Küken.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kontrolle: Auf dem Rastplatz Aalbek an der A7 überprüfte die Polizei einen Transporter mit rund 4000 Küken.
  • Zustand: Das hinzugezogene Veterinäramt stellte fest, dass alle Tiere wohlauf waren.
  • Problem: Der Zielbetrieb in Dänemark konnte die Küken nicht aufnehmen. Eine Rückführung in die Niederlande war nicht ohne Weiteres möglich.
  • Lösung: Ein Landwirt aus dem Raum Kappeln stellte einen bezugsfertigen Quarantänestall zur Verfügung.

Zielbetrieb in Dänemark hatte keinen Platz mehr

Gegen 10 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte unter Federführung des Verkehrsüberwachungsdienstes der Polizeidirektion Neumünster das Fahrzeug. Auch die hinzugezogenen Mitarbeiter des Veterinäramtes Neumünster überprüften die Situation vor Ort. Dabei stellte sich heraus, dass alle Tiere wohlauf waren.

Allerdings gab es ein unerwartetes Problem: Die für einen Geflügelbetrieb in Dänemark bestimmten Küken konnten dort aus Kapazitätsgründen nicht mehr aufgenommen werden. Eine Rückführung in die Niederlande kam aus seuchenschutzrechtlichen Gründen ebenfalls nicht ohne Weiteres infrage.

Damit standen die Einsatzkräfte vor einer ungewöhnlichen Herausforderung: Wohin mit 4000 Küken?


Quelle: Polizeidirektion Neumünster

Landwirt hilft mit neuem Quarantänestall

Durch die Vermittlung eines Landwirts aus dem Raum Kappeln konnte schließlich eine geeignete Lösung gefunden werden. Dieser verfügte über einen neu errichteten, bereits bezugsfertigen Quarantänestall.

Nach Abstimmung mit den zuständigen Stellen wurden die Tiere unter Begleitung der Polizei in die Schlei-Region gebracht und wohlbehalten an den neuen Halter übergeben.

 

Quelle: Polizeidirektion Neumünster
Bildquelle: Polizeidirektion Neumünster

Polizei.news erklärt | Schutz von Geflügelbeständen
Was bedeutet Biosicherheit in der Geflügelhaltung?

Biosicherheit umfasst Maßnahmen, die das Einschleppen und Weiterverbreiten von Krankheitserregern verhindern sollen. Dabei spielen neben den Tieren auch Menschen, Fahrzeuge und Arbeitsgeräte eine Rolle.

1. Unnötige Kontakte vermeiden

Der Zugang zu Geflügelbeständen sollte auf das notwendige Maß begrenzt werden. Das betrifft Personen ebenso wie Fahrzeuge, Transportkisten und Werkzeuge.

2. Auf Kleidung und Schuhwerk achten

Saubere Schutzkleidung, Händehygiene und ein Wechsel beziehungsweise eine geeignete Reinigung und Desinfektion des Schuhwerks helfen, das Verschleppen von Erregern zu vermeiden.

3. Transportmittel in die Hygiene einbeziehen

Auch Fahrzeuge, Geräte und Behälter können Krankheitserreger weitertragen. Ihre Reinigung und Desinfektion sind deshalb wichtige Bestandteile der betrieblichen Schutzmaßnahmen.

Gut zu wissen

Krankheitserreger können über verunreinigte Gegenstände, Kleidung oder Fahrzeuge in einen Bestand gelangen. Schutzmaßnahmen setzen deshalb an mehreren möglichen Übertragungswegen an.

Praktischer Tipp

Besucher sollten vor dem Betreten einer Geflügelhaltung die betrieblichen Hygienevorgaben erfragen und die bereitgestellte Schutzkleidung nutzen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion