Linienbus prallt gegen Sattelauflieger – Fahrer mit Ketten und Seilwinden befreit

München (Bayern). Am Donnerstag, 5. November 2026, ist es um 8:31 Uhr auf der A99 im Bereich Freiham zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Sattelauflieger gekommen. Der eingeschlossene Busfahrer musste durch die Feuerwehr aufwendig befreit werden, war jedoch nicht schwer verletzt.

Der ohne Fahrgäste unterwegs befindliche Linienbus kollidierte aus bisher ungeklärter Ursache mit dem Sattelauflieger. Dabei wurde der Bus so stark beschädigt, dass ein Lenken und Bremsen nicht mehr möglich war.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zeit und Ort: Donnerstag, 5. November 2026, 8:31 Uhr, A99 im Bereich Freiham.
  • Unfall: Ein Linienbus ohne Fahrgäste kollidierte mit einem Sattelauflieger und anschließend mit der Leitplanke.
  • Fahrzeug: Nach der ersten Kollision waren Lenken und Bremsen nicht mehr möglich. Der Bus kam erst nach mehreren hundert Metern zum Stehen.
  • Rettung: Die Feuerwehr befreite den eingeschlossenen Fahrer mit der sogenannten Oslo-Methode.
  • Folgen: Der Fahrer kam vorsorglich in eine Klinik. Der Verkehr war rund eine Stunde stark beeinträchtigt.

Bus kommt auf der linken Spur zum Stehen

Ob die Ursache der Kollision einen technischen oder medizinischen Ursprung hatte, ist der Branddirektion nicht bekannt. Der Bus kollidierte mit der Leitplanke und kam erst nach mehreren hundert Metern auf der linken Spur zum Stehen.


Die Feuerwehr München im Einsatz bei einem Verkehrsunfall zwischen einem unbesetzten Bus und einem Lkw auf der A 99 bei Freiham Süd.




Feuerwehr setzt Kettenrettung ein

Der eingeschlossene Fahrer wurde durch die Feuerwehr in einer aufwendigen technischen Rettung befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Dabei kam die sogenannte Oslo-Methode, auch Kettenrettung genannt, zum Einsatz.

Bei diesem speziellen Verfahren werden stark verformte Fahrzeugteile mithilfe von Ketten und Seilwinden kontrolliert auseinandergezogen, um Platz für die Rettung zu schaffen.

Der Busfahrer wurde vorsorglich in eine Münchner Klinik transportiert. Der Verkehr auf der Autobahn war für rund eine Stunde stark beeinträchtigt.

Zur Unfallursache liegen der Feuerwehr keine näheren Informationen vor. Die Ermittlungen übernimmt die Polizei. Auch die Höhe des entstandenen Sachschadens ist der Feuerwehr nicht bekannt.

 

Quelle: Feuerwehr München
Bildquelle: Feuerwehr München


Polizei.news erklärt | Technische Rettung
Was ist die Oslo-Methode?

Die Oslo-Methode wird auch als Kettenrettung bezeichnet. Sie dient dazu, bei stark verformten Fahrzeugen Platz für die Befreiung eingeschlossener Personen zu schaffen.

Verformte Fahrzeugteile auseinanderziehen

Ketten und Seilwinden werden eingesetzt, um beschädigte Fahrzeugteile kontrolliert auseinanderzuziehen. Ziel ist es, den für die Rettung benötigten Raum zu schaffen.

Technische Rettung und Verletzungen unterscheiden

Eine aufwendige Befreiung beschreibt zunächst den technischen Aufwand. Daraus allein lässt sich nicht ableiten, wie schwer eine eingeschlossene Person verletzt ist.

Übergabe an den Rettungsdienst

Die Befreiung aus dem Fahrzeug und die anschließende medizinische Versorgung sind unterschiedliche Aufgaben, bei denen Feuerwehr und Rettungsdienst zusammenarbeiten.

Gut zu wissen: „Oslo-Methode“ und „Kettenrettung“ bezeichnen dasselbe Rettungsverfahren.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion