Wetter August: Vorläufige Bilanz - Temperaturen etwa in der Norm
Im August lagen die Temperaturen bisher so ziemlich in der Norm, bis Ende des Monats dürfte durch die vor allem ab Freitag recht kühlen Tage im Norden ein leichtes Defizit herausschauen.
Ausser im Süden und im Oberengadin ist es zudem bisher vielerorts zu trocken. Bezüglich Sonnenscheindauer zeichnet sich ausser im Süden, im Wallis und im Oberengadin ein gewisses Defizit ab.
Der August dauert noch fast eine Woche, trotzdem soll schon mal eine kurze Bilanz bezüglich Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer gezogen werden.
Temperaturen: Momentan etwa in der Norm, bis Ende Monat ausser im Süden wohl leichtes Defizit
Die Temperaturen liegen bisher bei den betrachteten Stationen verglichen mit der Periode 1981 bis 2010 so ziemlich in der Norm (vgl. die abschliessende Tabelle). Lediglich Lugano weist mit 0,7 Grad eine Abweichung von mehr als 0,5 Grad auf. Da es bis Ende Monat im Tessin zumeist sommerlich warm bleibt, dürfte hier am Schluss ein leichter Temperaturüberschuss herausschauen. Dies im Gegensatz zum Norden, wo die Temperaturen bis Ende Monat etwas unterdurchschnittlich sind. Hier wird sich wohl vielerorts ähnlich wie schon im Juli ein leichtes Defizit ergeben. Insgesamt wird der Sommer aber dennoch leicht zu warm ausfallen, da der Juni deutlich zu warm war.
Hitzetage (Temperaturen von 30 Grad und mehr) konnten mit 0 bis 4 gegenüber den letzten Jahren deutlich weniger verzeichnet werden, bis Ende Monat kommt auch keiner mehr dazu. Sommertage gab es im Norden zwischen 6 und 10, auch da kommt mit Ausnahme von heute im Wallis und im Genferseeraum wohl keiner mehr hinzu. Im Süden konnten schon 20 Sommertage registriert werden, diese Anzahl wird sich in den kommenden Tagen noch etwas erhöhen.
Niederschlag: Bisher ausser im Süden und im Oberengadin vielerorts zu trocken
Der bisherige August weist bei den Stationen Lugano und Samedan einen Überschuss auf. Etwas zu nass gegenüber dem langjährigen Mittel ist es zudem auch in St. Gallen. Bis Ende Monat kommt vor allem in der Ost- und Zentralschweiz noch etwas an Niederschlag dazu. Da hier das Niederschlagsdefizit meist nur gering ist, könnte am Schluss mindestens teilweise ein kleiner Überschuss herausschauen. Zu trocken wird der August dagegen in weiten Teilen des Mittellands, in der Nordwestschweiz, am Genfersee sowie im Wallis abschliessen, da hier kaum mehr Niederschlag dazukommt.
Betrachtet man die Karte der Niederschlagssumme im August, so erkennt man, dass es einen klaren Niederschlagsschwerpunkt entlang der zentralen und östlichen Alpen sowie im Südtessin, im Misox und im Bergell gibt. Die höchste Augustsumme weist dabei die Station Bellinzona mit 268 Litern auf. Am anderen Ende steht Simplon Dorf mit lediglich 15 Litern.
Sonnenscheindauer: Bis Ende Monat wohl nur im Süden, im Wallis und im Oberengadin überdurchschnittlich
Bisher ist die Sonnenscheindauer verbreitet unterdurchschnittlich, allerdings dauert der August noch fast eine Woche. So dürfte sich das nur recht geringe Defizit bis Ende Monat im Tessin, im Wallis und im Oberengadin noch in einen Überschuss verwandeln. Sonst dürfte die Sonnenscheindauer aber unterdurchschnittlich bleiben.
Betrachtet man die Karte mit den bisherigen Sonnenstunden im August, so erkennt man, dass es im Wallis und im Tessin bisher am meisten Sonne gab, während sich die Sonne entlang der zentralen und östlichen Alpen sowie im Jura am wenigsten häufig zeigte (vgl. nachfolgende Karte).
Ein detaillierterer Augustrückblick folgt dann zu einem späteren Zeitpunkt.
Karten und eine Tabelle finden sich hier.
Quelle: MeteoNews
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