Entrümpelungsaufträge als Köder: Firmen zahlen 124.400 Euro an mutmaßlichen Betrüger

Niederösterreich (NÖ). Ein 24-jähriger Österreicher soll sich als Manager einer Immobiliengesellschaft ausgegeben und mehrere Firmen zu Zahlungen von insgesamt 124.400 Euro verleitet haben. Der umfassend geständige Beschuldigte wurde am 4. November 2026 festgenommen und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Bedienstete des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Betrug, führen umfangreiche Ermittlungen gegen den Mann. Ihm werden mehrere Betrugshandlungen und Urkundenfälschungen vorgeworfen.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beschuldigter: Ein 24-jähriger österreichischer Staatsbürger, der sich als Manager einer Immobiliengesellschaft ausgegeben haben soll.
  • Verdacht: Betrug und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit vermeintlichen Entrümpelungsaufträgen seit Anfang September 2026.
  • Zahlungen: Zumindest vier Firmenverantwortliche aus Niederösterreich und Wien zahlten oder überwiesen insgesamt 124.400 Euro.
  • Festnahme: Am 4. November auf Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten; anschließend Einlieferung in die dortige Justizanstalt.
  • Ermittlungen: Der Mann ist umfassend geständig. Die Polizei sucht mögliche weitere Geschädigte.

Vermeintliche Aufträge gegen Sicherheitsleistungen

Der Beschuldigte steht im dringenden Verdacht, sich seit Anfang September 2026 als Manager einer Immobiliengesellschaft ausgegeben zu haben.

Unter diesem Vorwand soll er Entrümpelungsaufträge ohne erforderliche Ausschreibung an verschiedene Unternehmen vergeben haben. Dadurch soll er mehrere Firmen zu branchenüblichen Sicherheitsleistungen in Form von Geldüberweisungen oder Bargeldzahlungen veranlasst haben.

Bislang wurden zumindest vier Verfügungsberechtigte verschiedener Firmen mit Sitz in Niederösterreich und Wien zur Zahlung oder Überweisung von insgesamt 124.400 Euro verleitet.

Beschuldigter umfassend geständig

Bei seiner Vernehmung zeigte sich der 24-Jährige zu den Tatvorwürfen umfassend geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten nahmen ihn die Ermittler am 4. November fest und lieferten ihn in die Justizanstalt St. Pölten ein.

Nach den bisherigen Ermittlungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Tathandlungen gekommen ist.


Weitere Geschädigte gesucht

Mögliche weitere Geschädigte werden gebeten, sich mit den Bediensteten des Landeskriminalamtes Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133-30-3333 in Verbindung zu setzen.


 

Quelle: Landespolizeidirektion Niederösterreich
Bildquelle: Symbolbild © Von Alexander Wagner – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14709188


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Neue Auftraggeber vor Zahlungen überprüfen

Ein attraktiver Auftrag sollte nicht dazu führen, dass Identität und Zahlungsbedingungen ungeprüft bleiben. Besonders bei erstmals auftretenden Geschäftspartnern lohnt sich eine unabhängige Rückfrage.

Ansprechpartner unabhängig bestätigen

Kontaktieren Sie die angeblich vertretene Gesellschaft über eine selbst recherchierte oder bereits bekannte Telefonnummer. Lassen Sie sich bestätigen, dass die Person dort tätig ist und der konkrete Auftrag bekannt ist.

Zahlungsbedingungen nachvollziehen

Klären Sie vor einer Sicherheitsleistung, wofür sie verlangt wird, an wen sie geht und welche schriftlichen Vereinbarungen zugrunde liegen. Prüfen Sie Abweichungen zwischen Auftraggeber, Zahlungsempfänger und Kontoinhaber.

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Lassen Sie ungewöhnliche Vorauszahlungen oder kurzfristige Änderungen von Zahlungsdaten durch eine zweite Person prüfen. Bewahren Sie Angebote, Nachrichten und Zahlungsnachweise nachvollziehbar auf.

Praktischer Tipp: Nutzen Sie für Rückfragen nicht ausschließlich Telefonnummern oder Links aus den zugesandten Unterlagen. Auch diese Angaben können Teil einer Täuschung sein.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion