Hybridauto brennt aus – 70 Feuerwehrleute im Einsatz, Wrack kommt in Wassercontainer

St. Stefan im Gailtal (Kärnten). Ein Hybridfahrzeug ist in der Nacht auf Sonntag, 8. November 2026, im Bezirk Hermagor ausgebrannt. Sieben Freiwillige Feuerwehren verhinderten, dass die Flammen auf angrenzende Wirtschaftsgebäude übergriffen.

Am Auto entstand Totalschaden. Ein angrenzendes Wirtschaftsgebäude wurde ebenfalls beschädigt. Eine Fachfirma brachte das Fahrzeug anschließend in einen mit Wasser gefluteten Container, um die vollständige Löschung sicherzustellen und ein neuerliches Aufflammen zu verhindern.

Polizei.news | Österreich | Kärnten
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Brandort: Gemeinde St. Stefan im Gailtal, Bezirk Hermagor.
  • Zeit: Vermutlicher Brandausbruch am 7. November gegen 23:45 Uhr; Polizei am 8. November gegen 00:15 Uhr zum Einsatz beordert.
  • Schäden: Totalschaden am Hybridfahrzeug und Sachschaden an einem angrenzenden Wirtschaftsgebäude.
  • Einsatz: Sieben Freiwillige Feuerwehren mit zehn Fahrzeugen und insgesamt 70 Einsatzkräften sowie die Polizei.
  • Verletzte und Ursache: Niemand wurde verletzt. Die Brandursache ist bislang unbekannt.

Aufmerksamer Autofahrer bemerkt Rauchentwicklung

Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte sich das Hybridfahrzeug bereits am Samstag, 7. November, gegen 23:45 Uhr aus bislang unbekannter Ursache selbst entzündet haben.

Ein vorbeikommender Autofahrer bemerkte die Rauchentwicklung und setzte umgehend einen Notruf ab. Gegen 00:15 Uhr wurde eine Polizeistreife zum Fahrzeugbrand beordert.

Die alarmierten Freiwilligen Feuerwehren verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Wirtschaftsgebäude. An einem dieser Gebäude entstand dennoch Sachschaden, dessen Höhe bislang nicht bekannt ist.

Ausgebranntes Hybridfahrzeug kommt in Wassercontainer

Das Auto wurde durch den Brand vollständig zerstört. Aufgrund des Hybridantriebs brachte eine Fachfirma das Fahrzeug in einen mit Wasser gefluteten Container. Damit sollten die vollständige Löschung sichergestellt und ein erneutes Aufflammen verhindert werden.

Personen kamen nicht zu Schaden. Die Ursache des Brandes ist weiterhin ungeklärt.

 

Quelle: Landespolizeidirektion Kärnten
Bildquelle: Symbolbild © Spitzt-Foto/iStock.com


Polizei.news erklärt | Brände von Hybridfahrzeugen

Warum nach einem Fahrzeugbrand weitere Sicherungsmaßnahmen nötig sein können

Ist eine Lithium-Ionen-Antriebsbatterie vom Brand betroffen, können sich Reaktionen innerhalb des Batteriesystems von Zelle zu Zelle ausbreiten. Auch wenn außen keine Flammen mehr sichtbar sind, können im Inneren weitere Reaktionen ablaufen.

Das Batteriegehäuse erschwert den Zugang

Antriebsbatterien sind geschützt in die Fahrzeugstruktur eingebaut. Ihr Gehäuse kann verhindern, dass Löschwasser die betroffenen Zellen unmittelbar erreicht. Deshalb können gezielte Löschmaßnahmen und eine anschließende Überwachung erforderlich sein.

Ein Wassercontainer ist eine besondere Einsatzmaßnahme

Das Einbringen in ein geflutetes Behältnis wird auch als nasse Quarantäne bezeichnet. Es kommt für besondere Situationen infrage und erfordert geschultes Fachpersonal sowie die fachgerechte Entsorgung des Wassers. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt dieses Verfahren nur im Ausnahmefall.

Hybridantrieb bedeutet nicht automatisch Batteriebrand

Bei einem brennenden Hybridfahrzeug muss die Antriebsbatterie nicht zwangsläufig betroffen sein. Zudem verwenden nicht alle Hybridmodelle Lithium-Ionen-Batterien. Aus dem Fahrzeugtyp allein lässt sich daher weder die Brandursache noch der genaue Brandverlauf ableiten.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion