58 Übertretungen entdeckt – Lkw-Lenker soll Ruhezeiten auf Fahrerkarte verfälscht haben

Oberösterreich (OÖ). Bei der Kontrolle eines digitalen Lkw-Fahrtenschreibers haben Verkehrspolizisten aus Steyr insgesamt 58 Übertretungen nach dem Kraftfahrgesetz festgestellt. Ein 49-jähriger Lenker steht im Verdacht, die Lenk- und Ruhezeiten auf seiner Fahrerkarte vielfach verfälscht zu haben.

Die Kontrolle fand am 5. November 2026 gegen 12 Uhr statt. Bei dem Lenker handelt es sich um einen türkischen Staatsbürger aus Rumänien. Die mutmaßlichen Manipulationen betreffen den Zeitraum vom 10. September bis zum 5. November 2026.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Kontrolle: Digitaler Fahrtenschreiber eines Lkw, überprüft durch Verkehrspolizisten aus Steyr am 5. November 2026 gegen 12 Uhr.
  • Lenker: Ein 49-jähriger türkischer Staatsbürger aus Rumänien.
  • Verdacht: Wiederholte Verfälschung von Lenk- und Ruhezeiten zwischen dem 10. September und dem 5. November 2026.
  • Bilanz: Insgesamt 58 festgestellte Übertretungen nach dem Kraftfahrgesetz.
  • Maßnahme: Die Weiterfahrt wurde bis zur Zahlung einer Sicherheitsleistung untersagt.

Mitfahrt als Beifahrer soll als Ruhezeit nachgetragen worden sein

Der 49-Jährige war stets im Zweifahrerbetrieb unterwegs. Nach Abschluss seiner Lenkzeit soll er seine persönlich zugewiesene Fahrerkarte aus dem Fahrtenschreiber entnommen und die Fahrt als Beifahrer fortgesetzt haben.

Anschließend soll er die eigene Fahrerkarte wieder in den intelligenten Fahrtenschreiber eingelegt und eine Ruhezeit manuell nachgetragen haben.

Insgesamt konnten 58 Übertretungen nach dem Kraftfahrgesetz festgestellt werden. Die Weiterfahrt wurde dem 49-Jährigen bis zur Zahlung einer Sicherheitsleistung untersagt.

 

Quelle: Landespolizeidirektion Oberösterreich
Bildquelle: Symbolbild © Wirestock/iStock.com


Polizei.news | Dokumentation im Transportbetrieb

Fahrtabläufe nachvollziehbar dokumentieren

Bei Rückfragen zu einer Tour helfen eindeutig zugeordnete Unterlagen. Wichtig sind genaue Zeitangaben und eine klare Unterscheidung zwischen eigenen Aufzeichnungen und späteren Rekonstruktionen.

Fahrerwechsel festhalten

Notieren Sie bei gemeinsam gefahrenen Touren, wer wann das Fahrzeug gelenkt hat. Ordnen Sie ergänzende Tourunterlagen dem jeweiligen Datum, Fahrzeug und Fahrer zu.

Unklarheiten zeitnah ansprechen

Wenn Einträge unklar erscheinen oder Bedienungsfragen auftreten, klären Sie diese mit der zuständigen betrieblichen Ansprechperson. Halten Sie dabei fest, worin die Unklarheit besteht.

Nachträgliche Erinnerungen kennzeichnen

Unterscheiden Sie zeitnah erstellte Notizen von Angaben, die erst später aus der Erinnerung ergänzt wurden. Vermerken Sie Unsicherheiten, statt fehlende Informationen als gesichert darzustellen.

Praktischer Tipp: Verwenden Sie auf ergänzenden Tourunterlagen ein einheitliches Datums- und Uhrzeitformat, damit sich Abläufe eindeutig zuordnen lassen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion