Gefährliches Eis am Klöntalersee: Warum zugefrorene Seen jetzt lebensgefährlich sind

SchneeToni, der Markenbotschafter von Polizei.news, meldet sich diesmal vom winterlichen Klöntalersee im Kanton Glarus.

Zwischen Nebel, Schnee und einer dünnen Plus-Temperatur von rund 1 Grad nutzt er die eindrückliche Kulisse, um über eine oft unterschätzte Gefahr zu sprechen: das Betreten von zugefrorenen Gewässern.



Gefährliches Spiel mit dem Eis

Der Klöntalersee liegt auf rund 850 Metern über Meer und präsentiert sich derzeit als scheinbar idyllische Eisfläche. Gerade jetzt, Anfang Februar, wenn viele Bergseen zugefroren sind und der Winter auf dem Höhepunkt scheint, unterschätzen Ausflügler die Risiken besonders leicht.

SchneeToni erinnert daran, dass eine Eisdecke unter 10 Zentimetern Dicke grundsätzlich tabu ist – hier besteht akute Lebensgefahr, weil das Eis jederzeit brechen kann.

Zwischen 10 und 15 Zentimetern Eisdicke wird die Situation nicht automatisch sicherer: Die Tragfähigkeit bleibt unsicher, und ein Einbruch ist weiterhin sehr wahrscheinlich. Selbst bei 15 bis 20 Zentimetern sollte niemand eigenmächtig auf einen See hinausgehen, solange die zuständigen Behörden die Fläche nicht ausdrücklich freigegeben haben.

Erst ab einer ausreichend dicken, geprüften und offiziell freigegebenen Eisdecke kann man sich halbwegs beruhigt auf das Eis wagen – und auch dann gilt: Vorsicht geht vor.

Plusgrade, Regen und Sonne schwächen das Eis

Besonders trügerisch ist die aktuelle Wetterlage: In der Nacht herrschen am Klöntalersee oft zweistellige Minustemperaturen, tagsüber steigen die Werte aber schnell in den Plusbereich. Schon wenige Stunden mit Temperaturen über null Grad, kombiniert mit Regen, setzen dem Eis massiv zu und machen eine zuvor tragfähige Fläche instabil.

Schnee auf dem Eis verstärkt die Gefahr zusätzlich, weil Risse, Blasen und dünne Stellen kaum zu erkennen sind.



Wer in ein solches Eis einbricht, gerät schnell in Lebensgefahr: Die Bruchstelle ist instabil, Helfer riskieren beim Annähern selbst einzubrechen, und der Gerettete hat durch das eiskalte Wasser nur wenig Zeit, bis die Kräfte nachlassen.

Die Gefahr betrifft nicht nur Menschen, sondern ebenso Haustiere. Wenn ein Hund einbricht, ist der Weg zurück aufs Eis extrem schwierig. Auch das ist eine Situation, die oft unterschätzt wird.

Nur freigegebene Gewässer betreten

Gerade bekannte Seen wie der Klöntalersee ziehen viele Menschen an, doch Schönheit und Fotokulisse dürfen nie wichtiger sein als die Sicherheit.

An tiefer gelegenen Seen und Teichen ist die Gefahr oft noch grösser, weil dort die Tagestemperaturen häufiger im Plusbereich liegen und das Eis schneller abbaut. Hinzu kommt, dass Schnee die tatsächliche Eisdicke verschleiert und gefährliche Stellen kaschiert.



Wer Anzeichen wie Blubbern im Eis, Risse oder Wasser auf der Oberfläche bemerkt, sollte die Fläche konsequent meiden.

Prävention statt Risiko

Unfälle auf dem Eis sind in vielen Fällen vermeidbar, wenn einfache Regeln beachtet werden. SchneeTonis Botschaft an die Zuschauerinnen und Zuschauer: Unter 10 Zentimetern Eisdicke nie aufs Eis, zwischen 10 und 15 Zentimetern ebenfalls nicht, und auch bei 15 bis 20 Zentimetern nur dann, wenn die Fläche offiziell freigegeben ist. Erst ab rund 20 Zentimetern – und mit behördlicher Freigabe – kann man über eine Nutzung nachdenken.

Zum Abschluss ruft der Markenbotschafter von Polizei.news dazu auf, die winterliche Natur zu geniessen, aber mit Vernunft. Wer am Wochenende an den See geht, sollte die Warnhinweise beachten, auf Freigaben achten und im Zweifel lieber am Ufer bleiben, statt das eigene Leben oder das seiner Tiere zu riskieren.

 

Quelle: SchneeToni/polizei.news-Redaktion
Bildquelle: SchneeToni/Polizei.news-Redaktion

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