Pampow, MV: Apotheke verhindert Betrug mit teurem Krebsmedikament – zwei Festnahmen

Am Donnerstagmittag versuchten zwei Tatverdächtige ein gefälschtes Rezept für ein hochpreisiges Medikament in einer Apotheke in Pampow einzulösen.

Die aufmerksamen pharmazeutischen Mitarbeiter verhinderten die Straftat.

Bereits am Vortag haben die Täter telefonisch das Krebsmedikament im Wert von über 3.200 Euro in der Apotheke vorbestellt, um es am Donnerstag abzuholen.

Als gegen Mittag ein Mann in Begleitung einer Frau das nötige Rezept einlösen wollten, fiel den Mitarbeitern der Apotheke zunächst nichts Verdächtiges am Rezept auf.

Eine Recherche in der eigenen Datenbank sowie der Nachfrage bei der angegebenen Krankenversicherung verdichtete jedoch den Verdacht der Fälschung.

Unterdessen entfernten sich die Tatverdächtigen aus dem Verkaufsraum, als sie von den Ungereimtheiten in der Abarbeitung Wind bekommen haben.

Eine Apothekerin konnte der verständigten Polizei einen Pkw mit Kennzeichen nennen, mit denen die Personen davongefahren sind.

Jenes Fahrzeug konnte wenig später in der Innenstadt von Hagenow angetroffen werden.

Im Nahbereich davon hielten sich eine 26-jährige Deutsche und ein 35-jähriger Mann mit weißrussischer Staatsangehörigkeit auf, die als Tatverdächtige vorläufig festgenommen wurden.

Die Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen wegen Urkundenfälschung und des Betruges aufgenommen.

Polizei warnt vor Rezeptfälschungen

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor Rezeptfälschungen und rät:

  • Prüfen Sie die Verordnungen besonders sorgfältig, insbesondere dann, wenn diese für hochpreisige oder missbrauchsgefährdete Medikamente ausgestellt wurden.
  • Achten Sie auf Unstimmigkeiten bei Stempel, Unterschrift und Arztangaben.
  • Werden Sie skeptisch bei auffälligen sowie nachträglichen Änderungen, ungewöhnlich hohen Mengen oder Dosierungen.
  • Prüfen Sie Rezepte sorgfältig auf Echtheitsmerkmale.
  • Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die verordnende Arztpraxis.
  • Prüfen Sie, wenn möglich, die Identität des vermeintlichen Patienten.
  • Geben Sie das Arzneimittel nicht aus, wenn Sie eine Rezeptfälschung vermuten.
  • Verständigen Sie die Polizei.

 

Quelle: Polizeipräsidium Rostock
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